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Review: Area51
 
GODDESS

Album:
 GODDESS, 2010, CD Baby

Stil:
 Neoclassical Power Metal

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 S.M., 26.06.2010

Review:
 Area51 ist eine Neoclassical Metal Band aus Japan, die 2003 von Gitarrist Yoichiro Ishino gegründet wurde. Einziges weiteres festes Mitglied ist momentan die Sängerin Kate. Ansonsten wird auf Studio- und Sessionmusiker zurückgegriffen.
GODDESS, das dritte Full-Length-Album der Formation, wurde im März released und findet jetzt sogar seinen Weg nach Europa.

Die neoklassischen Elemente, die viele japanische Band verwenden und die oft klingen, als seien sie stark von Yngwie Malmsteens Spiel inspiriert, ziehen sich wie ein roter Faden durch GODDESS. Das Songwriting ist eigentlich vielschichtig und Songkonstrukte beruhen auf unterschiedlichen Tempi und Rhythmen. Das fördert den Eindruck des Abwechlungsreichtum.
Auf der technischen Seite gibt es nichts zu mäkeln. Das Gitarrenspiel des Bandleaders ist vielseitig und virtuos, und Kate hat eine ausdrucksstarke Stimme mit angenehm klaren Klang.
Und obwohl manche Melodie mit ihrem harmonischen Touch gut ins Ohr geht, fehlt es gerade in dem Bereich an den großen Momenten. Anstatt mit etwas mehr Geradlinigkeit zu punkten, sind die Stücke oft etwas zu verspielt oder zu verschachtelt. Die Songhöhepunkte sind als solche manchmal kaum zu vernehmen, da sie nicht deutlich genug herausragen. Dadurch prägen sich mitunter die Hooklines schlecht ein.
Ein paar Lichtblicke gibt es trotzdem: "Regret et Larm" hat eine gelungene Melodie, "Marionette" glänzt durch den druckvoll-straighten Vormarsch, "Miss you" hat einige intensiv-emotionale Momente, und "Sincerity" gefällt durch seine Eingängigkeit.
Die restlichen Songs kommen insgesamt aber nicht über Genre-Durchschnitt, woran auch ein klasse Gitarrist und eine starke Sängerin nichts ändern können. Das Songwriting ist da einfach zu einfalls- und belanglos.

Fazit: Mit GODDESS werden Area51 wohl nicht allzu viel Aufsehen erregen. Dazu sind die starken Momente noch viel zu rar gesät und das Songwriting wirkt teilweise zu unausgereift. Durch den ureigenen neoclassical Stil werden die Japaner in Asien sicherlich ein paar Hörer mehr begeistern können. Aber im europäischen Vergleich fehlt da einfach noch die Klasse, und mit Vertretern der Spielart wie Yngwie Malmsteen, At Vance, Amberian Dawn oder Virtuocity können sich Area51 augenblicklich nicht annähernd messen. Und selbst in der Heimat des Duos gibt es einige bessere Kandidaten. Hier wird einfach die Zeit zeigen müssen, ob Area51in Zukunft auch ein paar Hits mehr komponieren können.

Titel-Liste:
 
  1. Naissance
  2. Nightmare
  3. Regret et Larm
  4. Begins of Dissolution
  5. Marionette
  6. Stillness
  7. Miss you
  8. Vanitas
  9. Sincerity
  10. U Ta Ka Ta

Laufzeit:
 44:54 Min.

Band-Infos:
 
  • www.area51-web.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Area51: GODDESS

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