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Review: Angeline |
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Album:
| | CONFESSIONS, 2010, Avenue of Allies |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 18.07.2010 |
Review:
| | Erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht und schon sind wie im Fall der Schweden von Angeline mehr als 20 Jahre Bandaktivität abgespult. 1987 noch im Teeniealter gegründet gab sich die Band schon damals sehr aktiv und war auf jeder Menge von Musik-Wettbewerben anzutreffen. Auch wenn vieles rund lief, so gab es immer Probleme mit dem Posten des Sängers. Jörgen "Sigge" Sigvardsson litt tragischerweise unter einem Herzfehler und verstarb bei einer Operation 1995. Bis dahin brachte es die Band nur auf Veröffentlichungen von Singles oder Mini-Alben. Ein richtiges Debüt blieb ihnen auch nach Jörgens Tod mit neuem Sänger verwehrt. Anschließend übernahm Gitarrist Jocke Nilsson die Vocals bevor man sich endgültig entschloss, lieber als Cover-Band etwas Geld zu verdienen. Dies funktionierte auch bis 2001 und man sich trennte, um eigene Wege zu gehen. Zu Gedenken des verstorbenen Sängers fanden sich die Musiker jedoch 2007 noch einmal zusammen, um auch gleichzeitig ihr 20-Jähriges Jubiläum zu feiern. Und siehe da, die Fans waren begeistert und inspirierten das Quartett wieder an neuen Songs zu schreiben.
Das Ergebnis hört auf den Namen CONFESSIONS und ist somit nach 23 Jahren das amtliche Debüt-Album der Skandinavier.
Gitarrenlastig und mit dominanten Riffs gräbt sich der Opener "Pray!" angenehm in die Gehörgänge ein und lädt sofort zum Mitnicken ein. Abgesehen von den richtigen Balladen bleibt es bei den meisten rockigen Songs auch dabei, Mitnicken statt Abrocken. Das ist auch das Motto bei den etwas flotteren Rockern "Blackout" und "Someday Someshow" oder dem dezent stampfenden "Rock of Ages". Mit deutlichem Groove rockt sich "Part of Evolution" locker beschwingt durch die Boxen und bietet einmal mehr einen etwas zu süßen Refrain als Ohrenschmeichler.
Balladesk gebremst und nicht weniger solide können auch die langsameren Taktraten, wie bei "Another Night (Without you)" und "Love & Affection" punkten, unterstreichen sie doch einerseits die spielerische Routine des Quartetts und andererseits auch die gesunde Bandbreite...
...und Stiloffenheit, berücksichtigt man die modernen Funky-Elemente bei "Fuel to your Fire". Dies zeigt, dass sich Angeline auch der Moderne nicht unbedingt verschließen möchten, wenn es der eigenen Stilfindung dienlich ist.
"Running on Empty" ist der titelmäßig passende Abschluss und zeigt die Band noch einmal von ihrer Hard Rock-Seite mit stampfenden Rhythmen. Da hoffe ich nur, dass dies nicht das vorweg genommene Motto für die Zukunft sein soll.
Fazit: Manche Dinge brauchen einfach ihre Zeit, um gut zu werden. Auch wenn man auf dem Debüt-Album CONFESSIONS der Schweden Angeline vergeblich die großen Überflieger suchen wird, so bekommt man jede Menge handwerklich solide Kost. Beackert wird dabei das breite Feld von geradlinigem Hard Rock bis hin zu griffigen gefällligen Melodic Rockern. Alles in allem leicht verdauliche Musik, die mehr zum Träumen und Entspannen, als zum wilden Abrocken einlädt. Was mir aber einfach fehlt, ist ein richtiger Sänger, der mit gelernter Routine den Songs mehr Akzente verpassen könnte, als es die für seine Verhältnisse durchaus überzeugende "Notlösung" mit Gitarrist Jocke Nilsson leisten kann. |
Tipp:
| | Wer als Harem Scarem_Fan seinen Idolen nachtrauert oder auch Def Leppard gerne mal auflegt, der bekommt mit CONFESSIONS interessantes Futter. |
Titel-Liste:
| | - Pray!
- Another Night (Without you)
- Fuel to your Fire
- Confessions
- Blackout
- Good is getting better
- Love & Affection
- Rock of Ages
- Part of Evolution
- Miracles
- Someday Someshow
- Running on Empty
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.angelinetheband.se  |
Probehören und Kaufen:
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