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Review: Angmar
 
ZURÜCK IN DIE UNTERWELT

Album:
 ZURÜCK IN DIE UNTERWELT, 2009, Ketzer

Stil:
 Black Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 R.J., 13.01.2010

Review:
 Auf den ersten Blick meint man eine deutsche Band wäre jetzt am Start, bei dem Titel. Doch weit gefehlt, aus unserem Nachbarland Frankreich kommen Angmar. Angmar, wer kennt es nicht, das Reich im Norden von Mittelerde. Der Anführer der Nazgûl war früher der Hexenkönig dieses Reiches. Alles klar?
Nun denn, die Franzosen kommen aus der Normandie und beackern das Feld des Black Metal. Nach einer Demo-CD 2004 folgte 2006 ihre erste Veröffentlichung mit METAMORPHOSIS. 2008 folgte noch ein Split mit Alcest. Angmar besteht aus drei Musikern, die sich allesamt die Vocals teilen. Bandboss Heimreich bestellt sämtliche Gitarren, während Welkin den Bass und Fog die Fellschüsseln bearbeitet.
Der Titelsong "Zurück in die Unterwelt"beginnt und endet mit ruhigen Akustikgitarren. In den verbleibenden elf Minuten nimmt der Song erst Fahrt auf um auf dem Gipfel vehemente Drums und aggressives keifendes Gezeter dargereicht wird, ehe langsam wieder die Bremse angezogen wird. Man wähnt sich direkt an den Toren dieser Unterwelt. Lediglich das ausfaden und wieder einsetzen zum Ende des Tracks hätte anders gelöst werden können.
"Stabat Mater" was so viel heißt, wie Die Mutter, sie stand und beschreibt, das Leiden der Maria vor dem Kreuz ihres Sohnes. Halleluja, das Stück befördert Dich in einen Strudel und kotzt Dich irgendwann wieder aus.
Mit "Perdition" folgte der längste Track des Albums. In einer über 20minütigen Reise nimmt man sämtliche Höhen und Tiefen übermittelt, den schwarzes Metal einem bieten kann. Aufgebaut auf eine betrübliche Grundstimmung hebt der Song immer wieder an um hernach wieder abzuebben. Mit welchen Empfindungen hier die Spannung aufgebaut wird, ist schon beeindruckend. Mit sensiblen Melodien wird hier richtig Atmosphäre geschaffen, bevor gegen Mitte des Songs der erste Geschwindigkeitsrausch aufflammt. Dieses auf und ab, die Tempovariationen und der einsetzende Chorus verleihen dem Song einzigartigen Charakter, ehe schließlich eine weitere Tempowelle dem Song ein dramatisches Ende, nämlich den Untergang verleiht.
Puh, ganz schon mächtiges Stück, was da hinter einem liegt. Das folgende " Unborn of the ancient " lässt den Hörer nur schwerlich durchatmen. Zwar befinden wir uns im Up-Tempo Bereich, doch die biestige Schwere des Tracks schnürt einem regelrecht die Luft ab.
Mit " 13ème Rêve" und " Asthénie" wird weiter behaarlich durchs Unterholz geastet, weiterhin in schauerlich beängstigendem Ambiente.
" Lachrimae Mundi" knüppelt noch mal einem, wiederum mit Chorus versehenen, furiosen Höhepunkt entgegen.

Fazit: Wobei knüppeln eigentlich der verkehrte Ausdruck ist, denn wenn die Drei eines schaffen, dann ist es eine bedrohliche Atmosphäre. Bei allem Gebolze wird auf dem gesamten Album mit viel Melodie, Intensität und Einfühlungsvermögen gearbeitet. Die Franzosen schaffen es immer wieder irre und massive Spannungen aufzubauen.

Anspieltipps:
 "Perdition" langer, aber beeindruckender Song mit Ambiente, Melodie und Charakter.

Tipp:
 Wer ein Ohr für Melodie im schwarzmetallenem Gewand hat, der sollte sich dieses Schmankerl nicht entgehen lassen.

Titel-Liste:
 
  1. Zurück in die Unterwelt
  2. Stabat Mater
  3. Perdition
  4. Unborn of the ancient times
  5. 13ème Rêve
  6. Asthénie
  7. Lachrimae Mundi

Laufzeit:
 68:16 Min.

Band-Infos:
 
  • www.angmar-fr.com 


  • Probehören und Kaufen:
    Angmar: Zurück in die Unterwelt

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