 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Astral Doors |
 |
| |
Album:
| | REQUIEM OF TIME, 2010, Metalville |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | V.R., 21.01.2011 |
Review:
| | 2010 ging mit Ronnie James Dio ein ganz Großer der schwermetallischen Musik von uns. Unsterblich hingegen ist seine Musik, die auch heute noch von Vielen geliebt wird, egal, ob es sich dabei um seine frühe Zeit bei Elf, die Rainbow-Phase, die Black Sabbath-Ära oder um seine Solo-Werke handelt. Wer besonders die Black Sabbath-Alben mit Dio wie HEAVEN AND HELL oder MOB RULES vergöttert, der könnte sich auch für eine junge schwedische Band interessieren, die 2010 mit REQUIEM OF TIME bereits ihr fünftes Album veröffentlicht hat. Musikalisch bieten die Astral Doors nämlich genau jene Mischung, die es auch auf genannten Sabbath-Alben zu hören gab. Will sagen: Heavy Metal trifft auf klassischen stampfenden Hard Rock und geht mit ihm eine unheilvolle und kräftige Verbindung ein. Und über allem liegt Nils Patrik Johanssons kräftige Stimme, die der von Meister Dio stellenweise gar nicht mal so unähnlich klingt.
Mit düsteren Akustikgitarrenklängen beginnt der Opener "Testament of Rock", bis harte Gitarrenriffs und ein flotter Rhythmus für einen mächtigen Ausbruch sorgen. Die Astral Doors gehen gleich in die Vollen und lassen die seligen Black Sabbath-Zeiten mit Dio am Mikro wieder aufleben. Wer fröhlichen Euro-Metal sucht, ist bei den Astral Doors an der falschen Adresse, denn hier gibt es ausschließlich eher düstere Klänge, die aber dennoch stets hochmelodisch präsentiert werden.
Auf diesem hohen Niveau geht es weiter, denn auch "Power and the Glory" ist ein toller Song. Hier zeigen sich die Astral Doors eher von der rockigen Seite und schalten tempomäßig einen Gang zurück. Dennoch ist der Titel unglaublich kraftvoll und sorgt für entspanntes Mähneschütteln. Eine besondere Note erhält die Nummer durch den dezenten Einsatz einer Hammondorgel. Dieses in den 70er Jahren häufig eingesetzte Instrument bekommt man bei heutigen Produktionen eher selten zu hören, aber bei diesem Song passt es wie die Faust aufs Auge.
Bei "Rainbow Warrior" wird dann wieder die Metal-Keule ausgepackt, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Das Gaspedal wird bis zum Anschlag durchgedrückt und Nils Patrik Johansson schreit sich die Seele aus dem Leib. Zu keiner Zeit wird dabei die melodische Seite vergessen, so dass wir es hier mit dem dritten Volltreffer in Folge zu tun haben.
Gibt es auf diesem Album eigentlich auch schlechte Lieder? "Call of the Wild" gehört jedenfalls nicht dazu, vielmehr erreicht er das hohe Niveau der bisherigen Titel mühelos. Schon unglaublich, wie professionell und kreativ diese Band zu Werke geht und dabei Hitkandidat an Hitkandidat reiht. Dieser Song ist wieder stärker im Hard Rock verwurzelt und wird mit seinen erdigen Rhythmen auch kritische Hörer überzeugen können.
Wer es gerne schleppend und düster mag, der sollte dieses Album am besten gleich mit Titel Nummer fünf namens "St. Peter’s Cross" beginnen, denn dabei handelt es sich um ein schweres Groove-Monster typisch Sabbath’scher Schule, und das auf höchstem Niveau und mit einem formidablen Ohrwurmrefrain und sphärischen Hammondorgelmelodien ausgestattet. Das ist Rockmusik der ersten Güteklasse und spätestens nach diesem Lied sollte sich den Namen Astral Doors jeder einprägen, der mit klassischem Hard Rock und Heavy Metal aufgewachsen ist.
Da erschreckt es fast schon, dass es sich auch beim nächsten Song "So many Days so many Nights" um einen extrem starken Headbang-Garanten in der Schnittmenge aus Hard Rock und Heavy Metal handelt. So langsam bekommt man wirklich das Gefühl, dass die Astral Doors gar nicht dazu in der Lage sind, einen schwächeren Titel aufzunehmen.
