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Review: Black Diamonds
 
Black Diamonds - PERFECT SIN

Album:
 PERFECT SIN, 2013, CD Baby

Stil:
 Glam Rock, Sleaze Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.D., 19.03.2014

Review:
 
Sali zsäma,
"Diamonds are a girl's best friend" sang bereits Marilyn Monroe.
Ob das auch auf sündige schwarze Diamanten zutrifft, wollen wir bei dem Album Perfect Sin von Black Diamonds herausfinden.
Anhand der Internet-Domäne CH sieht man zwar, dass es sich dabei um eine Band aus der schönen Schwiiz handelt, anhand des Covers und des Bandoutfits würde man aber eher texanische Garagen-Rocker vermuten. Das zweite Album nach dem 2008 erschienenen First Strike (welch passender Name für ein Erstlingswerk) gehen die vier Jungs aus dem Kanton St. Gallen recht couragiert an. Die Lyrics und das leicht bekleidete sich auf einem Bett rekelnde Cover Girl Tracy Kassandra Lex sind eher für erwachsene Personen geeignet, was auch den Hinweis "Parental advisory explicit content" erklärt.
Das Booklet ist mit den typischen Inhalten gefüllt: Bandfotos, Liedtexte, Danksagungen und ein paar Produktionsinfos.
Dann schauen wir uns mal genauer an, was der Longplayer so alles bietet:

"The Court" ist ein reines, aber hübsch gemachtes Intro, das durch den leicht mystischen Touch schon mal Interesse nach mehr hervorruft.
Das bekommt man dann direkt im Anschluss bei "Judgement Day": sehr präsente Gitarren mit einem klassischen Rock-Solo, gut eingebettet in Bass und Schlagzeug. Der Gesang ist stimmig, allerdings bekommt man den Eindruck, als ob die Handbremse noch nicht ganz gelöst sei.
Bei "Shot Of Love" geht's im Gleichschritt weiter, hier wirkt der Gesang aber einen Ticken souveräner.
Der nächste Titel "I'll Be OK" erhöht dann die Schlagzahl nochmals deutlich. Passend zu A. Schwarzeneggers fast gleichlautendem Zitat "I'll be back" aus dem Film "Terminator" hört man den Lautsprechern die pure Freude an, dass es jetzt aber mal richtig wummert. Bass und Schlagzeug drücken nach vorne, ohne zu übertreiben. Einem sehr melodiösen Refrain folgt ein überaus ansprechendes Gitarrensolo. Sogar ein Break mit ruhigem kanonartigem Zwischenpart erhöht noch die Spannung: Der Titel besticht mit voller Power und purem Rock!
Beim anschließenden "Take My Life" wechseln sich langsame und schnelle Parts ab, allerdings wird die bereits aufgenommene Fahrt etwas abgebremst, da der Titel inhaltlich doch etwas traurig anmutet und einen leider nicht ganz so rockig mitnimmt...
"Hell Boys" ist ein gutes, klassisches Rockarrangement mit viel Mitgröl-Potential. Der Gesang ist zu Beginn gedoppelt/angehaucht und ist dann teilweise mit einem Backgroundchor unterlegt. Der überraschende Monolog im Mittelteil führt direkt zu einem weiteren attraktiven Gitarrensolo. Wer den Song aufmerksam verfolgt, hört die wirklich faszinierende Melodie, die die Leadgitarre im Hintergrund spielt.
Ein interessantes Songwriting und eine gute Modulation kann man dem nachfolgenden Titeltrack "Perfect Sin" attestieren. Die Lead- und Rhythmusgitarren spielen sich die Melodien hübsch zu, der Gesang passt von der Lage sehr gut, er ist perfekt eingebettet. Bass und Schlagzeug bilden wie gehabt ein schickes Fundament, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen.
"Hold On" lässt einen dann mal kurz verschnaufen. Der Titel beginnt mit langsamen cleanen Gitarren - der Gesang harmoniert stimmig. Dann wird der Hebel umgelegt und die E-Gitarren machen richtig Dampf. Der Song ist sehr gefällig - zur ganz großen Rock-Ballade reicht's aber nicht ganz.
Bei "Read My Lips" wird das Gaspedal wieder etwas mehr durchgetreten: Ein erdiger Rocksong, bei dem sich Gitarre und Gesang in bester Fußball-Manier attraktive Melodien im Doppelpass zuspielen. Es gibt einige eindrucksvolle Soundeffekte: So z.B. die separierte Nutzung des linken und rechten Kanals, womit richtig natives Stereo erzielt wird. Beim Gitarrensolo sollte man sich warm anziehen - nicht dass man sich auf Grund des starken Zuges noch erkältet.
"We Want To Party" ist der erste Titel auf dem Album, der sich intensiv mit liquiden Konsumgütern befasst. Inhaltlich ist der fröhlich angelegte Partysong nicht ganz jugendfrei, geht aber dafür musikalisch ab wie Schmidts Katze. Er hat Potential für alle Eventualitäten einer stimmungsvollen Festivität: Ob Open-air, Rock-Konzert, Ballermann, Apres-Ski oder Rimini, Ü30 oder U30: Geht alles!
Die ersten Töne bei "Hands Of Destiny" klingen etwas schräg - das kann natürlich aber auch Absicht gewesen sein. Beim Refrain wirkt der Gesang teilweise etwas abgehetzt, beim alpinen Slalom würde man sagen: Der Schwung wurde etwas zu spät angesetzt. Die Gitarrensoli sind teilweise sehr melodiös, teilweise aber auch etwas kantig, was darauf schließen lässt, dass die leichte Schräglage ein prinzipielles Stilmittel dieses Titels sein dürfte.
Ein sehr interessantes Intro mit druckvoller, rockiger Steigerung bietet "Evil Seeds" an. Die Gitarre spielt ein zugkräftiges Solo und teilweise eine faszinierende Überstimme mit sehr feiner Klinge. Die Gesangslage passt gut und die Rhythmusgruppe macht wie gehabt einen guten Job: solides Gerüst, ohne zu viel aufzutragen.
"Up All Night" lässt sich auf die folgende kurze mathematische Formel herunterbrechen: Flotter+härter --> das rockt!
Mit "Somebody Put Something In My Drink" haben die vier Schweizer ein ziemlich flüssiges Ramones-Cover ausgewählt: Der zweite Song des Albums, bei dem es in erster Linie um den großzügigen Genuss von feuchtfröhlichen Erfrischungen und den damit verbundenen Unwägbarkeiten geht. Der Titel passt von Sound und Stimmung her exzellent ins Gesamtkonzept. Genialer Schlusspunkt ist der kurze Dialog zwischen Barkeeper und Gast - einfach herrlich.
"A Thousand Roses" rundet das Album als ansprechendes Akustik-Balladen-Liebeslied ab. Auch wer nicht so sehr auf Schmuse-Songs steht, darf sich diesen Titel trotzdem gerne mal anhören: Er gewinnt durch den mehrstimmigen Gesang deutlich an Tiefe.

