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Review: Bleak Crowd
 
ONE SHOT FOR THE GLORY

Album:
 ONE SHOT FOR THE GLORY, 2007, Eigenvertrieb

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 S.M., 13.01.2008

Review:
 Bleak Crowd sind eine finnische Band, die bislang noch keinen Plattenvertrag hat. Trotzdem haben sie in Eigenregie schon zwei EPs und zwei CDs aufgenommen. Das zweite Album ONE SHOT FOR THE GLORY ließen sie uns freundlicherweise zukommen und liegt mir nun zur Rezension vor.
Die Band besteht aus Lauri Huovinen (Gesang), Janne Kauppi (Gitarre),Ville Hakala (Gitarre), Kimmo Kuoppamaa (Bass) und Timo Anttonen (Schlagzeug).

Die ersten beiden Songs "Friday Eve" und "Sign of the rising Hell" stecken in einem ähnlichen Gewand. Einzuordnen sind sie im Power Metal, bringen jedoch auch modernere Anleihen vom Nu Metal und Thrash mit sich.
Der Groove von "Red Carpet underneath" ist etwas schleppender und verhaltener. Lediglich ein starkes Lead-Solo ist in High-Speed gehalten. Die Halbballade "Wall coming down" bringt dann sehr deutliche Abwechslung. Es wird viel wert auf Melodie und Emotionen gelegt und der Refrain ist sehr eingängig.
Up-Tempo-Rhythmus und aggressive Riffs schieben "Still Water (The Lake of lost Memories)" wieder mehr in die Thrash-Ecke. Doch auch hier stoßen wir erneut auf moderne Arrangments, insbesondere beim Gitarrenspiel. Auch "Out of the Circle" beginnt recht aggressiv, was Sänger Lauri durch einige Shouts unterstreicht. Erst im weiteren Verlauf werden mehr melodiöse Parts in die Hookline integriert und im Refrain ausgereizt.
"Kill the Hate" ist im True Metal einzuordnen, hat aber auch im Riffing einige Anleihen beim Thrash. Auch "Hear Mary" sucht seine Vergleiche bei klassischen Metal-Stücken mit leichtem Iron Maiden-Einfluss.
Deutlich gefühlvoller kommt "Fortune in Vanity", ohne dass man den Song in die Balladen-Schublade stecken kann. Viel mehr lebt der Track vom emotionalen und ausdrucksstarken Gesang und der harmonischen Melodie. "Drowned in the Eyes of Fire" startet erst ziemlich riff- und bassorientiert, wird dann aber auch gleichmäßiger aufgebaut und steuert auf einen gelungenen Höhepunkt zu.
Eine starke Halbballade folgt mit "Shining Star", die neben dem gefühlsintensiven Gesang auch mit einer gleichermaßen melodischen wie druckvollen Gitarrenline überzeugt. Zum Schluss wird bei "Everything has a Meaning" nochmal klassischem Metal mit modernen Einflüssen gefröhnt.

Fazit: Für ein in Eigenregie aufgenommenes Album ist ONE SHOT FOR THE GLORY sehr gut produziert. Man kann sich kaum vorstellen, dass da kein Label dahintersteckt. Auf jeden Fall saß aber ein guter Tontechniker an den Knöpfen. Darüberhinaus brauchen sich Bleak Crowd auch musikalisch keineswegs verstecken. Sie beherrschen ihre Instrumente und auch Lauris kraftvolle und leicht raue Stimme kommt sehr angenehm und passt gut zu den Kompositionen.
Woran es vielleicht noch ein bisschen hapert, sind einerseits die Abwechslung und desweiteren die Eingängigkeit. Denn, obwohl etliche Songs während des Hörens ganz gut ins Ohr gehen, bleiben nach dem Hören des Gesamtwerks kaum Eindrücke haften.
Ich wünsche den Finnen, dass sie bald einen Plattenvertrag an Land ziehen, denn mit diesem im Rücken können sie sicherlich noch zulegen.

Anspieltipps:
 Die emotionale Halbballade "Wall coming down", das etwas an Maiden-Stücke erinnernde "Hear Mary" und das ausdrucksstarke "Fortune in Vanity".

Tipp:
 Bleak Crowd rangieren irgendwo zwischen True Metal und Power Metal mit einigen thrashigen Einflüssen und modernen Arrangements. Wer auf solchen Stoff steht, sollte ruhig mal reinhören. Die CD ist über die Website der Band zu beziehen.

Titel-Liste:
 
  1. Friday Eve
  2. Sign of the rising Hell
  3. Red Carpet underneath
  4. Wall coming down
  5. Still Water (The Lake of lost Memories)
  6. Out of the Circle
  7. Kill the Hate
  8. Hear Mary
  9. Fortune in Vanity
  10. Drowned in the Eyes of Fire
  11. Shining Star
  12. Everything has a Meaning

Laufzeit:
 49:03 Min.

Band-Infos:
 
  • www.bleakcrowd.com 


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