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Review: Amberian Dawn
 
THE CLOUDS OF NORTHLAND THUNDER

Album:
 THE CLOUDS OF NORTHLAND THUNDER, 2009, Ascendance

Stil:
 Symphonic Gothic Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 20.09.2009

Review:
 Amberian Dawn brachten 2008 ihr Debüt-Album RIVER OF TUONI heraus. Zwar waren gute Ansätze vorhanden, doch im Endeffekt konnte die Truppe um die charismatische Frontfrau Heidi Parviainen im Bereich des symphonischen Gothic Metal damit kaum Akzente setzen.
Nach relativer kurzer Zeit haben Amberian Dawn nun bereits das Zweitwerk THE CLOUDS OF NORTHLAND THUNDER am Start. Ich bin gespannt, ob sich die Finnen steigern konnten, oder ob das eher eine Art Schnellschuss wird.

Doch ich werde angenehm überrascht. Amberian Dawn haben sogar ordentlich nachgelegt. Gute Melodien hatten sie auch schon auf RIVER OF TUONI, doch waren die Stücke teilweise zu kurz und nicht richtig durchdacht. Das hat sich auf THE CLOUDS OF NORTHLAND THUNDER geändert. Insgesamt wird noch abwechslungsreicher vorgegangen und begonnene Hooklines werden konsequent zu Ende geführt. Man hat nicht den Eindruck, dass ein Stück nicht richtig ausgereizt wird, wie noch beim Erstwerk.
Es sind zwar auch noch nicht alle Songs hundertprozentige Superhits, doch die qualitative Steigerung ist nicht zu überhören. Sei es bei "Incubus" mit seiner tollen Main-Melodie und einem super Solo, bei dem schön harmonischen "Kokko - Eagle of Fire", bei dem emotionalen "Willow of Tears", bei der hypergenialen Up-Tempo-Nummer "Shallow Waters", dem gothisch-mystischen "Lost Soul", dem eher straigthen "Sons of seven Stars" oder dem vielschichtigen "Saga" - all diese Stücke haben sinnvolle, durchdachte Konstrukte und die eingebauten Elemente und Melodien haben Hand und Fuß.
Das ganze Album zeugt von vielfältigem Songwriting. Die Leutchen von Amberian Dawn haben sich kompositorisch wirklich Gedanken gemacht und sich enorm steigern können.

Fazit: Nach ihrem 2008er-Album habe ich ja noch nicht so recht daran geglaubt, dass aus Amberian Dawn was werden könnte. Ich dachte eher an einen weiteren schwachen Nightwish-Klon. Doch, wenn ich nun einen Vergleich zu Nightwish ziehen müsste, klingt THE CLOUDS OF NORTHLAND THUNDER wie ein richtig gutes Nightwish-Album. Aber natürlich ist es kein Nightwish-Album, sondern man hört Amberian Dawn nun auch eigene Ideen an, die sie mit einbringen. Es sind stilistische Feinheiten, die sie wiederum von der Masse an symphonischen Gothic-Bands abheben.
Heidi Parviainen hat vielleicht noch immer nicht das ausdrucksstärkste Organ, doch setzt sie ihre Stimme auf THE CLOUDS OF NORTHLAND THUNDER immer klug, zweckdienlich und recht variabel ein. Die Leistung der anderen Musiker geht absolut in Ordnung und das Werk zeugt außerdem von einem kompositorischen Reifeprozess.
Amberian Dawn steigern sich zwischen den beiden Alben mal so eben um eine ganze Punktnote, und nach diesem Auftritt bin ich sicher, dass der Zenit für die Band auch noch nicht erreicht ist. Da geht noch was, und ich bin deswegen schon sehr gespannt auf Album nummero 3. Hier könnte doch noch ein neuer Stern am Symphonic-Gothic-Metal-Himmel erleuchten.

Anspieltipps:
 Alle im Text erwähnten Stücke sind meine Anspieltipps dieses Albums.

Tipp:
 Genau die richtige Musik für Leute, denen die alten Nightwish lieber waren, als die neuen. Und für Fans von Leaves' Eyes, Within Temptation, Epica und Konsorten.

Titel-Liste:
 
  1. He Sleeps in a Grove
  2. Incubus
  3. Kokko - Eagle of Fire
  4. Willow of Tears
  5. Shallow Waters
  6. Lost Soul
  7. Sons of seven Stars
  8. Saga
  9. Snowmaiden
  10. Lionheart
  11. Morning Star
  12. Birth of the Harp

Laufzeit:
 47:05 Min.

Band-Infos:
 
  • www.amberiandawn.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Amberian Dawn: The Clouds of Northland Thunder

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