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Review: Annihilator |
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Album:
| | ANNIHILATOR, 2010, Earache |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.P., 26.09.2011 |
Review:
| | Eines muss man Jeff Waters lassen, er bleibt sich treu. Wenn man die durch die Jahre stetig verbessernde Audioqualität der Alben außer acht lässt, bekommt man die gleiche Marke Metal wie schon in den alten Tagen serviert. Auch am Line-Up seiner Gruppe Annihilator hat sich traditionsgemäß zu jedem neuen Album was getan. Mit von der Partie neben dem großen Boss selber - Ryan Ahoff an den Drums und Dave Padden, der immerhin schon seit dem 2004 erschienenen ALL FOR YOU mit dabei ist. Wer weiß, vielleicht hätte sogar Mike Mangini beim aktuellen Werk noch in die Trommeln gehauen. Doch dieser hat kürzlich den Schlagzeugmeister Mike Portnoy bei Dream Theater ersetzt.
Willkommen heißen Annihilator den Hörer anno 2010 mit "The Trend", einem klassischen Thrash Metal Song, der nach einem längeren Intro-Part dann in der ersten Hälfte durch Soli dominiert wird. Die Marschrute ist klar und es geht mächtig nach vorn. Sobald der Gesang einsetzt gewinnt der Song an Substanz und endet im Gitarrenthema des Anfangs. Das der Song mal eben über sieben Minuten dauerte, fiel wegen der vielen unterschiedlichen Parts gar nicht auf.
Doch dann geht der nächste Song "Coward"mit einem Hammer Speed-Riff sofort durch die Wand! Up-Tempo Drums, treibender Gesang im Vers und eine gelungene Hookline im Chorus. Dazu gibt es erneut ein paar Highspeed-Soli, die im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen stets melodiöse Linien verfolgen. Ein klasse Song.
"Ambush" setzt dort ein, wo der vorherige Song gerade aufgehört hat. Das Gaspedal auf dem Boden, bedient sich dieser Titel ähnlicher Zutaten. Haften bleiben tut er jedoch nicht.
Ähnlich sieht das mit "Betrayed" leider auch aus. Eine typische Annihilator Nummer, die zum Ende hin noch ein nettes, zweistimmiges Solo parat hat.
Ein wenig Abwechslung verspricht daraufhin "25 Seconds". Doch nach kurzem Swing-Intermezzo gibt Sänger Padden ordentlich Stoff und lässt die Sau raus. Das Tapping im hinteren Teil des Songs ist mal wieder ganz großes Kino.
Mit "Nowhere to Go" bedient sich die Band zum Glück wieder eines melodischen Refrains, welcher in diesem Stadium des Albums nötig war um nicht im Thrash-Einerlei unterzugehen.
"The other Side" besticht erneut durch die Soli-Künste Waters, ist ansonsten aber gewohnte Kost. Aufhören kann der tapfere CD-Käufer dann wieder bei "Death in your Eyes", dass neben einigen netten Gesangsparts ein schönes Solo-Thema aufweist.
2 Titel to go und die Frage: Werden wir nochmal überrascht werden? Jedenfalls nicht mit "Payback".
Anders sieht es dann doch mit dem letzten Song "Romeo Delight" aus, einem Van Halen Cover! Und ja, diesen Titel „annihilated“ zu hören macht Spaß. Besonders Padden steht es gut zu Stimme und so stellt dies ein erfrischendes Ende des selbst betitelten Albums der Band dar.
Sound gibts auch! Metal der 80er im heutigen Soundstandard. Man kann sich freuen, dass das Master diesmal nicht übersteuert. Mit einer etwas moderneren Produktion und ein paar Neuerungen im Songwriting könnte Waters seine Kapelle eventuell auch einem jüngeren Publikum interessant machen. Doch möchte er das bzw. wollen traditionsbewusste Annihilator Fans das dann hören???
Fazit: Ein weiteres Annihilator-Album aus der Musik-Schmiede Jeff Waters und Anhang. Bis auf Titel zwei gibt es keine großen Höhepunkte zu vermelden, jedoch auch keine Tiefpunkte. Also, insgesamt ein grundsolides Werk mit Prädikat zum mehrmals Hören. |
Anspieltipps:
| | "Coward", "Nowhere to Go" und "Death in your Eyes". |
Titel-Liste:
| | - The Trend
- Coward
- Ambush
- Betrayed
- 25 Seconds
- Nowhere to Go
- The Other Side
- Death in Your Eyes
- Payback
- Romeo Delight (Van Halen Cover)
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Laufzeit:
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