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Review: Amorphis |
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Album:
| | SKYFORGER, 2009, Nuclear Blast |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.M., 10.07.2009 |
Review:
| | Amorphis sind ja fast bekannt für recht drastische Stiländerungen. In den letzten Alben stellte sich aber eine Konstanz ein. Amorphis heutiger Stil spielt sich an einer Grenze zwischen Gothic Rock, Melodic Metal und Progressive ab. So präsentieren sie sich auch auf ihrem inzwischen neunten Full-Length-Album SKYFORGER.
Die Besetzung besteht noch immer aus Tomi Joutsen (Gesang), Tomi Koivusaari (Gitarre, Growls), Esa Holopainen (Gitarre), Niclas Etelävuori (Bass), Santeri Kallio (Keyboard) und Jan Rechberger (Schlagzeug).
Schon der Opener "Sampo" zeigt, wo es lang geht: starke, eingängige Melodien, intelligente Wechsel der Intensitäten und überzeugene Arrangments. Auch "Silver Bride", in das nahtlos übergegangen wird, steht seinem Vorgänger melodisch in nichts nach.
"From the Heaven of my Heart" ist im Gros etwas ruhiger und emotionaler, zieht seine Energie aber auch aus den unterschiedlichen Intensitäten. Der Höhepunkt ist schön erarbeitet und lädt mit seiner gefühlvollen Ausrichtung zum Träumen ein.
Bei "Sky is mine" fällt mir neben der erneut sehr melodischen und emotionalen Marschroute vor allen Dingen das verspielte Riffing auf. Aber auch der episch anmutende Refrain ist vom Feinsten.
Bei "Majestic Beast" wird es nicht nur deutlich bombastischer, Tomi lässt auch mal wieder seine Growls vernehmen, die aber etwas halbgar rüberkommen. Die Mischung aus Dynamik und Melodic-Pomp geht aber gut ins Ohr und vermittelt auch wieder viel atmosphärische Energie.
"My Sun" kommt als deutlicher Kontrast besinnlich und teilweise etwas melancholisch. Doch auch hier sorgt die Melodie für ein angenehmes Kribbeln und der emotionale Höhepunkt wird seiner Bezeichnung absolut gerecht.
Von Wechseln aus ruhigen Abschnitten und sehr druckvollen Parts ist "Highest Star" bestimmt. Ich bevorzuge dabei die dynamische Variante, da sie einfach etwas Abwechslung mit sich bringt. Die Energie zieht der Song nichtsdestotrotz aus diesem Wechselspiel. Es ist aber immer wieder erstaunlich, dass Amorphis den Hörer trotz ähnlicher Konstrukte bei Laune halten können. Es zeugt auf jeden Fall von gut durchdachtem Songwriting.
Auch der Titeltrack "Skyforger" lebt von den Intensitäten und unterschiedlichen Tempi und Rhythmen. Dabei zaubern Amorphis immer wieder tolle Melodien aus dem Ärmel wie in diesem Fall mit leicht folkigem Touch. Am besten gefällt mir der Track, wenn beim Refrain die Dynamik an ihrem höchsten Punkt angekommen ist.
Bei"Course of Fate" weiß gleich das Einleitungsriff zu begeistern. Aber auch der in diesem Fall sehr zielgerichtete Aufbau ist gelungen und der Höhepunkt ist zwar emotional gehalten, entpuppt sich aber als pure Dynamik.
Von der 2-Sekunden-Pause zwischen den Songs halten Amorphis nichts, so bekommt der Hörer praktisch nahtlos eine ordentliche Power-Keule serviert, denn der Schlusstrack "From Earth I Rose" beginnt unheimlich druckvoll mit harschen Vocals. Im weiteren Verlauf regieren wieder die progressiven Wechsel aus melancholischen Mid-Tempo-Parts mit Cleangesang und den kraftvollen Abschnitten mit Growls und deftiger Power.
Mit einem langen, atmosphärischen Instrumentalabschnitt fadet die Scheibe aus und fördert das Bedürfnis, den Repeat-Knopf zu drücken.
Fazit: Amorphis beweisen auf SKYFORGER wieder einmal, welche Vollprofis sie sind. Die genialen Melodien sind beim ersten Hören kaum alle zu erfassen, das Songwriting ist vielschichtig und sorgfältig durchdacht. Ein wenig mag man ihnen den Vorwurf machen, dass sie sich selbst kopieren, aber was zählt das letztendlich bei einem Album, dass auch nicht ansatzweise einen Ausfall hat. Auf Überraschungen darf man sich allerdings auch nicht gefasst machen. Amorphis machen einfach das, was sie heuer am besten können: melodischen, atmosphärischen und leicht progressiven Gothic Rock/Metal, der vor Energie nur so sprüht.
Die instrumentelle Leistung der Musiker steht außer Frage, der Gesang ist sehr ausdrucksstark und beinhaltet immer eine emotionale Note, und auch die Produktion ist sehr transparent. Das passt zum Sound und hebt außerdem die unterschiedlichen Intensitäten gut hervor.
Es gelingt den Finnen, den Hörer über eine dreiviertel Stunde lang unentwegt bei Laune zu halten. SKYFORGER wird die Anhänger der neuzeitlichen Amorphis sicherlich nicht enttäuschen. |
Anspieltipps:
| | Das ganze Werk spielt sich auf einem gleichmäßig hohen Level ab, so dass ich diesmal nur einen Anspieltipp habe: das gesamte Album. |
Titel-Liste:
| | - Sampo
- Silver Bride
- From the Heaven of my Heart
- Sky is mine
- Majestic Beast
- My Sun
- Highest Star
- Skyforger
- Course of Fate
- From Earth I Rose
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.amorphis.net  |
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