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Review: Blaze Bayley
 
PROMISE AND TERROR

Album:
 PROMISE AND TERROR, 2010, Blaze Bayley

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.M., 11.05.2010

Review:
 PROMISE AND TERROR ist das zweite Studio-Album, dass Blaze Bayley unter seinem vollen Namen als Bandbezeichnung veröffentlicht. Zuvor hatte der ex-Wolfsbane, ex-Maiden-Sänger drei Alben unter Blaze released. Zu hören gab es immer kraftvollen Heavy Metal der traditionellen Sorte. Das Vorgängeralbum THE MAN WHO WOULD NOT DIE war aber bislang die Krone von Bayleys Schaffen, und ich bin gespannt, ob er dieses Level wird halten können.

Am Stil hat sich schon mal nichts geändert: druckvoll, geradlinig, auf kräftigem Groove aufbauend, aber immer mal wieder auch mit dezenten Maiden Anleihen bei den Leads. Der Opener "Watching the Night Sky" ist direkt eine Power-Nummer, die mit dem eingängigen Konstrukt und dem schön erarbeiteten Höhepunkt einwandfrei ins Ohr geht. Dem kann das nachfolgende "Madness and Sorrow" nicht viel entgegensetzen, da es zu unauffällig ist.
Bei "1633" holt Blaze Bayley dann hervor, was er besonders während seiner Maiden-Zeit gelernt hat: einen epischen, vielschichtigen Track, dem es trotzdem nicht an der nötigen Dynamik fehlt. Auch der intensive Gesang ist hier klasse.
"God of Speed" beinhaltet dann beides: schnelle, kraftvolle, fast wuchtige Passagen genauso wie verhaltenere, melodische Momente. Auch das funktioniert wieder einwandfrei.
Ein paar emotionale Momente gibt es bei "City of Bones", doch das sollte man nicht falsch verstehen. Es ist keine Ballade, auch keine Powerballade, sondern ein straighter, druckvoller Song, der einfach durch Bayleys variablen Gesang einige gefühlvolle Nuancen verpasst bekommt.
Im Grunde sind das die Sound-Variationen, die uns auf PROMISE AND TERROR erwarten. Es sind Blaze (Bayley), wie man es von früher gewohnt ist. Obwohl die Band sich manchmal auch ein Stück weit selbst kopiert, ist das Händchen für ein interessantes und hochklassiges Songwriting weiterhin vorhanden. Blaze Bayley und seine Mitstreiter haben auch hier wieder ein klasse Metal-Werk abgeliefert. Trotzdem reicht es an den Vorgänger nicht ganz heran. Ich kann nicht mal genau sagen warum. Vielleicht fehlt mir der ein oder andere ultimative Ohrwurm. Oder es gibt einfach zu wenig neues zu entdecken. Dennoch wären viele andere froh, auch nur halbwegs solch eine kompositorische Leistung auf CD zu pressen. Einen schwachen Song sucht man nämlich auch vergeblich.
An der technischen Leistung gibt es freilich gar nichts zu mäkeln. Rhythmustruppe und Gitarrenfraktion machen ihre Sache gleichermaßen gut. Von dem vielseitigen Gitarrenspiel - wenn es mitunter auch stark von Maiden inspiriert ist - "leben" etliche Songs. Auch Bayleys Gesang ist einwandfrei - sehr ausdrucksstark und charakteristisch. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, was manche daran auszusetzen haben.
Zu erwähnen wäre noch, dass der stärkste Song des Albums "Time to Dare" heißt. Das vielschichtige Konstrukt und die Melodielinien greifen allerdings deutlich auf gute, alte Maiden-Trademarks zurück.

Fazit: Obgleich ich PROMISE AND TERROR nicht die gleiche enthusiastische Begeisterung entgegenbringe wie noch dem Vorgänger, ist es ein sehr gutes Heavy-Metal-Album. Wer von den bisherigen Blaze (Bayley)-Werken überzeugt ist, oder Iron Maiden und Konsorten zu seinen Favoriten zählt, wird auch hier mit einer Anschaffung absolut nichts verkehrt machen. Wirklich Neues oder Außergewöhnliches gibt auf PROMISE AND TERROR aber nicht zu entdecken.

Titel-Liste:
 
  1. Watching the Night Sky
  2. Madness and Sorrow
  3. 1633
  4. God of Speed
  5. City of Bones
  6. Faceless
  7. Time to Dare
  8. Surrounded by Sadness
  9. The Trace of Things that have no Words
  10. Letting go of the World
  11. Comfortable in Darkness

Laufzeit:
 55:40 Min.

Probehören und Kaufen:
Blaze Bayley: PROMISE AND TERROR

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