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Review: Amaranthe
 
AMARANTHE

Album:
 AMARANTHE, 2011, Spinefarm

Stil:
 Melodic Death Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.B., 01.01.2012

Review:
 Zugegeben, Melodic Death Metal gehört nicht gerade zu meinen bevorzugten Musikstilen. Das heisere Vocal Gekrächze klingt für mich immer wie ein altersschwacher Papagei der im finalen Todeskampf einen letzten Furz lässt, bevor er tot von der Stange fällt. Und wenn ich dann im beiliegenden Info Blatt zur Promo CD lesen muss: "Um diese Band unbeachtet zu lassen muss man stocktaub sein und ein Idiot dazu" [...] "die beste weibliche Stimme die es je im Metal gegeben hat"...etc., dann kommt bei mir der Verdacht auf, da hat mal wieder ein Wächter die Anstaltstür vom Heim für geistig minderbemittelte Vollpfosten offen gelassen und ein geflohener, größenwahnsinniger Insasse schreibt nun beim Spinefarm Label die Info-Texte. Um so erstaunter war ich als ich mir das Album dann anhörte, dazu gleich mehr. Amaranthe die Melodic Death Metal Truppe wurde 2007 von Olaf Mörck gegründet. Im Jahr 2008 kam eine vier Songs umfassende Demo, LEAVE EVERYTHING BEHIND heraus. Die vier Songs von damals sind nun auch auf dem Album enthalten. Amaranthe leistet sich den Luxus mit gleich drei Sängern anzutreten. Wobei ein Sänger eine Sängerin ist (und eine verdammt hübsche dazu) und einer nur für die heiseren Death Screams zuständig. Schlicht und einfach AMARANTHE wie der Bandname lautet das Debüt Album. Schaut man sich die Namen der Musiker an sieht man, dass hier erfahrene Leute aufspielen. Olaf Mörck Gitarrist, Keyboarder und Songwriter der Band kennen wir von Nightrage und Dragonland, Andreas Solveström (Screams) ist bei Within Y, Jake E. Lundberg (Clean Vocals) bei Dreamland. Ergänzt werden sie durch Johan Andreassen Bass und Morten Lowe Sorensen an den Drums. Ups, da hätte ich den optischen Leckerbissen in Gestalt von Sängerin Elize Ryd doch fast vergessen. Dass Skandinavien ein unerschöpflicher Quell an Metal Bands ist dürfte bekannt sein, doch nicht jede neue Formation kann sich auch in die Riege der richtigen guten Metal Kapellen einreihen. Immerhin durften Amaranthe schon mit Kamelot und Hammerfall auf Tour gehen und der Auftritt beim Wacken Open Air 2012 steht auch schon fest. Dieses Review soll klären ob das Album Top oder eher Flop ist.

"Leave everything behind" ist ein schneller Song mit einem Wechsel aus heiseren Death Metal Shouts und dem cleanen Gesang einer männlichen und weiblichen Stimme die mal einzeln mal im Duett vorgetragen werden. Das Stück ist, wie alle von Amaranthe, betont melodisch. So heiteren, fröhlichen Death Metal habe ich noch nie gehört. Die donnernden Drums und heftigen Gitarrenriffs sorgen dafür, dass das Stück nicht zu soft wird.
Das mit einem schnell galoppierenden Rhythmus versehene "Hunger" bekommt durch reichlich Keyboard Einsatz einen symphonischen Anstrich.
Flott und energiegeladen geht es mit "1.000.000 Lightyears" weiter. Die bereits erwähnte heitere Stimmung findet sich auch hier. Gute Hookline und selbst in den Höhen klare Vocals der Sängerin, der Song macht Spaß.
"Automatic" ist richtig poppig, ich nenne es mal Metal Party Sound. Das trifft speziell für den Gesang im Duett zu. Das gefällt sicher nicht jedem. Was mir viel mehr aufstößt ist die große Ähnlichkeit der Gesangslinien zu den beiden vorangegangen Stücken.
Das setzt sich bei "My Transition" fort. Da bekomme ich beim Gesang ein Deja Vu Gefühl, das habe ich so doch schon gehört. Trotzdem ein gefälliger Melodic Power Metal Track.
Mit "Amaranthine" bescheren die Skandinavier uns eine Ballade oder je nach Definition, eine Halbballade. Nach sehr softem Auftakt mit zerbrechlichen Vocals von Elize Ryd und Keyboard Piano setzt die Stimme von Jake Lundberg erst zusammen mit den Drums ein. Hier zeigt sich wie gut die beiden in den folgenden Duetten harmonieren. Im weiteren Verlauf steigert sich die Intensität weshalb es auch keine reine Ballade ist. Das Ende übernimmt dann erneut das Piano.
Mit harten Riffs und derbe hämmernden Drums geht "Rain" mehr in Richtung Melodic Death als die Vorgänger. Auf das Gitarrensolo Anfang letztes Drittel braucht man wie gewohnt nicht zu verzichten.
Abgesehen von einem Keyboard- Synthie Opening fällt "Call out my Name" ähnlich wie "Automatic" aus. Der Rhythmus ist klasse mit tollem Groove.
Auch "Enter the Maze" ist gefällig, sehr melodisch bringt ansonsten aber nichts Neues.
"Director`s Cut", das längste Stück des Albums hat viel Keyboard. Der ruhige Abschnitt im Mittelteil dient als Auftakt für entfesselte Gitarren und Drums.
"Act of Desperation" und "Serendipity" sind zweifellos gute Songs, prima Melodic Power mit tollen Drums, gekonnt solierender Gitarre nur eben ohne neue Aspekte.

