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Review: Arch Enemy |
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Album:
| | RISE OF THE TYRANT, 2007, Century Media |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | S.O., 18.12.2007 |
Review:
| | Nachdem Christopher Amott nach dem Album DOOMSDAY MACHINE 2005 ausstieg um sein Studium fortzusetzen und es als Solomusiker versuchen wollte, kam er im März 2007 wieder zurück in die Band und konnte somit noch pünktlich die Gitarrenparts für RISE OF THE TYRANT mit einspielen.
Das Album beginnt mit "Blood on your Hands", welches mit Sirenen eingeläutet wird, worauf ein greller Schrei von Frau Gossow folgt. Die einsetzenden Gitarren sind verdammt schnell und schneidend, um dann in einen sehr melodiösen Refrain zu wechseln, der durchaus prägnant ist. Angelas Stimme wirkt sogar noch ein ganzes Stück aggressiver als auf den vorherigen Scheiben. Das Solo wird von einem geilen Lick seitens Michael Amott eingeleitet und dessen Bruder Christopher setzt dann mit dem richtigen Solo ein, welches er dann wiederum abwechselnd mit Michael spielt. Genial! Daniel macht an der Schießbude auch einen verdammt guten Job und der Double-Bass wirkt einfach nur zerstörend. Auch Sharlee D'Angelo macht an dem Bass gute Arbeit und verleiht dem Song den nötigen Druck. Zudem knüpft "Blood on your Hands" an dem Vorgänger an (…the Wages of Sin..), jedoch ohne dass die Band sich komplett selbst kopiert.
"The Last Enemy" ist das nächste Stück und kommt eine ganze Ecke brutaler daher. Hier wurden die Geschwindigkeit und die Härte noch mal hochgefahren und auch die DB wird bis zur Hookline permanent malträtiert. Dort unterstreicht die Band wieder ihre melodische Ader. Ab der Mitte des Songs gibt es einen verdammt geilen Taktwechsel, der schon mehr an Thrash-Metal erinnert, um dann in ein Harmonie-Solo von beiden Amott Brüdern gleichzeitg überzugehen, welches dann durch ein weiteres Solo von Christopher Amott abgelöst wird. Sehr starker Song und einer der Nackenbrecher von RISE OF THE TYRANTS.
Weiter geht es mit "I Will Live Again", welches mit Synthesizern startet und dessen Melodie dann von den Gitarren weitergetragen wird. Sehr melodisch und auch stark. Angelas Gesang leitet dann den Main-Riff ein und führt auch gekonnt zur Hookline und dem Chorus. Was positiv zu bemerken ist, dass Sie ihre Stimme der Melodie gekonnt anpasst und eine gewisse Melodie mit einbringt. Das Solo teilen sich die Amott Brüder mal wieder und wirkt daher einmal mehr richtig fett. Der Song gehört generell eher zu den "entspannenden" Stellen, sofern man das bei Arch Enemy sagen kann.
"In This Shallow Grave" beginnt wieder um einiges brachialer und lädt wieder zum gnadenlosen Haareschütteln ein. Die eingespeisten Licks von den Amott-Brüdern während des Chorus kommen verdammt geil und die Double-Base ist auch wieder mehrmals im Einsatz. Doch ist "In This Shallow Grave" insgesamt nicht ganz so heftig wie "The Last Enemy", besticht aber mit sehr vielen und genialen Taktwechseln und mehrere Soli, die einfach nur Spaß machen beim Hören.
"Revolution Begins" bildete die erste Single- und Videoauskopplung. Dies war auch keine schlechte Wahl da der Song wirklich Ohrwurm-Potential besitzt und der Refrain sehr eingängig ist. Auch die Strophen werden eher in einem langsameren Tempo gehalten und laden die Zuhörer zum Mitsingen ein. Dennoch ist auch hier die Gitarrenarbeit sehr geil und so wirkt der Song nicht plump sondern einfach nur stark.
Der Title-Track wird mit einem Sprachsample eingeleitet und beginnt dann sehr heftig mit schnellen Gitarren und einer alles niederwälzenden Double-Bass. Der Refrain hingegen ist gewohnt melodisch gehalten. Der Bassist sorgt für die nötige Druckwelle und Angela Gossow brüllt sich besonders beim Refrain die Seele aus dem Leib. In der Mitte wechseln sich die Amott Brüder wieder gegenseitig beim Solo-Spiel ab und es werden in den Bridges immer wieder geniale Licks eingespeist, so dass "Rise of the Tyrant" sehr abwechslungsreich bleibt.
