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Review: Antares Predator
 
TWILIGHT OF THE APOCALYPSE

Album:
 TWILIGHT OF THE APOCALYPSE, 2010, Battlegod

Stil:
 Thrash Metal, Black Metal, Death Metal

Wertung:
 3 von 7
3 von 7 Punkten
 V.R., 25.01.2012

Review:
 Oft genügt ein Blick aufs Cover und man kann sich in etwa vorstellen, welche musikalische Stilrichtung ein bisher unbekanntes Album in etwa zu bieten hat. Wer sich dann das Artwork des Antares Predator-Silberlings TWILIGHT OF THE APOCALYPSE ansieht, der wird höchstwahrscheinlich nur eines denken: Klarer Fall, Thrash Metal. Ganz so einfach sieht die Sache bei der Scheibe dann aber doch nicht aus. Eruieren wir erst mal die Hintergründe, wer steckt überhaupt hinter Antares Predator? In erster Linie alte Bekannte, denn in der aus dem norwegischen Trondheim stammenden Truppe versammeln sich beispielsweise Sänger Steffan Schulze, bekannt durch seine Tätigkeiten bei Scariot und Harm, Belphegors Drummer Jan Benkvitz sowie auch der früher bei Keep of Kalessin aktive Gitarrist Warach. Wer nun meint, dass durch genannte Bands ja die verschiedensten Stilrichtungen des extremen Metals abgedeckt werden, der hat ganz recht und so klingt das Debüt-Album TWILIGHT OF THE APOCALYPSE dann auch. Antares Predator vermengen Thrash Metal, Black Metal und Death Metal-Einflüsse zu einer deftigen Mischung der extremen Sorte. Der Schwerpunkt wurde dabei zwar leicht in Richtung Thrash Metal gesetzt, doch stehen die Black Metal-Elemente fast gleichberechtigt daneben, während man Death Metal-Anklänge nur hier und da vernehmen kann. Jetzt bleibt nur noch die Frage offen, ob die Mischung auch qualitativ überzeugen kann.

Das Start ins Album fällt mit dem hektischen Opener "Downfall" eher ernüchternd aus. Antares Predator vermischen die genannten Musikstile hier zwar sehr konsequent, doch am Ende kommt dabei kein interessanter Song heraus, sondern lediglich ein uninspirierter Stil-Mischmasch.
Ein wenig schlüssiger fällt das zu Beginn ziemlich Black Metal-lastige "BBQ Epilogue" aus. Leider ist aber auch dieser Song insgesamt als nicht einmal durchschnittlich zu bezeichnen, da es der Band einfach nicht gelingt, einen spannenden Songaufbau oder hochklassige Melodien in ihren grundsätzlich nicht unspannenden Sound zu integrieren.
"Wastelands" ist sehr deutlich im Thrash Metal-Bereich verwurzelt, enthält aber auch leichte Death Metal-Bezüge. Letzten Endes hat auch dieser Titel das gleiche Problem wie die ersten beiden Nummern. Ein paar nette Ideen machen leider noch keinen guten Song, diesen musikalischen Grundsatz untermauern Antares Predator hier nur allzu deutlich.
Das stellenweise leicht düstere "As Dragons roam the Sky" vermag mit seinen atmosphärischen Keyboardmelodien und den deftigen Rhythmen dagegen durchaus das Interesse des Hörers zu gewinnen. Zum ersten Mal auf dem Album geht das musikalische Konzept hier auf, da sich die interessanten Ideen auch einer schlüssigen Grundidee fügen und somit mehr als nur simples Stückwerk darstellen.
Beim langsamen, an Bands wie Dimmu Borgir erinnernden, symphonisch anmutenden "Sacrament" lässt die Band dann schon wieder spürbar nach, da der Titel von vorne bis hinten ohne einen einzigen Höhepunkt auskommt und nur müde dahin plätschert.
"Mark 13" ist dann zwar wesentlich härter und auch schneller, aber nur leidlich besser als der letzte Titel. Hier verlegen Antares Predator den Schwerpunkt ganz eindeutig in den Black Metal-Bereich, ohne dabei gegen andere Bands dieses Genres auch nur ansatzweise anstinken zu können.
Immerhin folgt dann mit dem atmosphärischen, wieder stärker in Richtung Thrash Metal tendierenden "Orion" noch einmal ein Lichtblick. Hier schaffen Antares Predator es wieder, schlüssige Melodien mit einem Interesse weckenden Spannungsaufbau zu verknüpfen. Nur schade, dass diese Fähigkeiten auf dem Album nicht häufiger zum Einsatz kommen.
Anschließend bekommt der Hörer leider nur noch Unterdurchschnittliches geboten. Weder der langweilige Thrasher "Through the Deep", noch der symphonische, mit über sieben Minuten viel zu langatmig daherkommende Titelsong "Twilight of the Apocalpyse" können noch großartig für Begeisterung sorgen. Das Outro "Death" klingt dann zum Abschluss zwar immerhin recht atmosphärisch, bietet aber letzten Endes nicht viel mehr als die immer gleichen Gitarrenakkorde in einer rhythmusunterlegten Endlosschleife.

Fazit: Nee, das war leider nichts. Das Konzept, Thrash- Black- und Death Metal-Elemente zu einem großen Ganzen zu verknüpfen mag zwar in der Theorie überaus interessant klingen, doch in der Realität folgt hier ein langweiliger Song auf den anderen. Zwischen den vielen uninspirierten Langweilern, die nur ganz gelegentlich auch mal durch interessante Ideen auffallen, verbergen sich dann aber doch noch zwei mindestens gutklassige Songs, welche für sich allein stehend aber auch nicht dafür sorgen können, dass aus TWILIGHT OF THE APOCALYPSE ein gutes Album wird, da der negative Eindruck durch die anderen Songs zu deutlich überwiegt. Zu ermüdend klingen die meisten Passagen, zu uninspiriert muten die Melodien an, zu unschlüssig wird das musikalische Konzept umgesetzt. Zumindest der Totalausfall wird durch die beiden stärkeren Songs aber verhindert. Bei den anderen Titeln werden die wenigen guten Ideen dagegen nur selten sinnvoll verarbeitet, so dass sie innerhalb des musikalischen Einerleis wie Stückwerk daherkommen. Das ist sehr schade, denn hier und da können Antares Predator ja beweisen, dass grundsätzlich Potential vorhanden ist, nur scheitern sie viel zu oft bei der musikalischen Umsetzung. Aus diesem Grund kann TWILIGHT OF THE APOCALPYSE leider Niemandem so richtig empfohlen werden, denn sowohl Thrash Metal-Fans als auch Black Metal-Liebhaber und Death Metal-Hörer werden in ihren jeweiligen Genres weitaus besseres Material finden als diesen uninspirierten Stil-Mischmasch.

Anspieltipps:
 "As Dragons roam the Sky", "Orion", "Death".

Tipp:
 Antares Predator wollen hier zu viele musikalische Lager bedienen und scheitern bei der Umsetzung, da sie ihre Ideen nicht schlüssig umsetzen können. Keep of Kalessin-Fans können mal rein hören, werden bei ihrer Stammband aber sicherlich besser bedient.

Titel-Liste:
 
  1. Downfall
  2. BBQ Epilogue
  3. Wastelands
  4. As Dragons roam the Sky
  5. Sacrament
  6. Mark 13
  7. Orion
  8. Through the Deep
  9. Twilight of the Apocalypse
  10. Death

Laufzeit:
 45:40 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/antarespredator 

  • Probehören und Kaufen:
    Antares Predator: TWILIGHT OF THE APOCALYPSE

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