Auch der Rainbow-lastige Hardrockkracher "Blood River" ändert an diesem Eindruck nichts, denn es handelt sich dabei um den siebten starken Titel in Folge. Selbst wenn alle folgenden Songs schwach ausfallen sollten, wäre dieses Album somit schon jetzt eine echte Kaufempfehlung wert.
Doch die Astral Doors denken gar nicht daran, nachzulassen und liefern auch mit "Anthem of the Dark" einen weiteren genialen Song ab, der dieses Mal wieder eindeutig unter dem Heavy Metal-Banner einzuordnen ist. Geniale Melodien, fetzige Rhythmen und eindrucksvoller Gesang, hier wurde wirklich an alles gedacht. Hier darf sich die Hammondorgel auch einmal mehr in den Vordergrund drängen, ohne dabei negativ aufzufallen. Im Gegenteil, sie fügt sich perfekt ins Gesamtbild ein.
Nicht ganz auf dem bisherigen extrem hohen Niveau, aber immer noch gutklassig, ist der nächste Song namens "Metal DJ". Bodenständigen Hard Rock ohne besondere Höhepunkte liefert die Band hier ab.
Doch schon der zehnte Titel "Fire and Flame" ist wieder auf dem hohen Level der ersten acht Nummern. Hier sind es besonders die extrem eingängigen, aber zu keiner Zeit kitschigen Melodien, die diesen Song so besonders machen.
Gleiches gilt auch für "Greenfield of Life", das extrem flotte "The Healer" und "Evil Spirits fly". Alle drei Lieder sind perfekt zum Abrocken und Headbangen geeignet und auch eigenständig genug, um auf der Masse herauszustechen.
Bei "When Darkness comes" wären wir dann beim letzten regulären Song angelangt. Dieser düstere, ja fast schon doomige Song pendelt immer wieder zwischen rockigen und balladesken Anteilen hin- und her. Wer bisher so etwas eine Halbballade vermisst hat, wird sich über diese Nummer besonders freuen und in der Tat rundet sie den positiven Gesamteindruck wunderbar ab.
Wer die Limited Edition des Albums besitzt, kann sich im Anschluss noch über den fetzigen Metal-Kracher "Stockhold Bloodbath" freuen. Wie nicht anders zu erwarten war, bieten die Astral Doors auch hier routinierten Metal auf höchstem Niveau, der mit einem ganzen Sack voller Ohrwurmmelodien ausgestattet ist.
Fazit: Von den Astral Doors hatte ich zwar schon einiges gehört, besaß bisher aber kein Album der Band. Dementsprechend unvorbereitet ging ich auf diese Platte zu und war schon ganz schön geplättet, denn so etwas hätte ich nicht erwartet. Die gesamte Scheibe ist auf einem extrem hohen Niveau angesiedelt und es findet sich wirklich kein einziger Ausfall. Klar, manche der Titel sind "nur gut", aber jene Lieder würden auf manch anderer Scheibe wahrscheinlich immer noch zu den Höhepunkten gehören. Es ist schier unglaublich, wie gekonnt die Astral Doors Heavy Metal und Hard Rock miteinander vermengen und dabei eine derart mitreißende Mischung entstehen lassen. Musik in dieser Richtung und auf diesem Niveau hat man bisher, wenn überhaupt, nur auf den Black Sabbath-Alben mit Dio oder auf den frühen Dio-Soloplatten zu hören bekommen, eventuell auch noch auf dem HEADLESS CROSS-Album. Eine schlechtere Bewertung als sieben Punkte würde diesem Album definitiv nicht gerecht werden und daher kann ich hier nur die Höchstnote vergeben. |
Tipp:
| | Die Astral Doors sind am ehesten Black Sabbath-Fans zu empfehlen, insbesondere wenn jene die Dio-Phase oder die Tony Martin-Ära bevorzugen. |
Titel-Liste:
| | - Testament of Rock
- Power and the Glory
- Rainbow Warrior
- Call of the Wild
- St. Peter's Cross
- So many Days so many Nights
- Blood River
- Anthem of the Dark
- Metal DJ
- Fire and Flame
- Greenfield of Life
- The Healer
- Evil Spirits fly
- When Darkness comes
- - - Bonus Track - - - - Stockholm Bloodbath
|
Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Bandinfos |
 |
 |
Neue Reviews |
 |
|