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Review: Austrian Death Machine |
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Album:
| | DOUBLE BRUTAL, 2009, Metal Blade |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 25.09.2009 |
Review:
| | Alle Achtung, das konnte ich mir nach dem ersten Durchlauf des Doppelpacks DOUBLE BRUTAL der amerikanischen Thrasher Austrian Death Machine nicht verkneifen. Aber was ist eigentlich so besonders am Nachfolger von TOTAL BRUTAL? Abgesehen vom hohen Tempo, mit dem der As I Lay Dying-Frontmann Tim Lambesis und seine hochkarätige Unterstützung jeden Song mit Hochdruck von den Mikros und Tonabnehmern in die Verstärker spielen, dreschen und schreien, ist es vor allem die sehr umsichtige Aufmachung.
Was nervt viele Fans und hat einem schon so manch gutes Album nach mehreren Runden im Player vergällt? Na ja, da wäre erstmal irgend welches intelligente oder auch nur gut gemeinte Gequatsche vor und nach den Songs.
Außerdem schaffen es die meisten Bands sich vortrefflich mit fremden Federn zu schmücken, indem fleißig eigene Songs mit Cover-Versionen gemischt werden. Gut gemacht, hebt das natürlich subjektiv den Gesamteindruck eines Albums und wenn man am Ende als Tester nicht gut aufpasst, vergibt man eine bessere Note, als das Album eigentlich verdient hätte.
Und dann wäre da noch der Funfaktor, der durch überwiegend recht sterile Produktionen lediglich durch die Songs selbst vermittelt werden kann...
Mit DOUBLE BRUTAL schlagen die US-Amerikaner Austrian Death Machine einen vorbildlichen konsequenten Weg ein. Der Titel DOUBLE BRUTAL ist nicht zufällig gewählt, denn das Album erscheint als Doppelpack, eine CD mit eigenen und eine zweite CD mit Cover-Versionen. Klar, auch der Bandname ist nicht zufällig, denn hinter der Austrian Death Machine verbirgt sich die Leidenschaft für keinen Geringeren als den Kalifornischen Gouverneur Arnold "Arnie" Schwarzenegger. Interessant für die Thrasher ist aber weniger die politische Laufbahn, als vielmehr seine filmische Vergangenheit, die nicht nur einmal für unzählige witzige Textansagen und auch Songs herhalten muss. Und damit diese die Songs selbst nicht stören, haben alle einen eigenen Track bekommen.
Die Die-Hard-Fans können sich also "nur" die Eigenkompositionen der ersten CD per Song-Select auswählen und munter headbangen.
Freunde von Cover-Versionen können sich dann auch noch an der zweiten CD erfreuen.
Und wer auf die volle Dröhnung inklusive aller Short-Stories und Kommentare in Arnie-Style abfährt, der braucht nur einlegen und Play drücken - Lachkrämpfe garantiert.
Schon der Start sagt alles aus, wenn sich zwei Arnies bei "Double Ahhnold" nicht einig werden können, wer nun der einzig Wahre ist.
"I need your Clothes, your Boots, and your Motorcycle", klar, das ist Arnolds Text aus Terminator 3 verpackt in einem High-Speed Thrash Monster, das sofort die Nackenwirbel beim Headbangen zum Knirschen bringt.
Und das wird so bleiben, denn egal ob "Let off some Steam Bennett" oder das viel zu kurze "It's simple, if it jiggles it's Fat" oder auch "Come on Cohaagen, give deez People Eyahr" und das abschließende gnadenlose Geballer mit "Conan what is best in Life?", handelt es sich ausschließlich um brutale Abrissbirnen, die irgendwie fast an die guten alten Zeiten von Devin Townsend mit seinen Strapping Young Led erinnern und Abfeiern ohne Ende garantieren.
Das zweite Scheibchen ist, wie bereits erwähnt, nur mit Cover-Versionen gespickt, aber was heißt hier schon "nur"?
Und es ist ganz erstaunlich, wie gut "Hell bent for Leather", "Iron Fist" oder auch "Killing is my Business... and Business is good" als knallharte Thrasher funktionieren, abgesehen vielleicht von "Tactically dangerous - Cannibal Commando", denn wie soll man das noch extremer gestalten? Auf alle Fälle ist auch die zweite Scheibe ein amüsantes Tribut an die Genregrößen des Rock und Metal.
Fazit: Tja, da gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen, denn die Jungs von Austrian Death Machine haben alles richtig gemacht, um es nahezu jeden Fan, von Die-Hard bis Spaßvogel recht zu machen. Konsequent wie die äußere Form, ist natürlich auch die Ausgestaltung, von Filmbezügen bei den Songs, über das Cover-Artwork, bis hin zur Namensgestaltung.
Genau das sollten sich auch andere Bands als Beispiel nehmen, wenn es wieder darum geht, Eigenkompositionen, Cover-Versionen und (nerviges) Gequatsche unter einen Hut zu bringen und dabei noch den Spaß "neben der Musik" nicht zu vergessen. Aber das fällt natürlich schwer, denn Arnies Englisch by in Steiermark ist natürlich ein Unikat! |
Titel-Liste:
| | CD 1
- Double Ahhnold
- I need your Clothes, your Boots, and your Motorcycle
- Let off some Steam Bennett
- Who writes the Songs? (The real Bomb Track)
- It's simple, if it jiggles it's Fat
- See you at the Party Richter
- Hey Cookie Monster, nothing is as brutal as Neaahhh
- Who told you could eat my Cookies?
- Come on Cohaagen, give deez People Eyahr
- Who is your Daddy, and what does he?
- Come on, do it, do it, come on, come on, kill me, do it now
- Allow me to break the Ice
- Conan what is best in Life?
CD 2
- Intro to the Intro
- T2 Theme
- Hell bent for Leather (Judas Priest)
- Time Travel the Metallice Conspiracy
- Trapped under Ice (Metallica)
- Iron Fist (Motörhead)
- Recalling Mars
- I Turned into a Martian (Misfits)
- Killing is my Business... and Business is good (Megadeth)
- Tactically dangerous - Cannibal Commando (Goretorture)
- Gotta go (Agnostic Front)
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Laufzeit:
| | CD 1: 29:37 Min. / CD 2: 22:42 Min. |
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