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Review: Benedictum
 
SEASONS OF TRAGEDY

Album:
 SEASONS OF TRAGEDY, 2008, Locomotive

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 J.G., 15.12.2007

Review:
 Im Classic Rock Magazin UK noch als einer der Top-Bands von 2006 gehandelt, sorgten die Kalifornier um Frontfrau Veronica Freeman und Gitarrist Pete Wells mit ihrem Debüt noch für gehörig Aufsehen. Zwei Jahr später stehen sie nun mit ihrem Nachfolger in den Startlöchern um erneut einen Heavy Metal-Angriff auf die Trommelfelle dieser Welt zu starten.
Mit der Veröffentlichung ihres zweiten Albums ist nicht nur der Debüt-Bonus gestrichen worden, sondern sind angesichts des starken UNCREATION auch die Erwartungen entsprechend hoch. Hitze sind die in San Diego beheimateten Metaller sicherlich gewohnt. Jetzt heißt es auch der eiskalten Kritik der gnadenlosen Tester zu widerstehen. Und um es nicht so spannend zu machen, sie haben ihre Sache mit Bravour gemeistert und brauchen nicht die dicken Wolldecken auspacken.

Wer nach den ersten paar spärischen Klängen vielleicht dachte, die Amis wären klammheimlich zur Fraktion der Warmduscher gewechselt, der hat sich wohl gründlich getäuscht. "Dawn of Seasons" braucht gut eineinhalb Minuten um in Schwung zu kommen und den Startschuss für den Opener vorzubereiten.
Aber dann, als "Shell Shock" so richtig loslegt, wird alles niedergewalzt, was sich in den Weg stellt. Ein wahres Drum-Geballer und Riffgewitter stürmt aus den Boxen. Fast so wie Nicolas Cage als Ghostrider auf seinem Feuerstuhl, legt man hier schon mal eine mächtige Spur auf den Highway, die noch länger lodert. Klar ist neben Veronicas unverwechselbarer Stimme - ja, sie hat zwei X-Chromosomen - auch Pete gut aufgelegt und feuert seine Gitarren-Soli ab.
Apropos Weg - auch wenn man endlich gelernt hat, nicht nur gnadenlos die Überholspur zu benutzen und notfalls sogar die Standspur und den Grünstreifen zu befahren, so hat sich an der Hauptrichtung nichts geändert.
"Burn it out" und sein Intro mit aufheulenden Motoren und quietschenden Reifen geht tierisch nach vorne.
"Bare Bones" mit seinen dezenten Nu Metal-Riffs lebt von der ausgezeichneten Leistung der Frontfrau, die hier mit einem recht eingängigen Refrain überrascht.
"Within the Solace" feuert ihre Riff-Granaten in die Menge und erfährt einmal mehr von der Rhythmus-Fraktion die nachdrückliche Unterstützung.
Lauert mit "Beast in the Field" die erste Ballade? Ähem... Definitiv Nein! Vielmehr zockt man hier gnadenlosen Power Metal, der mit gewaltigem Drehmoment voll nach vorne abgeht. Die Sahnehäubchen sind dabei der melodische Refrain, das rattenschnelle Gitarren-Solo und so manch interessantes Break.
"Legacy" könnte am besten als Bastard aus skandinavischem melodischen und US-amerikanisch rauhem Metal beschrieben werden. Die Regler der Verstäker stehen dabei auf "Anschlag rechts" und der Tempolimiter wurde sicherheitshalber abgeklemmt.
Für "Nobodies Victim" wurde das Tempo etwas herausgenommen. Dafür hat man jedoch ein paar Pfund mehr Riffs aufgelegt und mit groben Korund die Härte maximiert. Da sorgen auch die Keyboards kaum für Linderung des Härtegrads.
Aha, von Dio zu Udo... Benedictum ist natürlich nicht die erste Band, die sich den Accept-Klassiker"Balls to the Wall" als Cover zu Gemüte führt und dies auch recht glänzend meistert. Für Accept und U.D.O.-Fans ist der Umstand, dass Veronica hier eindeutig tiefer singt, als ihr männlicher Kollege Udo Dirkschneider, sicherlich Grund genug für ein breites Grinsen im Gesicht. Beim nächsten Interview werde ich Udo mal fragen, was er von seiner Song-Erbin hält.
Die Ballade "Steel Rain" kommt kurz vor dem Ende des Albums und das ist nicht die eigentliche Überraschung. Wer Veronica einmal ganz anders singen hören möchte und bisher immer noch Zweifel bei der geschlechtlichen Einordnung hatte, der darf nun endlich diese Zweifel über Bord werfen. Sie kann ihr Stimmchen durchaus sanft und weiblich erklingen lassen. Instrumentell hat man hier den Keyboard-Parts deutlich mehr Raum zugestanden ohne die Gitarren restlos zu verbannen. Das wäre dann doch des Guten zu viel gewesen. In jedem Fall kann ich feststellen, dass Benedictum auch bei Power-Balladen eine gute Figur machen ohne gleich auf Weichei-Niveau abzusteigen.
Exotischer Sprechgesang und vielstimmige Chöre leiten den Titelsong "Seasons of Tragedy" ein, den man sich für den Schluss aufgespart hat. Mit leicht melancholischem Gothic-Flair nimmt jedoch bald wieder der druckvolle mit Double-Bass untermauerte Heavy Metal die Führung. Facettenreich wie selten zuvor haben die Kalifornier hier eines ihrer Meisterstückchen abgeliefert. Häufige Themenwechsel von sanft und melodisch bis hin zu melancholisch und metallisch hart, wird hier nach jedem Break ein neuer Kurs eingeschlagen, sodass die Reise viel zu schnell zu Ende ist. Wahrlich ein Ausklang eines exzellenten Albums nach Maß.

Fazit: Ja, Benedictum habe mit ihrem zweiten Album eindrucksvoll bewiesen, dass es sich um keine Eintagsfliege gehandelt hatte. Die Musik erscheint nun auch deutlich erwachsener. Das halt- und rücksichtslose Stürmen nach vorne, das dem Debüt noch zu eigen war, wurde hier kanalisiert und in viele Richtungen ausgefeilt. Aus einer ungestühmen Heavy Metal Combo hat sich eine moderne Metal Band entwickelt, die es qualitativ durchaus mit den Großen der Szene aufnehmen kann.

Tipp:
 Wer energiegeladenen Heavy Metal mit (weiblicher) Ausnahmestimme kaum noch aus seinem CD-Player bekommt, der kann hier endlich einen Scheibenwechsel vornehmen. Fans von Benedictum braucht man wohl kaum noch motivieren.

Titel-Liste:
 
  1. Dawn of Seasons
  2. Shell Shock
  3. Burn it out
  4. Bare Bones
  5. Within the Solace
  6. Beast in the Field
  7. Legacy
  8. Nobodies Victim
  9. Balls to the Wall
  10. Steel Rain
  11. Seasons of Tragedy
    - - - Bonus - - -
  12. Catch the Rainbow

Laufzeit:
 59:02 Min.


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