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Review: Bastard |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | M.U., 05.08.2010 |
Review:
| | Bastard gründen sich 2000 in einer mir bestens bekannten Stadt, nämlich in der baden-württembergischen Pforzheim (habe da auch mal ein Jahr gewohnt). Ob es jetzt vier oder fünf Bandmitglieder sind, ist ungewiss. Auf dem CD-Cover schauen einen vier Musiker auf dem Promo-Zettel fünf Musiker an. Musikalisch frönt man dem Melodic Death Metal mit zeitkritischen und provokativen Inhalten. Zwei Jahre späte erscheint ihre erste Demo-CD FETUS OF GOD. Trotz der schlechten Produktion bekannten sich viele Fans zu dieser Band. Zwischen 2002 und 2007 spielte Bastard auf zahlreiche Konzerten und Festivals (beispielsweise Römersee Open Air, From Dusk Till Dawn Festival, Metal-BW-Festival). Man tritt vor allem in Deutschland und Österreich auf, zusammen mit Bands wie Tankard, Desaster, Krabathor, Japanische Kampfhörspiele, Fleshless, Godess of Desire, Deadborn, Necropsy, Jack Slater, Disillusion und vielen mehr. Ab 2007 beginnt man mit der Produktion des ersten Albums, welchen zunächst in Eigenregie erscheinen soll. Auf Grund diverser Wechsel innerhalb der Band dauert die Fertigstellung bis 2009. Im selben Jahr kommen sie bei STF Records unter Vertrag und mit diesem Label erscheint es endlich im Februar 2010.
Mit "Doomsday (Lamb of God)" steigen wir in das Album ein. Der Gesang klingt wirklich sehr "Doom". Aber die Gitarre macht eher den Eindruck einer 70er Jahre Band. Schrill, überdreht und sehr schnell in hohen Tonlagen gespielt. Anlehnungen an die Band Lamb Of God sind allerdings nicht erkennbar, wahrscheinlich auf nicht beabsichtigt. Zum Einstieg bestens geeignet.
Mit "Entity" geht Schlag auf Schlag weiter. Eine überaus treibende Gitarre beherrscht die Szenerie. Tiefer, grölender Gesang gepaart mit dieser genialen Gitarre ist einfach genial. Besonders die Exkurse des Gitarristen in die Soloschiene mit den erwähnten Anleihen aus den 70er Jahren mit diesem hohe Gefrickel sind beeindruckend.
Thrashige Klänge sind die ersten Eindrücke von "Lord of Lies". Doch wird man nach einiger Zeit eher doomlastig und schwerfälliger und langsamer. Allerdings gemischt mit schnellen Passagen wobei doch der eher getragene Stil überwiegt. Eine schöne Abwechslung.
Etwas schneller und melodischer ist de nächste Song "Life after Death". Eigentlich zu fröhlich eingespielt für ".... After Death". Abe das hält die Jungs nicht ab, eine gelungene Mischung aus diversen Stilelementen wie Speed Metal und Death Metal gekonnt zu mischen. Sogar Nu-Metal Elemente sind erkennbar.
"Spirit of War" beginnt so wie der Titel es sagt. Kriegerisch. Der rhythmische und monotone Klang der Gitarre erinnert einen an ein Bombardement der Luftwaffe. Dieses Steilelement zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Song. Damit hat er etwas an sich, was den Zuhörer in seinen Bann zieht.
Na das wollen wir mal nicht hoffen: "Brain Corrosion". Ein korrodiertes Gehirn möchte wohl niemand haben. Funkiger Bass und tiefer Gesang. So will man die Korrosion vorantreiben. Dazu kommen, man glaubt es kaum, spanisch anmutende Klänge und extrem melodische und melancholische Gitarreneinlagen. Setzt doch die Korrosion ein?
Folgen der Korrosion sind erkennbar. Denn "Visions of Blood and Lust" klingt sehr instrumentell und sehr nach akustischen Gitarren. Wenigstens anfänglich. Doch dann geht es so richtig zur Sache. Der Song steigert sich zu einem Inferno an Schlagzeug- und Gitarreneinlagen. Dazu er tiefe growlende Gesang. Der Rhythmus ist eher getragen und schwerfällig und in Richtung Black und Dark Metal strebend. Und dann wieder ein geniales Gitarrensolo, das mit den Bands auf der Hardrock Zeit locker mithalten kann Auf jeden Fall ein Anspieltipp!
"66Susi". Hoffentlich keine 66 Susis. Der Song tendiert eher in Richtung Speed Metal und Power Metal. Eine gelungene Mischung aus den Stilelementen. Und wieder diese total geniale Gitarre. Der Gitarrist muss einfach einen total Hang zu den vergangenen Rockzeiten haben.
Lange haben wir gewartet. Aber dann kommt er doch. Der Song, der dem Album seinen Namen gegeben hat: "Aftermath". Eher akustisch inspiriert beginnend wendet man sich doch sehr schnell dem eigentlichen Metier zu, dem Doom und Thrash Metal.
Gut, machen wir das Licht aus mit dem Song "Northern Lights". Nämlich dem letzten Song dieses Albums. Und damit es einem so richtig im Gedächtnis haften bleibt, legt man noch mal einen Scheit drauf. Ein gelungener Abschluss eines gelungenen Albums. Aber jetzt machen wir das Licht wirklich aus und lassen diese Songs noch einmal vor unserem Auge passieren oder wir legen die CD gleich nochmal in den Player.
Fazit: Was die Pforzheimer da abliefern ist wirklich schon beeindruckend. Besonders diese geniale Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen gepaart mit der überwältigend guten Gitarre, die sogar Elemente aus der guten alten Hardrock Zeit integriert und einen immer wieder an die Bands der 70er und 80er Jahre erinnert lässt. Sowohl instrumentell als auch gesanglich kann die Band voll überzeugen. Um sich eine genaues Bild machen zu können kann man nur empfehlen, sich das Album zu besorgen. |
Anspieltipps:
| | "Doomsday (Lamb of God)", "Entity", "Life after Death", "Spirit of War", "Brain Corrosion", "Visions of Blood and Lust" sowie "Aftermath". |
Titel-Liste:
| | - Doomsday (Lamb of God)
- Entity
- Lord of Lies
- Life after Death
- Spirit of War
- Brain Corrosion
- Visions of Blood and Lust
- 66Susi
- Aftermath
- Northern Lights
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