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Review: Beatallica
 
SGT. HETFIELDS MOTORBREATH PUB BAND

Album:
 SGT. HETFIELDS MOTORBREATH PUB BAND, 2007, Oglio/Cargo Records

Stil:
 Hard Rock, Heavy Rock

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 M.W., 12.08.2007

Review:
 In Anlehnung an Mr. Hetfield und Kollegen wartet SGT. HETFIELDS MOTORBREATH PUB BAND mit waschechtem Heavy Metal auf - ein Tribut an die Titanen dieses Genres. Wie immer mischen Beatallica hierbei die Beatles und Metallica, kombiniert mit satirischen Texten, die zu den beiden Haupteinflüssen passen. Dies ist jedoch ihr erstes, offiziell auf CD erscheinendes Album. Die Zeiten des kostenlosen Downloads auf der Band-Homepage sind also vorbei.

Den Startschuss gibt "Sgt. Hetfield's Motorbreath Pub Band". Zuerst sind Hintergrundgeräusche wie in einer Kneipe bzw. einem Proberaum zu hören, die auch während des Songs immer wieder auftauchen. Mit dem Intro stellt sich die Band vor, gibt ihren Einstand. Die Stimme des Sängers hat nicht nur Ähnlichkeit mit der von James Hetfield, sondern auch mit der von Degree of Freedom-Frontmann und Gangstarocker Frank Poschner. Die Truppe präsentiert aber nicht den ganz harten Metal.
"Revol-ooh-tion" gewinnt vor allem durch das recht abwechslungs- und temporeiche Schlagzeug eigene Charakterzüge. Die Vocals wirken etwas schwach und können durch die Schnelligkeit nicht perfekt betont werden. Die Bridge nach ca. 1:20 Min ist gut und auch die Gitarre kann besonders durch Soli überzeugen.
Die Spannung wird effektvoll bei "Blackened the U.S.S.R." aufgebaut. Der Klimax könnte aber auch ausgeprägter sein - Geschmackssache halt. Der Gesang klingt draufgängerisch, die Instrumente sind allerdings bis auf das Schlagzeug oft zurückhalten gegenüber ersterem. Insgesamt recht durchschnittlich und nicht unbedingt der Heavy Metal schlechthin.
Dahingegen zeigt "Sandman" sehr starke Ahnlehnungen an Metallica, zumal der Gitarren- und Basspart eins zu eins übernommen wurden. Nur der Text erscheint in Eigeninterpretation. Echt unerwartet gut gemacht, auch die Backgroundvocals verstärken die eigene Note. Auch wenn's hier insgesamt etwas ruhiger zugeht: Daumen hoch und reinhören!
Ein schönes Gitarrenintro läutet "Helvester of Skelter" ein. Die typischen "Yeah, Yeah"- Rufe von Hetfield dürfen natürlich nicht fehlen. Auch dieses Stück zeigt sich von seiner Marmeladenseite. Wunderbare Riffs vereint mit schlagkräftigen und regelmäßigen Drums. Purer Metal zum Genießen, jetzt blüht die Platte auf, was auch an den wirklich gut beherrschten Gitarren liegen dürfte.
"A Garage of dazy Hite" animiert das erste Mal richtig zum Headbangen und weicht mal wieder auf den schnelleren Heavy Metal aus. Nichts wie auf zum Moshpit. Prägend ist mal wieder die Gitarre, aber auch die Vocals stacheln die Stimmung an. Bester Song bisher!
"Anesthesia (I'm only sleeping)" ist recht langweilig, auch weil der ruhige Anfang das schon vermuten lässt. Da schrämmelt die Gitarre nur so vor sich hin, was Spannendes passiert nicht, bis sich auch circa einer Minute doch noch der Rest der Band zum Mitspielen entscheidet. Insgesamt ist das hier aber nur so ein Lückenfüller, den man meiner Meinung nach auch von der Platte hätte löschen können.
