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Review: Asaru
 
Asaru - FROM THE CHASMS OF OBLIVION

Album:
 FROM THE CHASMS OF OBLIVION, 2012, Schwarzdorn

Stil:
 Black Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 A.K., 24.07.2012

Review:
 Zurück zu den Wurzeln des Black Metal, musste sich Frank Nordmann – Gründer der Dienstältesten Black Metal Bands Deutschlands - wohl gedacht haben, als er 2007 den Gitarrenkoffer packte und kurzerhand nach Oslo, Norwegen zog. Das Abschiedskonzert war bereits gegeben und trauernde Fans waren sich sicher, dass damit ein Urgestein verloren gegangen war.

Nix da! Nur zwei Jahre später brannte es Gitarrist und Vocalist Nordmann in den Fingern und ASARU wurde exhumiert und mit neuem Line-Up neues Leben eingehaucht.
Wer nun erwartet hatte, die Wiederkehr eines lauwarmen Zombies eines ehemaligen Geheimtipps befürchten zu müssen wurde eines Besseren belehrt. In ASARU steckte mehr Leben als je zuvor.
Vom Songwriting her fahren ASARU schwere Geschütze auf und beweisen eindrucksvoll, dass Black Metal nicht wahlloses Geknüppel aus Blastbeats und Riffs sein muss, sondern mit einer guten Portion Ideenreichtum sowohl temporeduzierte Passagen als auch rockige Rhythmen vertragen kann ohne dabei kitschig zu wirken.
Obwohl ich anfänglich die Befürchtung hatte, dass die knirschigen Grunts auf Dauer langweilig würden, wurde ich eines besseren belehrt. Trotz der weniger fassettenreichen Stimmkünste Frank Nordmanns, werden gekonnt zweite Stimmspuren eingeflochten, welche von tiefen Growls bis unheilvollen Sprechpassagen reichen und für eine ansprechende Tiefe sorgen.
Spielereien unerwünscht! Synthesizer oder orchestrale Elemente sind nicht unbedingt von Nöten um ein rundes Album zu produzieren, welches trotzdem am Abwechslung und Ideenreichtum nicht geizt. Anspruchsvolle Hooks oder sakrale Parts wie beim Track "Fortapt I Doden Favn" oder dem mit deutschen Lyrics versehenem "Nebel" gehören zum guten Ton.

Fazit: Da sind noch wahre "Altmeister" am Werk, die beweisen, dass man selbst dann noch verdammt guten BM spielen kann, der mit Werken von IMMORTAL oder den jungen SATYRICON mithalten können. Noch lange kein "altes Eisen" sondern "schwarzes Metal" in Höchstform, den ich ruhigen Gewissens empfehlen kann. Die Wiedergeburt einer Legende. Schade, dass ASARU immer noch als Geheimtipp gelten, wo sie sich wahrlich aus den Abgründen des Vergessens erhoben habe.

Anspieltipps:
 "The Eyes of the Dead", "Fortapt I Doden favn", "Nebel".

Titel-Liste:
 
  1. The Eyes of the Dead
  2. At Night they fly
  3. Under the Flag
  4. Blind Obedience
  5. Fortapt I Dodens Favn
  6. Nebel
  7. Beyond the Bonds of Time
  8. Invoking the Serpent of Death
  9. World on Fire

Laufzeit:
 55:22 Min.

Band-Infos:
 
  • www.asaru.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Asaru: FROM THE CHASMS OF OBLIVION


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