 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Azmaveth |
 |
| |
Album:
| | STRONG AS DEATH, 2008, Bombworks |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | S.J., 10.04.2009 |
Review:
| | Es ist immer wieder spannend zu beobachten, in welch entfernten Gegenden auch solche extreme Musik wie Black Metal entstehen kann. Ursprünglich in Skandinavien entstanden, kommen auch heute noch auffallend viele düsteren Bands aus dem hohen Norden Europas. Amerikanische Bands wie die noch recht angesehen Judas Iscariot aus den Staaten werden hierzulande eher belächelt, für viele ist Black Metal offenbar immernoch ein europäisches Privileg. Für mich ist dies eine eher unverständliche Sichtweise, schließlich haben schon vor mehreren Jahren Abyssic Hate sehr eindrucksvoll bewiesen, dass man selbst in der glühenden Sommersonne Australiens qualitativ hochwertigen Depressive Black Metal kreieren kann. Das man den Bands ihre Herkunft nicht immer sofort anmerken kann, haben auch Wolves in the throne Room eindrucksvoll bewiesen, eine Band, welche neuerdings auch hierzulande immer bekannter wird.
Nun, Azmaveth kommen aus Südamerika, aus Peru genau genommen. 1999 gegründet, nahm man sich offenbar ausgiebig Zeit für die ersten Aufnahmen, denn ihr selbst betiteltes erstes Album erschien ganze fünf Jahre später. Bis zum zweiten Album, STRONG AS DEATH betitelt vergingen nur vier Jahre.
Eingeläutet mit einem Klavier "Intro", geben Azmaveth in "A Mortal Way of Life" gleich Vollgas.Die Double-Bass sticht in der Aufnahme leider etwas zu sehr hervor, was den Sound matschig wirken lässt, aber es ist alles im annehmbaren Rahmen. Kurz darauf flaut der Song etwas ab, und man gibt sich melodischen Midtempo Parts hin, im Hintergrund von Keyboards untermalt. Eine eingängige, von Taktwechseln geprägte Single-Note Passage, und schon kann man quasi wieder Gas geben.
Etwas befremdlich und vor allem unnötig ist das folgende, kurze "Interlude 1". Es klingt, als wollten Azmaveth dem Album einen Klassik-Touch geben, die Fähigkeiten des Gitarristen reichten jedoch nicht aus. Das Ergebnis ist jedenfalls kein Zwischenspiel klassischer Gitarre, sondern stümperhaftes Akustik Gedaddel von Akkorden, die keinen unstrukturierten Plek Anschlag, sondern sauberes Fingergezupfe verdient hätten.
Glücklicherweise zeigen sie nach "A cadaveristic Desire of the human perverse Condition" im "Interlude 2" unspektakulär, aber zweckmäßig, dass es auch anders geht.
"Stigma from Hell" verzichtet auf Double-Bass, klingt dafür aber eingängig und bekommt durch die verstärkten Keyboards einen leicht epischen Touch. Auch klare, chorähnliche Gesänge kommen zum Einsatz.
Um mal auf die weiteren, mehr oder weniger gelungenen Interludes zu verzichten: "Master of Light" ist ein nicht allzu fesselnder Track. Missachtet man das klassische Wechselspiel von Keyboardmelodien und rasender Double-Bass, sucht man auch Abwechslung eher vergebens.
"The dark Lust of a rotten Soul" klingt zu Beginn etwas wie eine begradigte Version der ersten Cradle of Filth-Veröffentlichung. Was im Fall Azmaveth allerdings gut funktioniert, sind die Mid-Tempo Passagen, wo die Keyboardmelodien führen.
Da hingegen zeigt "Crawling from the Grave" sehr deutlich, woran es bislang noch hapert: Die Riffs sind einfach zu austauschbar. Zwar bemühen sich Azmaveth redlich und das Ergebnis kann sich auch sehen lassen, macht langfristig aber nicht viel Freude. "Melodic Black Metal" hat man sich auf die Stirn geschrieben. Allerdings haben weder die Melodien die Qualität früherer Cradle of Filth Scheiben, noch hat man die Aggressivität von Bands wie Naglfar. Abgesehen von den unnötigen Interludes, können sich die technischen Fähigkeiten der Musiker auf dem Album durchaus hören lassen. Jetzt heißt es also am Songwriting arbeiten, Jungs!
Fazit: STRONG AS DEATH ist kein hervorstechendes, aber kein schlechtes Album. Genrefans können reinhören, wer exotische Bands liebt, ebenso. Allen anderen wird hierzulande hinreichend besseres geboten. |
Titel-Liste:
| | - Intro
- A Mortal way of Life
- Interlude 1
- A cadaveristic Desire of the human perverse Condition
- Interlude 2
- Stigma From Hell
- Interlude 3
- Master of Light
- Interlude 4
- The Dark Lust of the rotten Soul
- Interlude 5
- Crawling from the Grave
- Outro
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/azmaveth  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|