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Review: Babylon Bombs
 
DOIN' YOU NASTY

Album:
 DOIN' YOU NASTY, 2006, Smilodon

Stil:
 Heavy Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 U.C., 31.07.2007

Teamwertung:
JG CU MK MW Ø
5,0 6,0 4,5 4,5 5,0

Review:
 Nachdem das Debüt-Album ("Cracked wide open and buised") der vier Schweden im Jahre 2005 unter den zehn besten europäischen Rock-Releases war, wollen sie mit diesem Album nun auch Asien erobern.

Opener des Albums ist "Jaded Heart". Eine mehr oder minder kernige Stimme, ein eingängiger Gitarrensound im Hintergrund - ein Song, der man sich wahrlich gerne anhört, da er in sich stimmig ist und Stimme sowie Instrumente gut miteinander harmonieren.
Weitergeht es mit "Louder", welches seinen Titel nur Teil zu recht trägt, denn so laut ist es auch nicht. Das Tempo wurde im Vergleich zum Vorsong durchaus gesteigert, jedoch geht da dank einem nicht so ganz passendem Hintergrundgesang ein wenig die Harmonie verloren. Davon abgesehen ist es ein sehr gutes rockiges Lied, in dem auch die Gitarren teils schön in Szene gesetzt werden.
"Crack of Dawn" beginnt mit einem kurzen instrumentalen Intro, auf welches dann der Gesang folgt, der in diesem Fall meiner Meinung nach leider etwas zu hoch geraten ist. Dani´s Stimme hätte durchaus etwas mehr Tiefe vertragen, dann wäre das ganze Lied vielleicht auch ein wenig mehr gelungen, denn dies ist der einzige Kritikpunkt, welchen ich diesem Lied zuschreiben kann.
"Let it loose" bedient sich wieder einer besseren Stimmlage, die auch zum Lied passt und wieder ist der Band ein in sich stimmiges Lied (was Musik und Gesang betrifft) gelungen. Teile des Liedes bestehen nur aus Gitarrensound, was dem Lied im Gesamtbild einen noch rockigeren Charakter verleiht.
"Hometown Hero" ist meinem Geschmack nach ein wenig zu lasch geraten, auch wenn man die Gitarren im Hintergrund immer noch sehr deutlich vernehmen kann. Der Gesang wirkt ausdruckslos und auch der Text wirkt ein wenig unkreativ.
Ein bisschen Westernklänge am Anfang von "Slip away" und eine ausdrucksstarke Stimme machen dieses Lied vielleicht zum stärksten Lied des Albums, auch wenn es offensichtlich kaum in die Reihe der vorhergegangenen Lieder passen will. Aber genau das ist das, was dieses Lied besonders macht: dass es anders ist.
"Starstruck" knüpft ein wenig an den Vorgänger an, jedoch auch nur am Anfang des Liedes denn sehr schnell kommt die rockige Ader der Band wieder durch und überwiegt. Der Hintergrundgesang verschluckt wiedermals ein wenig Frontmann Dani´s Stimme in gewissen Songteilen, jedoch wird sie in wiederum anderen Teilen durch den Gitarrensound wieder fast optimal unterstützt.
"Drop the bomb" ist wieder ein Lied, was im typischen Schema dieses Albums gelandet ist. Leider kommt der Gesang teilweise etwas zu kurz, da er von Hintergrundgesang und/oder Instrumenten übertönt wird.
"Gotta move on" bedient sich fast des selben Schemas, auch wenn dort die Gitarrenparts wachsen und wachsen und an Länge zunehmen. Das Tempo ist teils recht hoch und auch der Gesang wurde der Musik sehr gut angepasst, jedoch wird das Lied auf die Dauer ein wenig langweilig auf Grund der vielen Wiederholungen.
"Proud" überzeugt dank Dani´s ausdrucksstarkem Gesang und der perfekten musikalischen Untermalung. Das durchgehende, recht ruhige Tempo passt zu den Lyrics und rundet den guten Gesamteindruck des Liedes gekonnt ab.
Darauf folgt dann das genaue Gegenteil: "White Trash Beauty". Die vorher ruhige Seite hat sich in die sehr rockige gewandelt und will ausgelebt werden. Teilweise verschwindet die Ausdrucksstärke nur um kurz darauf wiederzukommen.
Den Schluss macht "Moonshine Beat", an wessen Anfang menschliches Geschreie und Gerede zu vernehmen ist. Hinter den Sinn dieses Beginns werde ich wohl nie kommen, aber der rockige Sound und Gesang lässt mich meine Verwunderung schnell vergessen. Vielleicht das rockigste und schnellste Lied des Albums, was vielleicht als eine Art "Rausschmeißer" dienen soll, der einem im Kopf bleibt. Wenn das der Zweck des Liedes ist, dann wird er erfüllt!

Fazit: Ein Album, was vielleicht ein wenig mehr Abwechslung bieten könnte, auch wenn der angeschlagene Stil recht gut zu Babylon Bombs passt.
Die Vermutung, dass das Album auf die Dauer recht langweilig anzuhören sei, hat sich nicht bestätigt, auch wenn man es das dritte Mal hintereinander hört. Und das ist ein gute Zeichen, dass man auch mit einer Art gleichem Schema den Hörer an die CD fesseln kann.

Anspieltipps:
 Slip away, Proud

Titel-Liste:
 
  1. Jaded Heart
  2. Louder
  3. Crack of Dawn
  4. Let it loose
  5. Hometown Hero
  6. Slip away
  7. Starstruck
  8. Drop the bomb
  9. Gotta move on
  10. Proud
  11. White Trash Beauty
  12. Moonshine Beat

Laufzeit:
 38:35 Min.

Band-Infos:
 
  • www.babylonbombs.net 


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