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Review: Billy Talent |
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Album:
Stil:
| | Alternative Rock, Post-Hardcore |
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | M.U., 27.07.2009 |
Review:
| | Nach drei Jahren melden sich Billy Talent um den Sänger Ben Kowalewicz mit dem bisher nach allgemeiner Meinung besten Album "III" zurück. Jetzt gibt es Billy Talent schon seit 16 Jahren und man mag es kaum glauben, die Band räumt in Deutschland und Kanada alles ab, was es nur gibt und... In Amerika, Asien und Australien sind sie völlig unbekannt. Man kann es kaum glauben, oder? Aufmerksamen Hörern werden Einflüsse anderer Bands auffallen wie beispielsweise durch Tom Morello (Rage Against The Machine), Andy Summers (The Police) oder Kim Thayil (Soundgarden).
Los geht es mit dem Song "Devil on My Shoulder". Schon dieser erste Song hat das Potential, sich einem in die Gehörgänge einzugraben. Und dies wird in den nächsten Songs immer wieder passieren. In typischer Billy Talent-Manier präsentiert sich dieser Song. Einfach rotzig und frech, so richtig zum Mitswingen.
Unbestritten ist "Rusted from the Rain" der Hammer-Song schlecht hin. Ein bisschen schwerfällig am Anfang; dies wird sich durch den ganzen Song hindurch ziehen. Wer bei diesem Song "Rusted" bleibt, dem ist nicht mehr zu helfen. Diese Power, diese Stimmgewalt, die in diesem Song liegt, ist einfach genial. Nicht umsonst ist das wohl der am häufigsten gespielten Song aus diesem Album. Da läuft es einem eiskalt den Rücken runter, so tief geht einem der Song unter die Haut.
Weiter geht es mit "Saint Veronika". Der Song hat sicherlich ein bisschen schwer, einem solchen Hammer zu folgen. Ein tief gestimmter Bass leitet den Song ein. Der Song strahlt eine gewisse Fröhlichkeit aus und dennoch ist es einfach Billy Talent.
Etwas melancholischer beginnt der nächste Song mit dem Titel "Tears into Wine". Im Großen und Ganzen hebt sich dieser Song von der Grundstimmung kaum hervor und bleibt auf dem exzellenten Niveau. An manchen Stellen erinnert er an die britische Pop-Ära der 80er Jahre.
"White Sparrows" wirkt sogar noch melancholischer und noch ruhiger als sein Vorgänger. Ein sehr getragener Song, den man schon als Rockballade bezeichnen kann. Und dennoch hat der Gesang von Ben etwas in sich, das ihn einzigartig macht. Auch hier werden Erinnerungen an die britische Musikkultur wach. Aber so ist Billy Talent halt...
Mit einem Sack voller Träume oder genauer gesagt mit "Pocketful of Dreams" geht es weiter. Leicht punkig angehaucht und ein bisschen hippig empfängt uns der Song. Manche Gesangspassagen erinnern einen sogar an A System Of A Down. Da kann man schon gewisse Parallelen heraushören.
Für Billy Talent vollkommen ungewöhnlich beginnt "The Dead Can't Testify". Es klingt eher nach Klassik. Glücklicherweise ändert sich das relativ schnell und man kehrt zur gewohnten Linie zurück. Der Song bleibt eher auf dem ruhigeren Niveau, was ihn aber nicht schlechter macht. Unterschwellig erkennt man eine fröhlichere Note, die auch Anklänge an Themen aus den 60er Jahren ausweisen.
Hoppla, was ist denn jetzt passiert: Der nächste Song "Diamond on a Landmine" klingt wie die guten alten The Police mit ihrem Hit "Roxanne". Die Ähnlichkeiten sind frappierend. Aber Ben Kowalewicz hatte ja schon im Vorfeld geäußert, dass er auch durch The Police beeinflusst wurde. Und das kann man hier ohne Umschweife hören.
So richtig bombastisch beginnt "Turn Your Back" in alter Billy Talent Manier. Der Song gräbt sich sofort in die Gehörgänge ein und man kann nichts anderes machen, als mit zu rocken. Da kommt eine Stimmung rüber, die einen schlagartig fröhlich stimmt. Ein echt genialer Song.
Wir bewegen uns schon wieder auf das Ende des Albums zu. "Sudden Movements" ist der vorletzte Song. Etwas schwerfällig und getragen beginnt er und bleibt es auch in seiner Gesamtheit. Manche Passagen erinnern einen an den Song "Losing my Religion" von R.E.M. Wenigstens versucht man gedanklich die Texte in dieser Richtung zu ergänzen. Dennoch besteht keine so starke Nähe wie bei "Diamond on a Landmine".
Und zum Schluss noch ein bisschen Melancholie mit "Definition of Destiny". Der Song ist eher von der ruhigeren Art, besitzt aber dennoch die Macht, sich musikalisch als beeindruckendes Werk zu präsentieren. Ein gelungener Abschluss eines überaus gelungenen Albums. Da kann man nur auf den Nachfolger hoffen. Titel: "IV"?
Fazit: Alle guten Dinge sind "III". Auch wenn Billy Talent das Rad mit diesem Album nicht neu erfunden haben, so ist es doch stilistisch unverwechselbar und hat einen hohen Wie-dererkennungswert. Wer schon die ersten zwei Alben (WATOOSH! von 1999 wurde noch unter dem vorherigen Bandnamen Pezz) gehört hat wird merken, hier bleibt man seiner Linie absolut treu. Und dennoch ein wirklich hervorragendes Album, welches den Fan in Verzückung versetzen wird. Schon im Vorfeld der Veröffentlichung wurde auf Musiksendern vie VIVA, MTV oder ähnlichen der Song "Rusted from the Rain" (Single-auskopplung vom 30. Juni 2009) rauf und runter gespielt. Was wohl auch dazu führt, dass das Album heiß begehrt ist. Nur ein paar Tage nach der Veröffentlichung am 10. Juli 2009 steht das Album auf Platz #2 der deutschen Charts und Platz #35 in Großbritannien (VÖ: 13.07.2009). |
Anspieltipps:
| | Unbestritten sind dies "Devil on My Shoulder", "Rusted from the Rain", "Turn Your Back" und "Sudden Movements". |
Titel-Liste:
| | - Devil on My Shoulder
- Rusted from the Rain
- Saint Veronika
- Tears into Wine
- White Sparrows
- Pocketful of Dreams
- The Dead Can't Testify
- Diamond on a Landmine
- Turn Your Back
- Sudden Movements
- Definition of Destiny
- - - Bonus-Version - - - - Don't Need To Pretend [b-side]
- Bloody Nails + Broken Hearts
- Devil on my Shoulder (Demo)
- Tears into Wine (Demo)
- White Sparrows (Demo)
- Turn Your Back (Demo)
- Pocketful of Dreams (Demo)
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Laufzeit:
| | Standard-Version: 43:29 Min. |
Probehören und Kaufen:
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