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Review: Black Label Society |
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Album:
| | ORDER OF THE BLACK, 2010, Black Label |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.J., 17.01.2011 |
Review:
| | Zakk Wylde ist zurück! Eine Weile war es still um den kräftig gebauten Gitarrengott aus New Jersey. Das Ende seines Jobs als langjähriges Bandmitglied seines Ziehvaters Ozzy Osbourne, sowie mehrere Krankenhausaufenthalte, hatten nicht nur einen Abbruch einer US-Tour, sondern auch eine ausgiebigere Pause als Folge.
Das letzte Album SHOT TO HELL liegt nun immerhin schon ganze vier Jahre zurück, und einiges hat sich geändert im Leben des Mannes der Biertrinken, neben Gitarrensoli und Biker-Look, zum Image gemacht hat: Gesundheitsbedingt rührt er nun keinen Alkohol mehr an, und durch den Wegfall seiner Verpflichtung als Ozzy Gitarrist ist seine Black Label Society nun sein uneingeschränktes Hauptprojekt. Dafür baute er sich eigens den „Black Label Bunker“, sein eigenes Studio, in welchem das neue Black Label Society Album ORDER OF THE BLACK komplett aufgenommen wurde. Dieses erscheint, ganz unbescheiden, in vier verschiedenen Cover-Versionen, sowie weiteren einzelnen Edition mit wechselnden Extras.
Los geht es mit "Crazy Horse", einem der beiden Songs, welche bereits vorab über iTunes erhältlich waren. Gewohnt typische, stampfende Riffs, Dropped Tuning und ein ausgiebiger, schneller Solopart runden den Song ab zu einem gelungenen Einstieg.
Es gibt wohl wenig simplere Riffs als das von "Overlord". Genau das macht den Song aber auch so unendlich eingängig. Das Solo hebt sich im Tempo erheblich vom Rest des Songs ab, und ist natürlich auch nicht so einfach: Ohrwurm!
"Parade of the Dead" ist grundsätzlich eine schnellere Nummer, wie sie bislang auf BLS Alben so noch nicht gegeben hat, abgesehen vielleicht von "Devil's Dime" der Vorgängerscheibe. Unterschied: Die Totenparade ist deutlich besser, macht Spaß ohne Ende und ist klar eins der absoluten Highlights dieses Albums.
Mit "Darkest Days" erweitert Zakk dann sein Repertoire an Piano-Balladen. Ähnlich wie "The last Goodbye", aber nicht ganz so genial wie "In this River", weiß der BLS Fan was er zu erwarten hat, Andere hingegen könnten es aber auch leicht als unnötigen Kitsch abtun.
"Black Sunday" startet mit erstmal mit einem fast halbminüten Gitarrensolo durch. Dies klingt zwar toll, ist aber an sich nicht sonderlich spektakulär. Der Song danach hat jedoch ganz andere Qualitäten, und auch das Solo ist um Längen besser.
"Southern Dissolution" drosselt wieder etwas das Tempo, etwas einleitend zu "Time waits for no one". Nunja, das ist textlich keine große Weisheit, und auch die Ballade keine zu große Stilblüte. Kein schlechter Song, allerdings unter den BLS-Balladen nicht auf den vorderen Plätzen anzufinden.
"Godspeed Hellbound" tritt dafür wieder amtlich das Gaspedal durch. Kein Gefrickel, hier regiert der Rhythmus, dass nur aus einem Ton bestehende Riff gelungen in Szene gesetzt.
Nach dem bedrohlichen Intro ist "War of Heaven" ein sehr schleppender, doomiger Song, dessen bedrückende Stimmung sich sich in einer weiteren Ballade, "Shallow Grave", auflöst. Diese ist für mich klar die gelungenste Song unter den ruhigen „Kandidaten“ dieser Scheibe. Sehr besinnlich und ruhig in der Strophe, dafür gesteigert, aber nicht vollends eskalierend im Chorus. Tolle Gesangsleistung von Zakk!
Nach dem kurzen Intermezzo auf Akustik-Gitarre "Chupacabra", geht "Riders of the Damned" wieder in Vollen, bis noch eine weitere Ballade, "January" den regulären Teil des Albums abrundet. Der europäischen Ausgabe folgt noch "Can't Find my Way Home" als Bonus Track, ein vielfach gecoverter Song, welcher im Original 1969 von Blind Faith veröffentlicht wurde. Von Zakk mit ausuferndem Solo versehen, eine durchaus gelungene Fassung.
Fazit: Zakk meldet sich mit einem gelungen Album zurück an der Front. Im Hause BLS regiert nach wie vor der simple, eingängige Riff in Kontrast zu schnellsten Shred-Soli mit Wyldes typischen Licks. Das Tempo der Songs ist hier deutlich höher als auf älteren Alben, dafür finden sich als Gegenstück aber auch auffallend viele Piano-Balladen. Ob davon jede wirklich sein musste, oder Zakk einfach älter wird, sollte jeder Hörer für sich entscheiden. ORDER OF THE BLACK jedenfalls ist ein Album mit sehr vielen guten Songs und einer tollen Gitarrenarbeit und Gesangsleistung. Einzig die Produktion kennt man gerade von BLS Veröffentlichungen schon etwas fetter. Mit dem brachialen Sound von MAFIA beispielsweise, kann sich die erste „Black Label Bunker“ Produktion nicht messen. Wirklich entscheidend ist dies allerdings nicht. |
Anspieltipps:
| | "Parade of the Dead", "Overlord", "Shallow Grave" |
Titel-Liste:
| | - Crazy Horse
- Overlord
- Parade of the Dead
- Darkest Days
- Black Sunday
- Southern Dissolution
- Time waits for no one
- Godspeed Hellbound
- War of Heaven
- Shallow Grave
- Chupacabra
- Ridersof the Damned
- January
- - - Bonus Track - - - - Can't find my Way Home
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
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