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Review: Arch Enemy
 
THE ROOT OF ALL EVIL

Album:
 THE ROOT OF ALL EVIL, 2009, Century Media

Stil:
 Death Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 R.J., 02.01.2010

Review:
 Zurück zu den Wurzeln des Übels haben sich Arch Enemy gedacht und einige wichtige Songs aus der Schaffenszeit 1996 - 1999 neu eingespielt. Aus den Alben BLACK EARTH, STIGMATA und BURNING BRIDGES zog man die Quintessenz und wuchtete die12 Songs auf Polycarbonat.
In dieser ersten Phase der Band brüllte noch Johan Liiva ins Mikro und Peter Wildoer malträtierte auf STIGMATA die Felle. Die jetzige Formation besteht erst wieder seit 2007. Zwischendurch nahm sich Christopher Amott eine Auszeit noch wesentlicher ist jedoch der Wechsel am Mikro, der sich 2001 vollzogen hat. Nachdem Johan Liiva die Band verließ, schnappte sich Angela Gossow den offenen Job und erledigt diesen seitdem in bewundernswerterweise. Den Erfolg dieser Band danach zu beschreiben, wäre Sand in die Wüste zu tragen.
Für Cover-Songs gibt es in der Szene ebenso teilweise Verachtung, wie alte Songs neu aufzupimpen. Manchmal steht der Kommerzgedanke dabei sicher stark im Vordergrund, manchmal erscheint es aber auch sinnvoll.
Wenn, wie bei Arch Enemy, elementare Änderungen im Line-Up vorgenommen wurden, dann greift sicherlich eher der zweite Aspekt. Sinn und Zweck dabei ist es auch ältere Stücke in das Live-Set zu integrieren.

Von der 1996 erschienenen BLACK EARTH werden "Bury me an Angel", "Dark Insanity", "Demoniality" und "Transmigration Macabre" entnommen.

Von der 1998er STIGMATA nimmt man "Beast of man", "Bridge of Destiny" und "Diva Satanica".

Und schließlich von der 99er Scheibe BURNING BRIDGES "The Immortal", "Dead Inside", "Pilgrim", "Silverwing" und "Demonic Science".

Wie kommen diese Songs im neuen Gewand rüber?
Nun, sie klingen proper, poliert und sozusagen staubfrei. Die Produktion klingt druckvoller, natürlich moderner, eigentlich nahezu perfekt. Anno 2009 gibt es wahrlich einen Überfluss an Soundfülle und Mächtigkeit. Wenn die Amott-Brüder mit Angela, Sharlee und Daniel etwas in ihre Hände nehmen und wenn das Ganze dann auch noch von Andy Sneap gemixt wird, kann es keinen Zweifel geben.
Beim abwechselnden Hören der alten und neu aufgelegten Stücke wird mir aber eines sehr deutlich, die alten Stücke haben logischerweise ihren eigenen Charme. Die Songs klingen im ursprünglichen Zustand urwüchsig und kompromisslos haben Ecken und Kanten. In der Neufassung klingen die Songs für mich zu perfekt. Hätte es sie vorher nicht gegeben, gäbe es sicher keine Vorbehalte. Aber die Songs existieren nun mal in ihrer eigentlichen Form und waren auch seinerzeit keine Rohrkrepierer.

Fazit: Also für meinen Geschmack hätte man sich die Neufassung der Songs sparen können. Sicherlich werden einige jetzt meinen ich sei ein ewig Gestriger, hat damit aber wahrlich nichts zu tun. Mir gefällt halt die Ursprünglichkeit eben mehr.

Tipp:
 Diejenigen, die die erste Phase der Band um Johan Liiva, verpasst haben und Arch Enemy einzig mit Angela Gossow verbinden, sollten sich die Platte zulegen. Alle anderen müssen entscheiden, ob sie technische Perfektion oder Originalität bevorzugen.

Titel-Liste:
 
  1. The Root of all Evil (Intro)
  2. Beast of Man
  3. The Immortal
  4. Diva Satanica
  5. Demonic Science
  6. Bury me an Angel
  7. Dead Inside
  8. Dark Insanity
  9. Pilgrim
  10. Demoniality (Instrumental)
  11. Transmigration Macabre
  12. Silverwing
  13. Bridge of Destiny

Laufzeit:
 52:13 Min.


Probehören und Kaufen:
Arch Enemy:
The Root of All Evil

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