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Review: Bassinvaders |
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Album:
| | HELLBASSBEATERS, 2008, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  3,5 von 7 Punkten | | U.B., 22.12.2007 |
Review:
| | Der Bass ist ganz sicher nicht das Instrument, das den Musiker in das Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Während die Leute am Mikro oder an der Lead Gitarre deutlich im Rampenlicht stehen, bekommen die Bassisten nur wenig mit von Glanz und Gloria. Der Bass ist ein Instrument für bescheidene Underdogs. Doch jetzt ist es an der Zeit zu beweisen, das geht auch anders, dachte sich wohl Markus Grosskopf von Helloween. Ein komplettes Album ohne Sechssaiter, ganz schön mutig. Und da die Welt ein Dorf ist und man sich in der Szene kennt und hilft, gelang es Markus einige prominente Mitstreiter in die Band Bassinvaders einzubinden. Als da wären: Schmier von Destruction, Tom Angelripper von Sodom und Peavy Wagner von Rage. Außerdem stieß noch eine illustere Schar an Gastmusikern hinzu: Tobias Exxel (Edguy), Dirk Schlächter (Gamma Ray), Dennis Ward (Pink Cream 69), Jan Eckert (Masterplan), Michael Müller (Jaded Heart), Lee Rocker (Stray Cats) nur um einige zu nennen, insgesamt sind es 13 Musiker! Aber auch damit nicht genug. Mit Apollo Papathanasasio (Firewind) und Jesper Binzer (D.A.D.) am Mikro und Andre Hilgers (Rage, Axxis, Silent Force) und Stefan Arnold (Grave Digger) an den Drums ist das Lineup echt beeindruckend.
Mit "Awakening the Bass Machine" gibt es ein ganz kurzes Intro mit Geräuschen die an Industriemaschinen erinnern.
"We live" startet, wie kann es anders sein, mit einem Basssolo bevor ein zweiter sich dazu gesellt. Es wechseln die Vocals und Death Metal Shouts, der Lead Gesang im Hintergrund ist sehr melodisch. Zu den beiden Bass Gitarren die flott um die Wette eifern kommt stellenweise noch ein dritter dazu, der einige kurze Läufe spielt. Interessanter Song.
"Armageddon" kündigt schon vom Titel an, es gibt deftig was auf die Ohren. Ein Bassgewitter, heisere Shouts und die Drums stampfen düster dahin. Fans der Death- oder Black Fraktion dürften ihre Freude haben.
"Romance in black" präsentiert einen gelungenen Kontrast von düsteren Bässen und durchaus melodischem Gesang. Natürlich darf auch ein Basssolo nicht fehlen.
"Godless Gods" könnte auch der Titel eines Black Metal Albums sein und genau so schallt es auch aus den Boxen. Dunkel und bedrohlich wummern die Bässe, die Vocals wechseln zwischen Shouts und heiserem Sprechgesang. HELLBASSBEATERS, bei diesem Song trifft der Albumtitel ins Schwarze.
"Empty Memories" beginnt mit zwei sehr schnellen Bassgitarren. Die Vocals versuchen zwar tapfer gegen die Bassgewalt anzusingen, aber das gelingt nur zum Teil.
"Boiling Blood" ist eingängiger, das liegt an der Kombination von Vocals und mehrstimmigen Gesang im Wechsel, die für eine melodischere Stimmung sorgen und von den Bässen nicht so zugedeckt werden.
"Far too late" legt mit brachialem Bassgeschepper vor, nach Death Metal Sprechgesang entwickelt sich der Refrain erstaunlich melodisch.
"The Asshole Song", was für ein schöner Titel, marschiert flott, mit nun schon bekannt, mehreren Bässen los. Nach einem kurzen Drumsolo nimmt man Tempo raus bevor die Bässe mit vielen, in verschiedenen Rhythmen gespielten Läufen wieder im Vordergrund stehen.
"Dead from the Eyes down" ist ein echter Death Metal Song. Schnell rasen die Bässe dahin. Harte Drumschläge und die heiseren Shouts klingen aggressiv und düster.
"Razorblade Romance" ist ähnlich dunkel. Die Bässe und Drums fegen druckvoll um die Ohren. Im mittleren Teil zeigen die Musiker die ganze Bandbreite der Viersaiter vom schnellen Solo bis zu abgrundtiefem Dröhnen ist alles vertreten.
"Voices" stampft langsam dahin. Anfangs gibt es die üblichen zwei Bässe die deutlich getrennt über den linken und rechten Kanal die Trommelfelle erschüttern. In der Mitte übernimmt ein dritter Bass eine leadgitarrenartige Aufgabe.
Ob man sich mit "Eagles fly free" einen Gefallen getan hat wage ich zu bezweifeln. Der Helloween Klassiker klingt im Original doch um Welten besser. Wie immer bei einem Cover muss es sich den Vergleich mit dem Original gefallen lassen. Zwar ist der Gesang ähnlich melodisch und die Bässe halten sich oft auch deutlich zurück, aber die E-Gitarren vermisse ich hier doch. Prima sind die schnellen, treibenden Drums. Wenigstens spielen die Bässe dieses Mal nicht in tiefsten Regionen und klingen an einigen Stellen schon fast wie zu tief gestimmte Gitarren.
"To Hell and back" legt mit einem tollen Drumsolo und erst einem dann zwei Bassgitarren mächtig vor. Der Song hat einen ansteckenden Groove und ist heiterer als die meisten auf dem Album. Hier vermisse ich im Gegensatz zu den anderen Liedern die E-Gitarren nicht. Flotte Nummer die in die Beine geht.
Fazit: Beim Anhören des Albums wurde ich an einen Song von AC/DC erinnert in dem es heißt: Let there be light, sound, drums, guitar. Letztere fehlen hier aber komplett, und das habe ich doch bei einigen Songs schmerzlich vermisst. Einige Stücke sind ohne Zweifel interessant, aber als Ganzes ist die Scheibe ziemlich schwer verdaulich. Die Musiker beherrschen ihr Fach und lassen es gehörig krachen, jedoch ist der Bass nur ein Begleitinstrument und so dominant wie hier erschlägt er manche Melodie ganz einfach. Auch nach vielen Durchläufen werde ich nicht richtig warm damit. |
Anspieltipps:
| | "We live", "Boiling Blood", "To Hell and back". |
Tipp:
| | Für alle, die im Bass ihr Lieblingsinstrument sehen und auch etwas mehr als Begleitung erwarten, sei dieses Album in jedem Fall ans Herz gelegt. |
Titel-Liste:
| | - Awakening the Bass Machine
- We live
- Armageddon
- Romance in black
- Godless Gods
- Empty Memories
- Boiling Blood
- Far too late
- The Asshole Song
- Dead from the Eyes down
- Razorblade Romance
- Voices
- Eagles fly free
- To Hell and back
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Laufzeit:
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