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Review: Aorta |
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Album:
| | STILLE OMEN, 2009, Eigenvertrieb |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | M.U., 25.02.2009 |
Review:
| | Den Jungs von Eisregen aus Thüringen stehen Aorta aus Schwerin in keinerlei Hinsicht nach. So etwas von Dark geht schon fast nicht mehr. Musikalisch bewegen sie sich auf dem gleichen Niveau auch wenn die Texte nicht ganz so morbide sind. Aorta ist eine vierköpfige Band aus Schwerin, die seit längerer Zeit zusammenspielen und immer wieder mit diversen Auftritte das Publikum zum Rasen gebracht haben. Dazu zählen beispielsweise Auftritte im M.A.U. Rostock, K17 Berlin oder beim Headbangers Weekend Open Air. Die Leistungsfähigkeit ostdeutscher Bands auf diesem Sektor ist ungebrochen. Im November 2008 gehen Aorta ins Studio und produzieren ihr zweites Album STILLE OMEN nach ihren Debüt-Album SCHWARZE NARBEN (2005) und zwei davor erschienen Demos.
Der Anfang ist ein Schock. Total unverhofft knall einem "Kopfschuss" in die Gehörgänge. Vollkommen unerwartet und ziemlich laut. Und gleich geht es heftig zur Sache. Tiefer, grölender Gesang empfängt das Hörorgan. Der Sound ist ebenso tief und tendiert zu depressiven Elementen. Dennoch ist der Grove überwältigend und man möchte sogleich Mit-Headbangen. So wünsche ich mir, dass eine CD ihren Anfang nimmt.
Weiter geht es mit "Scizophren". Der Anfang erinnert einen stark an die alten Zeiten von Rammstein. Tiefer, gewaltbereiter Sound und eine ebenso tiefgelagerte Stimme sind markante Wahrzeichen dieses Songs. Dies wir durch die schrubbenden Gitarrenklänge nahezu perfekt untermalt. Zur Mitte hin nimmt der Song ein bisschen melancholischere Töne an, bleibt aber dennoch gnadenlos hart.
Ein weiterer Knaller ist "Endorphin". Mit knallharten Gitarrenklängen empfängt einen diese Song. Stimmlich und musikalisch bewegt man sich auf den Pfaden des Vorgängers. Auch dieser Song hat das Zeug, einen nicht mehr aus dem Kopf zu gehen. Anklänge an Eisregen und Rammstein sind leicht erkennbar.
"Prolog" und "Massaker" beginnen gleich. Dabei hat man den Eindruck, dass "Prolog" lediglich die erste Minute von "Massaker" darstellt. Der Anfang klingt ziemlich langweilig, da es mehr oder weniger nur aus akustischem Gitarrengeklimper besteht. Doch der Schein trügt. Nach einer knappen Minute explodiert der Song fast. Tiefer Stimme, düstere Klänge, ein Szenario, welches Eisregen schon fast die Show stiehlt. Zur Mitte hin nimmt der Song Fahrt auf und tendiert in Richtung Death und Speed Metal. Das hätte man an Anfang gar nicht geglaubt!
Unter einem "Candlelight Dinner" stellt man sich bestimmt etwas anderes vor, als knallharte Gitarren, die schon leicht ins punkige abschweifen. Punk gepaart mit Death Metal Gesang. Eine interessante Kombination. Allerdings dauert das Vergnügen leider nicht einmal eine Minute.
Mit den nächsten Song "Infarkt" ist man wirkliche dem Infarkt sehr nahe. Eine sehr düstere und depressive Stimmung schlägt einem entgegen. Schnell gespielte Gitarren und ein unüberhörbares Schlagzeug sind Markenzeichen dieses Songs. Darf es noch ein bisschen härter sein? Na, klar!
"Blutknecht" und "Leichenholz" übertreffen allerdings seinen Vorgänger "Infarkt" um Längen. Wenn schon "Infarkt" einem zum Wahnsinn treibt, dann legen "Blutknecht" und "Leichenholz" noch eins drauf, wobei "Leichenholz" teilweise ein bisschen ruhiger daher kommt und einem die Möglichkeit bietet, kurz durchzuatmen. Titelmäßig werden wieder Assoziationen zu Eisregen erkennbar.
Mit "Axt" endet auch schon wieder das Album. Düsterer und tiefer Gesang, bei dem es einen eiskalt den Rücken herunterläuft. Ein perfekter Abschluss eines wirklich gut gelungenen Albums, welches mit knapp 34 Minuten nicht besonders langes Vergnügen bietet.
Fazit: Vom Typ her gleichen sie sehr der thüringischen Band Eisregen und diversen Anklängen an die Berliner Band Rammstein. Doch der Gesang ist noch wesentlich tiefer, noch wesentlich darker, eher Richtung Death Metal. Ihre Texte sind nicht so morbide, auch wenn man an manchen Stellen den Eindruck gewinnen könnte. Schon alleine wegen der Titel. Doch Eisregen ist eine Welt für sich... Musikalisch bewegt man sich auf den sicheren Pfaden des Death Core und Dark Metals, dennoch weiß dieses Album mit seinen Songs den geneigten Zuhörer zu überzeugen. Besonders gut gelungen sind die Mischungen aus darkmetall-lastigen Balladen und extremen Death Core. So wird dieses Album nie langweilig, da sich immer wieder ein Stilwechsel vollzieht. Ein Muss für jeden Dark und Death Metaller. |
Anspieltipps:
| | Besonders hörenswert sind "Kopfschuss", "Scizophren", "Endorphin", "Massaker", "Blutknecht" und "Leichenholz". |
Titel-Liste:
| | - Kopfschuss
- Scizophren
- Endorphin
- Prolog
- Massaker
- Candlelight Dinner
- Infarkt
- Blutknecht
- Leichenholz
- Axt
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.aorta-online.de  |
Empfehlen:
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