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Review: Atlantean Kodex |
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Album:
| | THE GOLDEN BOUGH, 2010, Cruz Del Sur |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | M.U., 18.10.2010 |
Review:
| | Atlantean Kodex ist ein noch relativ junge Band, die sich 2006 in Vilseck (Oberpfalz, Bayern) gründen und aus fünf Bandmitgliedern besteht. Anfangs spielt man eher im Undergrund, tritt aber auch auf Konzerten wie beispielsweise auf dem "Hammer Of Doom 3"-Festival in Würzburg im Februar 2010. Ihre großen Vorbilder ist die US-amerikanische Band Manowar. Alben wie BATTLE HYMNS (1982), HAIL TO ENGLAND (1984) oder SIGN OF THE HAMMER (1984) haben einen entscheidenden Einfluss auf die musikalische Entwicklung der Band. 2007 erscheint das erste Demo-CD mit dem Titel NEW IRON AGE RECORDS. Und drei Jahre später, Anfang Oktober 2010 folgt der erste Longplayer THE GOLDEN BOUGH. Die Aufnahmen fanden im Boar Cult Studios, Sulzbach-Rosenberg statt. Und den wollen wir uns nun einmal vornehmen.
Mit "Fountain of Nepenthe" geht es auch gleich richtig los. Über 10 Minuten warten auf uns und die ersten Takte führen uns in eine sphärische Welt von mystischen Klängen. Anlehnungen an den Song Black Sabbath der gleichnamigen Band werden erkennbar. Kurze Zeit später setzt der Gesang ein, der eher an Blind Guardian, Grave Digger oder Axel Rudi Pell erinnern. Man hat sich ja dem Epic Metal verschrieben und so klingt der Song auch. Sehr episch und sehr gefühlvoll mit einer Spur Heavy Metal.
Mit dem zweiten Song "Pilgrim" setzen die Jungs eines drauf. Knapp 12 Minuten Spiellänge sind schon beeindruckend. Nun wird es richtig mystisch. Man fühlt sich irgendwie ins Mittelalter zurückversetzt. Mönche und ein düsteres Kloster schweben einem vor den Augen umher. Gut, der Titel bringt ja auch die entsprechenden Assoziationen zu diesem Thema. Schon wie beim ersten Song geht man dann doch wieder davon ab und spielt einen sehr getragenen, gefühlvoll und schwermütigen Rhythmus. Der Stimme des Sängers bringt diese Stimmungswelt aber auch perfekt rüber.
"The white Goddess" ist nur eine kurze Episode, da der Song nicht mal eine Minute lang ist. Musikalisch klingt er sehr nach mittelalterlicher Ballade.
Weiter geht es mit "Temple of Katholic Magick". Wir befinden uns wieder in unserem Kloster bei unseren Mönchen. Der Song wirkt sogar eine Spur aggressiver als seine Vorgänger, auch wenn man der etwas ruhigeren Spielweise treu bliebt. Mittlerweile hat man sich an diese gewöhnt und findet immer wieder neue Eindrücke und interessante Abschnitte.
Bei "Disciples of the Iron Crown" gibt endlich mal was auf die Ohren. Da wird so richtig toll gerockt, der Song ist schön schnell gespielt und hebt sich daher etwas von den anderen Songs ab. Da dürfte sich wohl der Doom Heavy Metal-Anteil der gewählten Stilrichtung in den Vordergrund drängen.
Aber bei "Vesperal Hymn" wird es schon wieder ruhiger. Gut, eine "Hymn" spielt man auch so. Da wird nicht so einfach rotzfrech gerockt, sondern eher melancholisch und gefühlvoll gespielt. Im Laufe des Songs ziehen sich dann die Instrumente bis auch die akustische Gitarre fast vollständig in den Hintergrund zurück. Übrig bleibt nur der Gesang und Glockenläuten.
Warum mal nicht einen Song nach dem Bandnamen benennen. Mit "The Atlantean Kodex" erfüllt man sich diesen Wunsch. Nicht neu (z.B. Black Sabbath), aber eine nette Idee. Dieser Song ist eine Mischung auch epischen Stilelementen gepaart mit Passagen, die man eher dem Heavy Metal zuordnen kann. So eine Art, Selbstdarstellung wohl.
Und jetzt kommt der Hammer. Eine ganze Viertelstunde dauert "A Prophet in the Forest". Der Anfang klingt ein bisschen indifferent mit Vogelgezwitscher und ein paar nicht beschreibbaren Gitarrenklängen. Klingt, als übe man noch für den Song. Ansonsten orientiert man sich musikalisch den ersten beiden Songs "Fountain of Nepenthe" und "Pilgrim". 15 lange Minuten sich das anhören, da muss man schon er viel Geduld aufbringen. Zumal die ruhige Spielweise und der etwas gedämpfte Gesang das Stück um einiges länger scheinen lässt.
Zum Abschluss der Song, der dem Album den Namen gegeben hat: "The golden Bough". Fangen wir einmal mit viel akustischer Gitarre an und einen weiblichen Gesang, der irgendwie klingt, als käme er aus dem Jenseits. Und das war es!
Fazit: Neun Songs und eine Spielzeit von weit über eine Stunde. Das muss man erst einmal nachmachen. Diese Band versteht es, dieses Machwerk auf die Beine zustellen. Nun ist mit Sicherheit Vilseck in der Oberpfalz nicht gerade Wiege des Heavy Metals. Aber es ist schon beeindruckend, was die fünf Jungs für ihr erstes Album abgeben. Musikalisch steht man dem Epic Metal sehr nahe und das wird einem in jedem Song bewusst. Spätestens wenn man den ersten Song hinter sich hat. Mit über 10 Minuten wird man gefühlvoll auf das Kommende eingestimmt. Anleihen an etliche sehr bekannte deutsche Bands wie beispielsweise Blind Guardian, Grave Digger oder Axel Rudi Pell, sind an vielen Stellen erkennbar. Von den Vorbildern Manowar meine ich, nicht allzu viel zu erkennen. Interessant ist die Tatsache, dass die Texte auf dem gleichnamigen literarischen Werk von Sir James George Fraser basieren. Auch das cover ist erwähnenswert. Es heißt "Die Toteninsel" und stammt von Arnold Böcklin. So hat man neben guter Musik auch noch ein bisschen Kunstgeschichte mitbekommen. |
Anspieltipps:
| | "Fountain of Nepenthe", "Pilgrim", "Temple of Katholic Magick", "Disciples of the Iron Crown" und "The Atlantean Kodex" natürlich.
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Titel-Liste:
| | - Fountain of Nepenthe
- Pilgrim
- The white Goddess
- Temple of Katholic Magick
- Disciples of the Iron Crown
- Vesperal Hymn
- The Atlantean Kodex
- A Prophet in the Forest
- The golden Bough
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.atlanteankodex.de  |
Probehören und Kaufen:
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