"Leper Madonna" schlägt dann mehr die rockige Richtung ein bis nach etwa der Hälfte des Songs ein gutes Gitarren solo läuft. Der Song könnte auch von Degree of Freedom sein. Insgesamt flott, aber nichts Neues. Das soll aber nicht automatisch heißen, dass da kein Potenzial drin steckt.
Nichts für Weicheier ist dagegen "Ktulu (He's so heavy)". Der längste Song setzt auf konzentrierte Drums, etwas zurückhaltenderer Gitarren, aber enorm ausdrucksstarken Gesang. Hier ist die Ähnlichkeit des Gesangs mit dem von Mr. Hetfield himself am ähnlichsten. Song 9 präsentiert den Ur-Metal überhaupt auf ruhige Art, mal - man möchte fast sagen - beschaulich, dann aber auch beängstigen und draufgängerisch. Ist vielleicht nicht unter den Top 3 der Scheibe, es schadet aber auch nicht, mal hingehört zu haben. Besonders das Outro weiß zu gefallen.
"For Horsemen" setzt wieder auf Tempo und ruft zum Moshen und Spaß haben auf. Auch wenn das Thema ein wenig belustigend erscheint, so prägen doch vor allem der Gesang in Kombination mit schrägen Gitarren und einem bestimmenden Schlagzeug, dass aber geschickt aus dem Hintergrund heraus agiert, dieses Werk. Gut, gut, gut.
Nun stellen wir uns dem zweiten, über sieben Minuten langen Song. In "Hey Dude" beweisen Beatallica, dass auch ruhige Instrumente und nachdenkliche Vocals gut ankommen. Auch wenn das gesungene "Hey Dude" nach viel Alk klingt und manchmal zum Lachen anregt, rechtfertigt der Songaufbau durchaus seine Länge. Das Stück wirkt alles andere als langweilig, eher abwechslungsreich und ungewöhnlich gegenüber den bisher vorgestellten Werken. Besonders der Text ist vortrefflich und teils sogar amüsant.
Die squeezige Gitarre zeigt eine völlig andere Seite der Band in "Sgt. Hetfield's (Reprise)". Auch hier regiert oft mehr der Rock als der Heavy Metal. Vom Tempo her eins der wenigen mittelschnellen Songs. Der Gesang scheint ein bisschen gelangweilt und auch die Gitarrenriffs wirken nach einiger Zeit abgenutzt.
Das Outro gibt sich kurz, aber druckvoll. Ist zwar nicht unbedingt das beste "Abschiedsstück", dennoch gibt's mit "...and Justice for all my Loving" noch mal mächtig was auf die Metaller-Birne. Man achte besonders auf den Backgroundgesang. Wirklich variabel zeigt sich hier eigentlich nur der Gesang. Alles in allem aber ein Song, der über dem Durchschnitt einzuordnen ist.

Fazit: SGT. HETFIELDS MOTORBREATH PUB BAND ist weder der absolute Dauerbrenner noch total zu kotzen. Ein gesundes Mittelmaß mit einer halben Portion und einer halben Portion Metal beschreiben das Album wohl am besten. Für Metallica-Fans ist das zwar nicht unbedingt ein Muss, schadet aber auch nicht, wenn die Scheibe in der Sammlung vorhanden ist.

Tipp:
 Sandman, Helvester of Skelter, A Garage dazy Hite, For Horsemen

Titel-Liste:
 
  1. Sgt. Hetfield's Motorbreath Pub Band
  2. Revol-ooh-tion
  3. Blackened the U.S.S.R.
  4. Sandman
  5. Helvester of Skelter
  6. A Garage dazy Hite
  7. Anesthesia (I'm only sleeping)
  8. Leper Madonna
  9. Ktulu (He's so heavy)
  10. For Horsemen
  11. Hey Dude
  12. Sgt. Hetfield'S (Reprise)
  13. ...and Justice for all my Loving

Laufzeit:
 47:03 Min.

Band-Infos:
 
  • www.beatallica.org 


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