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Review: J.R. Blackmore
 
VOICES

Album:
 VOICES, 2011, J.R. Blackmore Records

Stil:
 Hard Rock, Melodic Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 S.M., 16.12.2011

Review:
 Jürgen R. Blackmore ist – man kann es sich wohl schon denken – der Sohn von Ritchie Blackmore. Er ist gewissermaßen in die Fußstapfen seines berühmten Vaters getreten und musiziert ebenfalls. Unter der Bandbezeichnung J.R. Blackmore & Friends hat er das Album VOICES veröffentlicht.

Wenn man das Gitarrenspiel von J.R. hört, erkennt man gleich, dass er das Talent seines Vaters geerbt hat, ebenso was das Songwriting angeht. Denn VOICES ist ein Album, das vor tollen Nummern nur so strotzt.
Das beginnt schon bei dem atmosphärischen Titeltrack, zieht sich dann über das eingängige, neoklassische "Guardian Angel", dem außerdem der großartige Oliver Hartmann einen gesanglichen Stempel aufdrückt, das episch-verspielte "Beethoven" (mit dem charismatischen Michael Borman hinter dem Mikro), das melodische "Destructive Mania", das von der mir unbekannten aber klasse singenden Cathrine Jauer eindringlich performed wird, dem balladesken, erneut von Borman in Szene gesetzten "Incomplete", dem schön exotisch angehauchten "Devil in Disguise" mit Oliver Hartmann, bis hin zu der Rock-Hymne "We are Rock'n'Roll".
Dass einem bei manchem Song recht schnell Rainbow in den Sinn kommt, ist nicht verwunderlich, da auch Jürgen R. Blackmore diese Mischung aus nostalgischem Hard Rock und melodischem Metal bevorzugt, und wie sein Vater Ritchie außerdem ein Faible für klassische und exotische Gitarrenlinien hat.
Allerdings muss man lange zurückdenken, um ein derart gutes Rainbow-Album zu finden. Genau genommen hatte meiner Meinung nach zuletzt STRAIGHT BETWEEN THE EYES von 1982 annähernd eine solch durchgehend hohe Songqualität, war aber insgesamt nicht so abwechslungsreich. Letzteres kann man aber durchaus an den vielen unterschiedlichen Stimmen festmachen, die man auf VOICES (welch passender Titel!) zu hören bekommt.

Fazit: VOICES ist ein Album, das sich als sogar noch viel stärker entpuppt, als ich es je erwartet hätte. Von der ersten bis zur letzten Minute präsentiert uns Jürgen R. Blackmore tolle Kompositionen mit Atmosphäre und Herz. Es hat sich nicht der geringste kompositorische Schwachpunkt auf das Werk geschlichen. Und auch technisch überzeugt Blackmore auf voller Linie, ohne wie ein gewisser Schwede ständig sein Gitarrenspiel in den Mittelpunkt stellen zu müssen. Er setzt sein Talent und Können viel lieber songdienlich ein. Lediglich bei dem abschließenden Instrumental "Dreams" stellt er sich selbst mal einen Song lang ins Rampenlicht.
Alle beteiligten Sänger – auch die von mir noch nicht namentlich genannten Markus Engelstädter, ELA und Dave Esser – liefern eine klasse Vorstellung ab. Ihre Stimmen passen hervorragend zu den jeweiligen Songs, oder anders herum gesehen, hat J.R. Blackmore die Stücke perfekt auf die jeweiligen Sänger zugeschnitten.
VOICES ist ein wunderbares Album, das so ein wenig das Erbe von Rainbow auffasst und mitreißender Weise weiterführt. Wer sich für emotionalen und melodischen Hard Rock und Metal begeistern kann, greift hier zu.

Titel-Liste:
 
  1. Voices
  2. Guardian Angel
  3. Beethoven
  4. Destructive Mania
  5. Incomplete
  6. Devil in Disguise
  7. Jekyll & Hyde
  8. Victorious
  9. Nanshu
  10. We are Rock īnī Roll
    - - - Bonus - - -
  11. Dreams

Laufzeit:
 64:57 Min.

Band-Infos:
 
  • www.jrblackmore.com 


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