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Review: Amon Amarth |
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Album:
| | TWILIGHT OF THE THUNDER GOD, 2008, Metal Blade |
Stil:
| | Melodic Death Metal, Viking Metal |
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | M.S., 07.10.2008 |
Review:
| | Kein Mensch hätte im Jahr 1992 gedacht, dass es die fünf jungen Schweden, die ausgezogen waren, um der Welt etwas über die Geschichte der Wikinger zu erzählen, jemals zu etwas bringen würden.
Jetzt schreiben wir das Jahr 2008 und sieben Studioalben später gehört die Band zu den Größten ihrer Zunft, spielt ausverkaufte Tourneen und begeistert tausende Fans auf unzähligen Festivals durch ihre wahnsinnige Spielfreude auf der Bühne.
Musikalisch haben Amon Amarth schon seit langem ihren ganz eigenen Stil gefunden, den sie seitdem auch unablässig selbst wiederholen und sich dabei einen Hit nach dem anderen aus dem Ärmel ziehen, allerdings ohne dabei langweilig zu werden.
Jetzt kommt mit TWILIGHT OF THE THUNDER GOD also das neue Album daher und eines kann man schon einmal vorweg nehmen: Sie haben es wieder geschafft!
Nachdem Produzent Jens Bogren bereits dem Vorgänger WITH ODEN ON OUR SIDE mächtig Leben eingehaucht hat, besitzt auch dessen Nachfolger einen tollen Sound: Glasklar auf der einen Seite, andererseits aber auch bombastisch tönt es aus den Boxen und macht damit den Weg frei für ein Album, das vielleicht nicht die Welt verändern wird, aber doch großen Spaß macht.
Los geht's mit dem Titeltrack "Twilight by the Thunder God", der gleich einmal alle Merkmale der Band besitzt: Eingängige und melodienreiche Riffs des Gitarrengespanns Olavi Mikkonen/Johan Söderberg, druckvolles Drumming von Fredrik Andersson und die herausstechende Stimme von Fronthüne und Bartmonster Johan Hegg. Textlich bewegt man sich (wieder einmal) in der nordischen Mythologie, was ohne Ausnahme das Album über so der Fall bleiben wird. Amon Amarth ohne großartige Schlachten, germanische Götter und dem ewigen Totenreich geht eben doch nicht!
Weiter gehts mit "Free Will Sacrifice", einem ersten kleinen Highlight des Albums, da der Refrain eine dieser Melodien besitzt, die man nicht wieder aus dem Kopf bekommt. Tempomäßig ist man etwas gemäßigter als beim Opener, was der Band aber auch sehr gut steht. Dieser Song wird zukünftig garantiert des öfteren im Live-Set der Band zu finden sein.
"Guardians of Asgaard" ist ein echter Headbanger, wieder etwas ruhiger, dafür aber umso druckvoller und energiereicher.
"Where is your God?" wäre mal eine gute Frage bei Jauchs "Wer wird Millionär", bis es so weit ist, behalten sich diese Frage erstmal die fünf Schweden vor. Um sicher zu gehen, dass sie auch wirklich jeder mitbekommt, wird sie in mächtig Double-Bass gepackt und von Hegg in der entsprechenden Klangfarbe der Stimme wiedergegeben: Mächtig angekratzt klingt der gute Mann auf diesem Track, fast schon wie in den Frühzeiten der Band, was dem Song wirklich sehr gut steht.
"Varyags of Miklagaard" vom Riff her anfangs irgendwie stark an "The Pursuit of Vikings", was sich allerdings bereits vor dem Refrain wieder ändert. Dann packt die Band nämlich eine beeindruckende zweistimmige Gitarrenspur aus. Schon seltsam, dass es Amon Amarth schaffen, sich nie zu kopieren und trotzdem Songs zu schreiben, die man ihnen immer bereits nach wenigen Tönen eindeutig zuschreiben kann!
Nach den ersten acht Songs bin ich der Meinung, es mit einem guten Album zu tun zu haben, wenn auch (noch) nicht mit einem sehr guten. Ich hätte auch ehrlich nicht gedacht, dass mich die nun folgende Kombination aus "Live for the Kill" und "Embrace of the endless Ocean" derart wegblasen könnte. Aber was dann gekommen ist, rechtfertigt alleine zum Kauf des Albums:
"Live fort he Kill" beginnt mit einem traditionellen, geradezu Thrash-lastigen Riff und ist zu Beginn geprägt vom Wechselgesang von Johan Hegg und mehrstimmigen Back-Vokals. In den Refrain ist eine absolut überzeugende Gitarrenarbeit eingearbeitet und dann geben sich nach einem gelungenen Solo von Johan Söderberg auch noch die Cello-Virtuosen von Apokalyptica die Ehre. Ich bin ehrlich gesagt kein großer Freund der Truppe, aber die Streicher fügen sich derart grandios in den Gesamtsound des Songs ein, dass man (zumindest kurzfristig) nichts mehr gegen die Truppe sagen darf.
Ohne Niveau-Abfall geht es weiter mit "Embrace of the endless Ocean"! Für eine Death Metal Band (die Amon Amarth schon lange nicht mehr sind!) äußerst melodisch geht man da zu Werk, gerade in den Passagen mit der Solo-Gitarre haut der Song wirklich rein.
Fazit: Wie soll ein Fazit bei einem solchen Album schon ausfallen. Die Höchstpunktzahl und nicht anderes muss vergeben werden, da es Amon Amarth wirklich geschafft haben, ihren bereits fabulösen Vorgänger noch einmal zu übertreffen! Und jetzt ab ins Kettenhemd und das Schwert schwingen, es wird gerockt! |
Anspieltipps:
| | Auf jeden Fall die Kombination aus "Live for the Kill" und "Embrace of the endless Ocean"!!!!! |
Titel-Liste:
| | - Twilight by the Thunder God
- Free Will Sacrifice
- Guardians of Asgaard
- Where is your God?
- Varyags of Miklagaard
- Tattered Banners and bloody Flags
- No Fear fort he setting Sun
- The Hero
- Live for the Kill
- Embrace of the endless Ocean
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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