Fazit: Sorry liebe Spinefarm Mitarbeiter für meine eingangs harschen Worte, aber allzu oft musste ich schon erleben, dass ein mit Superlativen angepriesenes Produkt sich bei genauem Hinhören nur als heiße Luft entpuppte, eben den Verdauungsgasen des oben erwähnen Papageis. Doch mit der Beschreibung von Amaranthes Musik hat das Label nur wenig übertrieben. Ich würde zwar nicht so weit gehen zu behaupten die Sängerin sei die beste im Bereich Metal aber Elize Ryd hat eine sehr angenehme, tolle Stimme. Auch Jake Lundberg passt stimmlich sehr gut zu seinem weiblichen Pendant, besonders die Duette klingen schön rund und voll. Die Songs sind eingängig und verdienen das Attribut melodisch in vollem Umfang. Amaranthe haben es geschafft durch die Kombination von Death Metal Vocals in Kombination mit einer klaren weiblichen Gesangsstimme das Genre um eine schöne Variante zu bereichern. Die Growls und Screams sind zum Glück in der Minderheit, der Fokus liegt klar auf der Sängerin. Der Kontrast zwischen den aggressiv heiseren Death Metal Shouts und der beinahe lieblichen, sehr sinnlichen weiblichen Stimme, ich nenne es mal den "Beauty and the Beast"-Effekt, ist das Besondere was Amaranthe auszeichnet. Man könnte Amaranthe als gelungene Mischung aus neuen Nightwish und Children Of Bodom bezeichnen mit einem Schuss Roxette. Einigen Leuten dürfte diese Musik aber zu cheesy sein, nicht Metal genug, durchsetzt mit zu viel Pop Elementen. Da bin ich mir ganz sicher, die Scheibe spaltet die Metal Gemeinde in zwei Lager, die Anhänger und die, die den Sound strikt ablehnen. Wenn man ganz böse ist könnte man sogar behaupten Lady Gaga und Georg Michael haben sich zusammengetan und machen Power Metal. Aber wie gesagt, da muss man schon sehr böse sein. Ob einem das gefällt oder nicht soll jeder selbst entscheiden, man kann sich ja auf YouTube die Videos zu „Hunger“, „Automatic“ und „Amaranthine“ ansehen. Female fronted Metal Bands wie Epica, Edenbridge, After Forever, gibt es viele. Amaranthe klingen anders, weniger Opera Metal wie bei Epica, mehr wie Within Temptation. Einige Songs gehen stärker in die Richtung Melodic Power Metal. Die Kritikpunkte will ich auch nicht verschweigen, da ist die recht knappe Spielzeit von 43 Minuten, die Songs sind sich besonders in den Gesangslinien zu ähnlich, was vielleicht auch daran liegt, dass das Songwriting ganz allein in den Händen von Olaf Mörck ruht. Da wünsche ich mir für das nächste Album mehr Abwechslung. Und dennoch, die schwedisch-dänische Sextett Amaranthe dürfen für sich beanspruchen geschickt eine Nische im heißumkämpften Musikmarkt gefunden zu haben. Direkt mit dem Debüt setzen sie ein dickes Ausrufezeichen und machen aus mir einen Melodic Death Metal Fan, wer hätte das gedacht. Wobei, es ist ja eigentlich Melodic- Death- Pop- Power- Metal.

Anspieltipps:
 "Leave everything behind", "Hunger", "1.000.000 Lightyears", "Call out my Name".

Tipp:
 Dieses Album dürfte eine breite Käuferschicht ansprechen. Auf der einen Seite die Melodic Death Metal Anhänger die es nicht ganz so hart und lieber fröhlicher wünschen, auf der anderen die Fans von eingängigem Metal mit weiblichen Vocals.

Titel-Liste:
 
  1. Leave everything behind
  2. Hunger
  3. 1.000.000 Lightyears
  4. Automatic
  5. My Transition
  6. Amaranthine
  7. Rain
  8. Call out my Name
  9. Enter the Maze
  10. Director`s Cut
  11. Act of Desperation
  12. Serendipity

Laufzeit:
 43:30 Min.

Band-Infos:
 
  • www.amaranthe.se 

  • Probehören und Kaufen:
    Amaranthe: AMARANTHE


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