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Review: Anaal Nathrakh
 
DOMINE NON ES DIGNUS

Album:
 DOMINE NON ES DIGNUS, 2004, Season of Mist

Stil:
 Black Metal, Death Metal, Grindcore

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.W., 08.01.2009

Review:
 Endlich ist es soweit, ich halte die LP von den britischen Black Metallern, Grindcorern, Brutal Death Metallern - ja was denn nun eigentlich? - in den Händen. Man kann meiner Meinung nach nicht genau sagen, zu welchem Genre sie gehören. Ich würde die Musik von Anaal Nathrakh am ehesten als Brutal Death Metal mit Elementen des Black Metal und Grindcore bezeichnen.

Das Intro "I wish i could Vomit Blood on you... People" besteht aus einer Menge Krach und wie der Titel schon sagt Brechgeräuschen.
Gleich darauf folgt "The oblivion Gene" und sogleich hört man die für Anaal Nathrakh typischen Blastbeats und das Geknüppel kann losgehen! Druckvoll, aggressiv und brutal- so lässt sich dieser Song am Besten beschreiben. Dave Hunts (auch bei Benediction) Stimme wechselt zwischen Growls und Screams und unterstreicht noch einmal die ganze aggressive Stimmung. Während dem Genuss dieses Liedes bekommt man irgendwie das Bedürfnis, Gegenstände zu zerstören. Gegen Ende des Songs lässt Mick Kenney (auch bei Frost) sein Können als Gitarrist aufblitzen. Generell kann man ihn als Anaal Nathrakhs Mastermind bezeichnen, da er nahezu alle Instrumente selbst spielt.
Das Knüppelfeuerwerk geht mit "Do not speak" auch gleich in die nächste Runde. Da passt der Spruch zum Beginn: "If you want a picture of the future, imagine a boot stamping on a human face...forever." wirklich gut, denn genauso könnte es aussehen, wenn man versucht, dieses Lied visuell umzusetzen. Natürlich werden einem auch hier wieder die Blastbeats nur so um die Ohren gehauen, auch das Riff bleibt relativ schnell im Ohr hängen. Der Refrain geht mit einer tollen Melodie und klarem Gesang einher, was nur positiv ist, da hiermit für Abwechslung gesorgt ist (andauernde Blastbeats und Screams/Growls werden auf die Dauer auch etwas eintönig). Für mich ist dieser Song der absolute Favorit auf dieser Scheibe. Es stimmt einfach alles. Der Wechsel zwischen brutalem Geknüppel und Melodie ist wirklich sehr gut gelungen.
Weiter geht es mit "Procreation of the Wretched". Und - welch Überraschung! - Blast Beats beherrschen auch dieses Lied, diesmal jedoch um einiges schneller als zuvor. Spätestens hier dürfte jeder Fan schöner Melodien abschalten, der Grindcore bzw. Brutal Death Metal Fan würde jedoch wahrscheinlich Gefallen daran finden. Stellenweise sticht auch hier ein geniales Riffing hervor, genau das, was Anaal Nathrakh für mich ausmachen.
"To Err is Human, to dream - futile" beginnt ausnahmsweise nicht mit einem Blastbeat und die Drums verleihen dem Song zu Beginn eine leicht martiale Stimmung. Die Verfliegt jedoch gleich nach dem Auftauchen der ersten, ja wie sollte es anders sein, Blastbeats. Zwischendurch bekommt man das Gefühl, dieses Lied irgendwie schon einmal gehört zu haben. Es hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem zuvor gehörten "Procreation of the Wretched", dies gibt auch den ersten Minuspunkt dieser LP.
Knüppelhart folgt dann "Revaluation of all Values" Musiktechnisch eigentlich genauso wie die Vorgänger, nur dass nach dem ersten Drittel ein verdammt gutes Riff zum Einsatz kommt und diesem Lied eine leicht apokalyptische Stimmung verpasst.
"The Final Destruction of Dignity" kommt zu meiner Überraschung am Beginn recht leise und ruhig daher, wenn man diese Wortwahl bei Anaal Nathrakh überhaupt verwenden kann und geht aber sogleich wieder in die alles beherrschenden Blastbeats und brachiales Riffing über.
Bei "Swallow the World" fällt einem die Vorliebe der Briten für seltsame aber irgendwie doch auch coole Intros auf. Danach folgt wie gewohnt Geknüppel ohne Ende.
"This cannot be the End" wartet wieder mit einem cleanen Gesangspart auf, der wie schon bei "Do not speak" dringend benötigte Abwechslung und auch Erholung bietet und auch an Genialität, was die Melodie betrifft, diesem Song in nichts Nachstehen muss.
Den Abschluss dieser Scheibe bildet der Song "Rage, Rage against the Dying of the Light". Der Anfang beginnt etwas schleppend, was in diesem Fall aber nicht als negativ betrachtet werden darf. Aber auch hier folgen die Jungs bald wieder der Devise schnell, hart, brachial, aggressiv.

Fazit: Eine Scheibe voller Blastbeats und Geknüppel, die an Aggressivität und Härte schwer zu überbieten ist, sich jedoch durch die cleanen Parts und teilweise tollen Melodien vor dem Absturz in den langweiligen Einheitsbrei retten kann. Mir persönlich gefällt die LP nicht ganz so gut wie ESCHATON, bleibt aber dennoch eine meiner Favoriten in diesem Genre.

Titel-Liste:
 
  1. I wish i could Vomit Blood on you... People
  2. The oblivion Gene
  3. Do not speak
  4. Procreation of the Wretched
  5. To Err is Human, to dream - futile
  6. Revaluation of all Values
  7. The Final Destruction of Dignity
  8. Swallow the World
  9. This cannot be the End
  10. Rage, Rage against the Dying of the Light

Laufzeit:
 41:00 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/anaalnathrakh 

  • Probehören und Kaufen:
    Anaal Nathrakh: Domine Non Es Dignus

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