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Review: Amon Amarth |
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Album:
| | SURTUR RISING, 2011, Metal Blade |
Stil:
| | Melodic Death Metal, Viking Metal |
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 22.06.2011 |
Review:
| | Amon Amarth sind seit Jahren eine Macht im Melodic Death Metal mit leichter Viking-Metal-Schlagseite. Ein schlechtes Werk haben die Schweden bislang nicht veröffentlicht, und ich bin sicher, mit Studioalbum Nummer acht, SURTUR RISING, werden sie damit auch nicht anfangen.
Und Amon Amarth geben sich auch hier als die professionellen Musiker und Songwriter, die sie seit vielen Jahren sind. Sehr neu ist das Material auf SURTUR RISING auch wieder nicht, aber dennoch können AA damit erneut punkten. Die Mischung aus sehr druckvollem Göteborg-Death-Metal, epischem Viking Metal und zumeist recht hymnischen Höhepunkten zündet erneut.
Dabei variieren die Schweden soweit es das ureigene Genre zulässt, noch gut. Beim Opener "War of the Gods" steht vor allen Dingen erstmal die brachialere Seite des Sounds im Vordergrund.
Dagegen ist das vielschichtige " Töck's Taunt - Loke's Treachery Part II" eher melodisch und atmosphärisch aufgebaut und kann auch mit eben jenem hymnischen Höhepunkt punkten.
Bei "Destroyer of the Universe" gibt es zuerst auch mehr die Death-Metal-Power-Keule auf die Mütze. Später wird für eine epische Passage mal das Tempo kurz abgebremst, und auch der Refrain und die Soli sind melodischer.
Auf jeden Fall treiben dynamische Konstrukte und interessante, vielseitige Riffs die Hooklines voran, während die trotzdem zumeist harmonischen Melodielinien und gut erarbeiteten Höhepunkt flott ins Ohr gehen. Amon Amarth wissen, wie man Energie und Melodie perfekt miteinander zu mitreißenden Kompositionen vereint und beweisen das auf SURTUR RISING auch wieder.
Auch das variable "Slaves of Fear", das eher verhaltene und epische "Live without Regrets", das kantige "A Beast am I", das überwiegend melodische "Wrath of the Norsemen" und der hymnisch-atmophärische Rausschmeißer "Doom over dead Man" schließen sich dem guten Eindruck an.
Insgesamt sind Amon Amarth auf jeden Fall einen Ticken melodischer geworden, doch sie biedern sich mit SURTUR RISING keineswegs irgendwelchem Mainstream an. Es ist vor allen Dingen eine Melo-Death/Viking-Album geworden, dass verstärkter auf die Entwicklung Atmosphäre setzt. So werden brachiale Ausbrüche seltener, dafür gezielter eingesetzt.
Fazit: Gewohnt starke Kost von Amon Amarth. Es gibt in der Discography der Schweden sicherlich noch bessere Alben, aber insgesamt bleiben Amon Amarth mit SURTUR RISING ihrem hohen Standard treu. Die neue, melodisch-atmosphärische Ausrichtung, die Amon Amarth heuer nochmal forcieren, wird möglicherweise einige Alt-Fans verprellen, die ausschließlich auf wuchtige Death-Metal-Power stehen, aber ich bin sicher, sie werden dafür auch neue Anhänger hinzugewinnen, die die Musik vielschichtiger bevorzugen.
Ich finde es vor allen Dingen gut, dass Amon Amarth sich nicht nur ständig selbst kopieren, sondern auch frische Elemente in den Sound einbringen. Das macht die Band weiterhin interessant und hält auf den Alben Überraschungen bereit. Ich bin letztendlich von SURTUR RISING etwas überrascht, finde aber gerade die Variablität und die vielseitige Atmosphäre gut.
Wer über den früher deutlich stärkeren Death-Metal-Horizont von Amon Amarth hinwegblicken kann, findet in SURTUR RISING ein abwechslungsreiches und durchweg gelungenes Werk an der Schnittstelle aus Melodic Death Metal und epischem Viking Metal. |
Titel-Liste:
| | - War of the Gods
- Töck's Taunt - Loke's Treachery Part II
- Destroyer of the Universe
- Slaves of Fear
- Live without Regrets
- The last Stand of Frej
- For Victory or Death
- Wrath of the Norsemen
- A Beast am I
- Doom over dead Man
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Laufzeit:
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