"The Day you died" kommt als Midtempo-Nummer daher und setzt noch verstärkter auf Melodie. Wobei Daniel mal wieder ordentlich knüppelt und somit dem Song die nötige Härte gibt.
Als nächstes folgt mit "Intermezzo Liberté" ein Instrumental-Stück bei dem sich Michael Amott an der Lead Guitar etwas austoben darf.
"Night falls first" leitet die letzten drei Songs des Albums ein und ist wieder schön brachial bis zum Chorus hin, der wieder hauptsächlich durch die Melodie getragen wird. Die Strophe hingegen lädt zum Synchron-Headbangen ein und dürfte Live sehr gut funktionieren. Bei diesem Song gibt es auch wieder einen klassen Taktwechsel, bei der die Double-Base wieder verdammt geil kommt. Doch auch die Gitarrenarbeit der Amotts macht wieder ein Goldstück aus diesem Song.
Weiter geht es mit dem ersten meiner zwei absoluten Lieblingssongs des Albums: "The Great Darkness" beginnt ebenfalls mit einem Sprachsample und auch hier geht es heftig zur Sache. Die Double-Base wird fast durchgehend bedient und die Gitarren bleiben auch die meiste Zeit sehr straight und heftig. Der Refrain wird vom Sprachsample und Angelas Stimme getragen, was eine gute Abwechslung bietet. Die beste Stelle folgt aber wieder mal ab der Mitte, wo es einen abrupten Break gibt und der Riff an den Bay-Area Thrash der 80er erinnert. Die Soli sind auch mal wieder ganz stark und Chris Amott lässt seine Gitarre mal so richtig heulen.
"Vultures" bildet das Schlusslicht von RISE OF THE TYRANT und ist mein zweiter Gott-Track auf dieser Scheibe. Er beginnt mit einem Lick-Intro von den Amott-Brüdern. Daraufhin geht es schnell und kompromisslos weiter, unterstrichen mit einem weiteren Lick von Chris Amott. Die Strophe wird wieder gewohnt souverän von Frontfrau Angela getragen. Was an diesem Song bemerkenswert ist, dass sich hier die Amott-Brüder die Solos Strophe für Strophe teilen. Der Refrain lädt wieder zum lauten Mitgröhlen ein und in der Mitte des Songs wird wieder ein geiler Riff angedeutet, welcher von einem melodischen Solo unterbrochen und dann fortgesetzt wird, untermalt von Gossow's Gesang und einem weiteren Solo und erst mit dem nächsten Solo aufhört, bis es wieder in den Refrain übergeht. Am Ende gibt es noch einen kleinen Lick und das Outro mit dem Klavier.
Fazit: Das Album ist in meinen Ohren ein voller Erfolg und bietet eine gekonnte Abwechslung zwischen brutaler, kompromissloser und nackenbrechender Härte und genialen Melodien. Michael und Christopher Amott bilden in meinen Augen die Speerspitze der Lead Guitar - Paare. Was die hier an Riffs und Soli abliefern ist schon nicht mehr menschlich sondern nahezu göttlich. Angela Gossow's Stimme wirkt noch brutaler als auf den letzten Scheiben und manche Behauptungen dass hier mehr Weiblichkeit in ihrem Gebrüll liegen würde, kann ich nicht wirklich unterstreichen. Doch auch Drummer Daniel und Bassist Sharlee machen ihre Arbeit mehr als gut und tragen zum Erfolg dieses Albums bei. RISE OF THE TYRANT ist eines meiner persönlichen Top-Alben aus diesem Jahr und hat auch das Potential ein All-Time Favorit zu werden. Daher kann ich diesem Werk auch die volle Punktzahl zusprechen und bereue diese Entscheidung in keiner Sekunde. Reinhören, bangen, genießen und das mindestens dreimal am Tag ist meine Empfehlung! |
Tipp:
| | Wem Arch Enemy gefällt, der dürfte auch das hören: Obituary, Death, Amon Amarth; |
Titel-Liste:
| | - Blood on your Hands
- The Last Enemy
- I Will Live Again
- In This Shallow Grave
- Revolution Begins
- Rise of the Tyrant
- The Day you died
- Intermezzo Liberté
- Night falls first
- The Great Darkness
- Vultures
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Laufzeit:
Empfehlen:
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