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Review: Aurvandil |
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Album:
| | YEARNING, 2011, Eisenwald |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | V.R., 28.01.2012 |
Review:
| | Das ging aber fix. Bereits ein halbes Jahr nach dem Anfang 2011 veröffentlichen Debüt-Album FERD erschien Aurvandils Zweitwerk YEARNING. Der aus der Normandie stammende Black Metal-Einzelkämpfer widmete sich auf seinem Erstling dem klassischen Black Metal im Stil der frühen 90er Jahre, inklusive einer eiskalten Atmosphäre und einer rumpeligen Produktion. Wer sich nun wundert, warum der Zweitling derart schnell nachgeschoben wurde und einen Schnellschuss erwartet, dem sei gesagt, dass die Songs auf YEARNING bereits in den Jahren 2006 bis 2010 geschrieben wurden, aber erst 2010 in ihrer endgültigen Form im Studio eingezimmert wurden. Dieses Mal hat Aurvandil zudem etwas Hilfe von seinem Kollegen Wiedergänger bekommen, der auf dem Album für das sogenannte ‚donnernde Gespött’, also für die Drums zuständig ist. Was sich sonst so musikalisch getan hat im Hause Aurvandil, wird in den folgenden Zeilen thematisiert.
Ganz stimmungsvoll beginnt das Album mit "Yearning (Prelude)". Akustikgitarren und Trommeln bauen eine beinahe schon melancholische Stimmung auf, ehe die Reise mit "End of an Age" schließlich in eiskalte Black Metal-Gefilde geht. Sofort fällt auf, dass die Produktion auch dieses Mal wieder sehr rau und rumpelig ausgefallen ist, doch wie schon bei FERD fällt dies kaum negativ ins Gewicht, da es gut zur klirrend kalten Atmosphäre passt. Darüber hinaus ist der Song sehr variabel gehalten und weist sowohl Blast-Beat-Passagen als auch ruhige Momente auf, zwischendurch kommt sogar noch einmal die Akustikgitarre zum Einsatz.
Ein mehr als nur ungewöhnliches Intro leitet den nächsten Song "Reign of Ice I" ein. Sanfte Gitarrenklänge wurden über stark in den Hintergrund gemischte Blastbeatrhythmen gelegt, ehe sich der Titel nach einer knappen Minute dann zu einem eiskalten und finsteren, aber auch sehr atmosphärischen Black Metal-Song entwickelt. Es ist gerade dieses Ungewöhnliche, kaum Greifbare, das den Song aus der breiten Masse deutlich hervorstechen lässt.
"A Guide to Northern Scapes" bietet dann reinrassigen Black Metal, welcher mal ganz ohne Experimente auskommt und tempomäßig weitestgehend im oberen Drehzahlbereich angesiedelt ist. Schwach ist der Song nicht, wohl aber etwas abwechslungsarm.
Ganz dem Namen entsprechend handelt es sich bei "Walking (Interlude)" um ein stimmungsvolles akustisches Zwischenspiel, ehe dann bei "I summon Scorn" wieder die Black Metal-Keule ausgepackt wird. Dieser Titel unterscheidet sich dann aber doch recht deutlich von den anderen schwarzmetallischen Titeln der Platte, da er durchgängig im langsamen, beinahe schon schleppendem Tempo gehalten ist. Der typischen klirrend-kalten Atmosphäre tut dies allerdings keinen Abbruch, denn diese kommt auch hier wieder voll zum tragen. Mit neun Minuten ist der Song allerdings etwas zu lang ausgefallen.
Mit "Reign of Ice II" wird das Tempo dann wieder ordentlich angezogen, wenn auch nicht durchgehend. Größtenteils pendelt der Song zwischen gehobenem Mid-Tempo und Blast-Beat-Passagen hin und her, doch zur Mitte hin gibt es zur Abwechslung auch mal wieder eine akustische Folkloreklänge zu hören. Genau wie schon der letzte Titel ist dieser Song über neun Minuten lang, mutet dank des großen Maßes an Abwechslung aber zu keiner Zeit langweilig an.
Schließlich widmet sich Aurvandil mit dem düsteren Akustik-Gitarren-Stück "Reaching (Finale)" noch einmal den ruhigeren Klängen.
Hier wäre nun das reguläre Ende erreicht, doch im Anschluss gibt es als Bonustrack noch eine Coverversion des Burzum-Songs "Jesu Dod" zu hören, welche allerdings eher verzichtbar ausgefallen ist.
Fazit: Wer Aurvandils Erstlingswerk FERD kennt, der weiß in etwa, was ihn auf YEARNING erwartet. Auch hier steht der Name Aurvandil für eiskalten traditionellen Black Metal mit sehr rauer Produktion. Qualitativ wird hier wieder in etwa das Niveau des letzten Albums geboten, wobei dann doch eine wichtige Verbesserung herauszustellen ist. War auf FERD nämlich noch ein Drumcomputer zu hören, wurden die Drums hier von einem Session-Musiker eingespielt, und diesen Unterschied hört man deutlich. Darüber hinaus ist Aurvandil mit YEARNING eine weitere sehr ansprechende Black Metal-Scheibe geglückt, die hier und da vielleicht noch ein Quentchen mehr Abwechslung vertragen könnte. Manch einer mag sich dann vielleicht noch an der rumpeligen Produktion stören, doch vermutlich ist diese genau so ausgefallen, wie Mr. Aurvandil es wollte, schließlich klangen Black Metal-Alben Anfang der 90er auch nicht viel anders. Wer diese stilistische Nische zu seinen Favoriten zählt, sollte auf jeden Fall zugreifen, denn die Scheibe gehört definitiv zu den besseren Werken dieser Richtung. |
Anspieltipps:
| | "End of an Age", "Reign of Ice I", "I summon Scorn", "Reign of Ice II". |
Tipp:
| | Wie schon bei FERD – wer seinen Black Metal roh und traditionell möchte, der muss auch bei YEARNING zugreifen! |
Titel-Liste:
| | - Yearning (Prelude)
- End of an Age
- Reign of Ice I
- A Guide to Northern Scapes
- Walking (Interlude)
- I summon Scorn
- Reign of Ice II
- Gylfi’s Journey
- Reaching (Finale)
- Jesu Dod
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.loomofthevoid.net/aurvandil  |
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