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Review: Axenstar |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | V.R., 11.05.2011 |
Review:
| | Axenstar sind wieder da! Während die schwedische Truppe zu Beginn des Jahrtausends binnen relativ kurzer Zeit Album auf Album folgen ließ, war nach dem Jahr 2006 und der durchaus ordentlichen Platte THE FINAL REQUIEM erst mal eine längere Pause angesagt. Doch damit ist jetzt Schluß, denn 2011 meldet sich die Band eindrucksvoll mit ihrem fünften Album AFTERMATH zurück. Hat sich in den fünf Jahren etwas geändert im Hause Axenstar? Durchaus, in der Zwischenzeit wurden zwei Bandmitglieder ausgetauscht und auch stilistisch klingen Axenstar anno 2011 ein wenig anders, als man es von ihnen gewohnt war. Begann die Band vor etwa zehn Jahren noch als Helloween/Stratovarius-Kopie, so klingt die Musik auf dem neuen Album doch eine ganze Ecke düsterer und energiegeladener. Und, um einen Teil des Fazits vorwegzunehmen, sind die Songs auf Aftermath auch noch deutlich besser als alles, was die Band bisher veröffentlicht hat.
Das fängt schon mit dem grandiosen Opener "Dogs of War" an, bei dem Axenstar gleich alle Register ihres Könnens ziehen und dem Hörer einen straighten, stellenweise aber auch leicht episch angehauchten Power Metal-Kracher der Güteklasse A um die Ohren hauen. Der Wechsel zwischen hammerharten Strophen und getrageneren Refrainpassagen ist dabei durchweg schlüssig angelegt und wirkt nie aufgesetzt. Hier und da haben sich sogar ein paar moderne Elemente eingeschlichen, die sich aber immer stimmig ins positive Gesamtbild einfügen.
Und der positive Eindruck setzt sich fort, denn das speedige "The Escape" ist mindestens genauso stark wie der Opener. Sowohl die heftigen Riffs als auch die hintergründig agierenden Keyboards werden perfekt eingesetzt. Wenn man überhaupt etwas kritisieren will, dann den als nur mittelmäßig einzustufenden Gesang, doch angesichts der großen Stärken im Bereich des Songwritings ist dieses Faktum zu vernachlässigen.
Und auf diesem hohen Niveau geht es dann auch weiter. "Tears of the Sun" ist der dritte Volltreffer in Folge und überzeugt dank seiner eingängigen Ohrwurmmelodien im Refrain gleich beim ersten Hören.
Der melancholische Midtempostampfer "Agony" geht ebenfalls sofort ins Ohr und besitzt auch eine erstaunliche Langlebigkeit.
Wer nun so langsam mal den ersten Durchhänger erwartet, der wird enttäuscht, denn auch der Titelsong "Aftermath" gehört in die Kategorie Volltreffer. Es ist schier unglaublich, wie Axenstar hier einen Kracher nach dem anderen aus der Tasche zaubern, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt.
Und so kann dann auch "The new Breed" mit seiner Mischung aus harten, fast schon thrashigen Riffs, düsteren Melodien, melancholischen Keyboardeinsprengseln und einer ordentlichen Portion an Tempiwechseln selbst strenge Musikkritiker sofort von seiner hohen Qualität überzeugen.
Wirklich erstaunlich ist dann, dass es dem nächsten Song namens "Dead Kingdom" problemlos gelingt, sich zwischen all den anderen ebenfalls sehr guten Songs als Albumhighlight zu behaupten. Hier haben Axenstar einfach die perfekte Mischung aus Härte und Melancholie hinbekommen und liefern damit einen absoluten Killersong ab, der für mich persönlich schon jetzt zu den stärksten zehn Metal-Songs aller Zeiten gehört.
Dagegen kann der nächste Titel "Until your dying Breath" natürlich nur etwas abfallen, doch das soll nicht bedeuten, dass es sich dabei um einen schwachen Song handelt, denn das Niveau der ersten sechs Lieder wird durchaus wieder erreicht.
Glücklicherweise handelt es sich auch bei den letzten beiden Titeln "Signs of a Lie" und "Forever the Pain", welche direkt ineinander übergehen, um Volltreffer, so dass Axenstar hier ein Album erschaffen haben, das gänzlich ohne Durchhänger auskommt und vom Anfang bis zum Ende nur Kracher bereithält.
Fazit: Seien wir mal ehrlich: Wer hätte nach der lange Pause, welche nach der Veröffentlichung des letzten Axenstar-Albums THE FINAL REQUIEM eingetreten war, erwartet, dass Axenstar noch mal ein Album veröffentlichen würden? Vermutlich eher wenige. Noch weniger dürften allerdings erwartet haben, dass dabei eine derart geniale Scheibe wie AFTERMATH entstehen würde. Die bisherigen Alben der Band waren nämlich eher mittel- bis gutklassig. AFTERMATH ist dagegen viel mehr als das. Hier stimmt nahezu alles, jedes Riff sitzt, jeder Song ist klasse, Ausschussmaterial ist nicht auszumachen. Axenstar bieten hier leicht düsteren Power Metal mit ordentlich Druck und sehr viel Abwechslung. Obwohl viele der Songs die fünf Minuten-Grenze überschreiten, kommt AFTERMATH zu keiner Zeit uninspiriert oder langweilig daher. Ganz im Gegenteil, man hat fast schon das Gefühl, dass jeder Akkord, jede Note, genau in dieser Form hätte eingespielt werden müssen, um an Ende das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Sicher, absolut perfekt ist auch dieses Album nicht geworden. Etwaige Schwächen lassen sich aber ausschließlich im Bereich der etwas dünnen Produktion und beim mittelmäßigen Gesang ausmachen, während das Album kompositorisch vom Allerfeinsten ist und zehn songwriterische Volltreffer bietet. Und da die im Vergleich dazu eher geringfügigen Schwächen kaum ins Gewicht fallen, ist AFTERMATH ganz nahe dran den der Höchstnote. |
Anspieltipps:
| | Jeder Song des Albums ist ein Anspieltipp, da nicht ein schwacher Titel auszumachen ist! "Dead Kingdom" sticht als bester Song des Albums aber dennoch etwas hervor. |
Tipp:
| | Hier sollte wirklich jeder Power Metal-Fan einmal reinhören, denn AFTERMATH ist ein Meisterwerk dieser Richtung geworden. Aber Obacht, denn fröhliche Tralala-Melodien sind auf dem Album nicht zu finden, da Axenstar eine ganze Ecke düsterer und ernster zu Werke gehen als viele ihrer europäischen Kollegen. |
Titel-Liste:
| | - Dogs of War
- The Escape
- Tears of the Sun
- Agony
- Aftermath
- The new Breed
- Dead Kingdom
- Until your dying Breath
- Signs of a Lie
- Forever the Pain
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.axenstar.com  |
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