Uf Wiadrluaga - en Schöne!

Fazit:Das Album hat Ecken und Kanten und kann sicher nicht als Einheitsbrei klassifiziert werden, weshalb für alle nicht nativen Glam-/Sleaze-Rock Hardcore-Fans eventuell ein "Reinhören" nötig ist. Das Songwriting ist gefällig, lässt aber noch Spielraum nach oben offen. Der Gesang passt gut ins Konzept, er hat diese leicht rauchige dreckige Note, dürfte allerdings in einigen Nuancen etwas prägnanter sein. Die Artikulation ist teilweise gewöhnungsbedürftig, was aber durchaus auf die Musikgattung zurückzuführen sein dürfte.
Alles in allem kann man zusammenfassend sagen:
'S Genre isch sichar nid nöi erfunge, abr 's Album isch uff jeda Fau nid schlächt ;-)

Anspieltipps:
 "I'll Be OK", "Perfect Sin", "Read My Lips" und "Evil Seeds".

Tipp:
 Wer sich in der Richtung Crashdiet oder Hollywood Burnouts wohl fühlt, für den ist das Album quasi Pflicht.
Für alle anderen lohnt sich ein Reinhören aber alle mal: Nach spätestens zwei, drei Durchläufen macht die Scheibe richtig Spaß :-)
Und wer die Chance hat, die Jungs live zu sehen, sollte einfach zugreifen: Auf der Bühne strahlen unsere Diamanten im Kontrast zu ihrem dunkelschwarzen Namen wirklich sehr sehr hell!

Titel-Liste:
 
  1. The Court
  2. Judgment Day
  3. Shot Of Love
  4. I'll Be OK
  5. Take My Life
  6. Hell Boys
  7. Perfect Sin
  8. Hold On
  9. Read My Lips
  10. We Want To Party
  11. Hands Of Destiny
  12. Evil Seeds
  13. Up All Night
  14. Somebody Put Something In My Drink
  15. A Thousand Roses

Laufzeit:
 65:43 Min.

Band-Infos:
 
  • www.black-diamonds.ch 

  • Probehören und Kaufen:
    Black Diamonds: PERFECT SIN


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