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Review: Amberian Dawn |
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Album:
| | END OF EDEN, 2010, Spinefarm |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | S.M., 06.10.2009 |
Review:
| | Amberian Dawn haben seit der Gründung, die erst 2006 erfolgte, eine ordentliche Entwicklung durchgemacht. War das 2008er-Debüt RIVERS OF TUONI noch etwas unausgegoren, hatten die Finnen im vergangenen Jahr mit THE CLOUDS OF NORTHLAND THUNDER einige klasse Tracks auf Lager. Man war sozusagen auf dem besten Wege, sich als legitimer Nightwish-Nachfolger zu etablieren.
Überraschenderweise gibt es nun schon das Drittwerk END OF EDEN. Ich habe den Verdacht, dass das neue Label bald Ergebnisse sehen wollte und vielleicht auf Veröffentlichung drängte. Solch eine Release-Häufigkeit geht oft zu Lasten der Qualität. Hoffen wir mal, das Amberian Dawn ihren beim Vorgänger erreichten Standard werden zumindest halten können.
Eins kann ich jedenfalls schon nach dem ersten Hördurchlauf sagen: die Entwicklung stagniert, bzw. ich stelle leider sogar Rückschritte fest. Es gibt auch auf END OF EDEN wieder manch schöne Melodie, die Heidi Parviainen mit ihrer klassisch ausgebildeten Stimme gut ausreizen kann. Doch ausgesprochene Ohrwürmer bleiben ein bisschen auf der Strecke.
Zudem komme ich nicht umhin, auf Dauer eine gewisse Ähnlichkeiten bei den Hooklines auszumachen - vielleicht jetzt nicht unbedingt innerhalb dieses Albums, doch wenn ich Songs von END OF EDEN mit Stücken der beiden Vorgänger vergleiche, macht sich dieser Eindruck schon breit.
Es fehlen irgendwie neue Ideen. Zwar versuchen Amberian Dawn es mal hier mit Tiefgründigkeit und da mit männlischem Operngesang ("Virvatulen Laulu") als Abwechslung, doch bringt das keine neuen Akzente in den Sound ein. Das stört eher den Musikfluss. Es scheint, als sei das Händchen für wirklich mitreißende Konstrukte verloren gegangen.
Auf END OF EDEN ragen "Come now follow" durch seine Eingängigkeit, "Sampo" durch die interessanten Arrangements, "Blackbird" durch die entwickelte Atmosphäre und der Longtrack "War in Heaven" durch seine Vielschichtigkeit heraus. Zu wirklichen Top-Hits fehlt ihnen aber dennoch das gewisse Etwas.
Der Rest ist jetzt nicht unbedingt schlecht, kann aber eben auch nicht bezaubern, wie es noch auf THE CLOUDS OF NORTHLAND THUNDER etliche Male der Fall war. Es findet sich auf END OF EDEN einfach zu viel Genre-Durchschnittsware, und das enttäuscht mich angesichts des starken Vorgängers doch etwas.
Fazit: Es ist wie ich befürchtet hatte: END OF EDEN ist ein ziemlicher Schnellschuss geworden. Ich habe keine Ahnung, inwieweit das nun wirklich mit dem Labelwechsel zusammenhängt, doch Amberian Dawn hätten sich viel mehr Zeit zur Ausarbeitung der Kompositionen nehmen sollen. Im Grunde haben sie sich wieder auf die Ausgangsposition begeben, auf den Status ihres Debuts RIVERS OF TUONI. Wie dort, wirkt auf END OF EDEN einiges unausgegoren.
So muss ich - analog zum Erstwerk - auch heuer die nur durchschnittliche Wertung von 4,5 Punkten ziehen. Ich kann nur hoffen, dass sich Amberian Dawn das nächste Mal wieder ihres kompositorischen Könnens entsinnen werden. Ansonsten werden sie sich in dem Genre nicht gegen die massive Konkurrenz durchsetzen können. |
Titel-Liste:
| | - Talisman
- Come now follow
- Arctica
- Ghostly Echoes
- Sampo
- Blackbird
- Field of Serpents
- City of Corruption
- Virvatulen Laulu
- War in Heaven
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.amberiandawn.com  |
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