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Review: Belphegor |
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Album:
| | BONDAGE GOAT ZOMBIE, 2008, Nuclear Blast |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.J., 15.04.2008 |
Review:
| | BONDAGE GOAT ZOMBIE heißt es also, das jüngste Album der Österreicher mit Faible für schwarze Kakophonien und tödliche Double-Bass. Nunja, so wirklich klischeefrei war eine Band mit Albumtiteln wie NECRODAEMON TERRORSATHAN wohl noch nie, jedoch finde ich, dass man es im Titel des neuesten Albums ein wenig übertrieben hat.
Auch finde ich die Preispolitik von Nuclear Blast in diesem Fall zum wiederholten Mal ein wenig irritierend. Immerhin muss man in Deutschland mal locker ganze 20 Euro für ein gewöhnliches Digipack mit qualitativ eher schwacher Bonus DVD hinblättern, während man in den USA und Kanada für den selben Preis nur in Dollar, also etwas mehr als die Hälfte sogar noch ein beidseitig bedrucktes T-Shirt dazubekommt, wie lange im Voraus auf der Myspace Seite von Belphegor beworben wurde. Ist es entgegen aller ehrenhafter Versprechen der Labels etwa doch möglich, Alben zu fanfreundlichen Preisen anzubieten? Oder steckt eine neue Preispolitik dahinter, mit der auch aus Deutschland mittels Dumping-Preisen der amerikanische Markt erobert werden soll, während die entstandenen Kosten einfach auf europäische Fans umgelegt werden?
Wie auch immer, nach den anfänglichen Magenschmerzen über den Kaufpreis widme ich mich mal dem Wert des erworbenen Inhalts:
"Bondage Goat Zombie", also der Titeltrack eröffnet das Album. "In Hell we burn" heißt es im gekrächzten Intro, wohl angelehnt an das Fans noch bekannte "Gott ist tot!" Intro früherer Tage. Wie auch damals schon, setzt ohne Ankündigung die gnadenlose Double-Bass ein und bleibt auch bestimmend für das Lied. Ein klasse Opener im bekannten Stil, Fans haben bislang also nichts falsch gemacht.
"Stigma Diabolicum" ist deutlich melodiöser. Sogar zweistimmige Leads finden sich in dem Song, während das Gebilde rhythmisch auch zunächst eher dem Thrash entlehnt ist. Dabei bleibt es überraschender Weise auch, und die Melodie im Chorus wird sogar fast zum Ohrwurm.
Ruhig und mit leicht barocken Gitarrenklängen klingt "Armageddon's Raid" ein, wird aber daraufhin gleich erst mal plattgewalzt. Im Tempo variiert der Song im folgenden allerdings recht stark, so gibt es, wenn man es so nennen will auch mal ein paar leicht doomige Takte, dann einen Mid-Tempo Part, während daraufhin freudig weitergeknüppelt wird.
"Justine: Soaked in Blood" wird von abgehackten Rhythmen dominiert. Um Dominanz geht es auch textlich, und wer sich den Albumtitel noch mal in's Gedächtnis ruft, weiß wie's gemeint ist.
Wie war das doch gleich mit den Klischees? Der "Sexdictator Lucifer" grüßt als nächstes, natürlich mit einigen Stöhn-Einlagen garniert. Überraschend, dass es sich schon wieder um einen sehr Heavy gestalteten, langsamen Song handelt.
Umso schöner, dass die Ösis im folgenden "Shred for Sathan" dafür auch wieder selbiges tun. Mal wieder ein Song der einen Drummer auch körperlich fordert - und dem Hörer obendrein Spaß macht. Klasse.
"Chronicles of Crime" glänzt auch wieder durch Stakkato Drums und - wiedermal - doomige Riffs. Zwar sind diese mit kurzen DoubleBass Takten untersetzt, aber so wirklich will der Song bei mir nicht zünden.
"The sukkubus Lustrate" ist durchweg langsam und durch klare Gesangspassagen ergänzt. Das wirkt nicht so konfus wie bislang Gehörtes und erzeugt eine düstere Atmosphäre. Auch bleiben Belphegor hier natürlich wie auf BONDAGE GOAT ZOMBIE durchweg ihren deutsch/englischen Lyrics treu. Der Song geht nahtlos in "Der Rutenmarsch" über, einem eher ruhigen Ausklang. "Natus in morte."
Fazit: Belphegor gehen auf BONDAGE GOAT ZOMBIE deutlich abwechslungsreicher zu Werke als auf den vorigen Werken. Melodischer, aber auch im Tempo variabler. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selbst wissen. Fakt ist: Ihre Stärke haben sie nach wie vor in den Knüppeltracks, die auch hier nach wie vor gelungen sind. |
Titel-Liste:
| | - Bondage Goat Zombie
- Stigma Diabolicum
- Armageddon's Raid
- Justine: Soaked in Blood
- Sexdictator Lucifer
- Shred for Sathan
- Chronicles of Crime
- The Sukkubus Lustrate
- Der Rutenmarsch
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.belphegor.at  |
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