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Review: Blind Guardian
 
AT THE EDGE OF TIME

Album:
 AT THE EDGE OF TIME, 2010, Nuclear Blast

Stil:
 Power Metal

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 V.R., 30.07.2010

Review:
 Die letzten Blind Guardian-Alben waren - mit Verlaub - eine Enttäuschung auf hohem Niveau. Zu sehr verzettelte sich die Band in symphonischen Experimenten. Viele Fans wünschten sich eine Rückkehr zum direkten schnörkellosen Power Metal früherer Tage, als die Band mit Alben wie SOMEWHERE FAR BEYOND oder IMAGINATIONS FROM THE OTHER SIDE auch die letzten Zweifler von sich überzeugen konnte. Diese Rückkehr bietet das neue Album AT THE EDGE OF TIME - zum Teil. Andere Anhänger der Band stehen dagegen gerade auf die vielen Spielereien, die die letzten Platten zu Genüge boten. Soviel vorweg: auch sie werden mit dem neuen Album zufrieden sein, denn die blinden Gardinen haben es geschafft, die besten Elemente beider Epochen auf diesem Album zusammenzuführen. Bühne frei für die Rezension des besten Blind Guardian-Albums seit mindestens 15 Jahren!

Fans des straighten Power Metals werden beim ersten Song auf eine harte Geduldsprobe gestellt, denn das gut neun Minuten lange "Sacred Worlds" könnte symphonischer nicht sein. Hier können sich Blind Guardian so richtig austoben. Eine verspielte Melodie reiht sich an die andere, während die Band von einem klassisches Orchester nach Kräften unterstützt wird. Fans von Action-Rollenspielen werden den Song längst kennen, denn in einer Mission des Computerspiels Sacred 2, in der man sich auf die Suche nach den Instrumenten der Band begeben muss, bekommt man als Belohnung eine kürzere Fassung des Titels zu hören.
Der zweite Song "Tanelorn (into the Void)" stellt das genaue Gegenteil vom Opener dar. Endlich braten die Gitarren mal wieder so richtig schön und Frederik Ehmke darf hinter der Schießbude Vollgas geben. Das Orchester hat dagegen Sendepause. Im Refrain geht es dann zwar etwas gemäßigter zur Sache, doch das ändert nichts daran, dass wir es hier mit einem Song der alten Blind Guardian-Schule zu tun haben. Natürlich nimmt der Songname Bezug auf die Stadt aus Michael Moorcocks Fantasiewelten, genau wie schon "The Quest for Tanelorn" auf dem SOMEWHERE FAR BEYOND-Album.
Glücklicherweise befinden sich Blind Guardian nicht auf der "Road of no Release", sonst hätten wir dieses geniale Album wohl nie zu hören bekommen. Der gleichnamige Song ist jedenfalls wieder ein symphonisch-verschachtelter Titel in gemäßigtem Tempo. Unterstützt von einem Klavier entführt uns die Band ins Reich der Fantasie und stellt damit alle Fans des neueren Stils zufrieden.
"Ride into Obsession" richtet sich dann wieder mehr an die Liebhaber schnörkellosen Power Metals und setzt durchgehend auf Vollgas. Der Song könnte auch problemlos auf einem der älteren Alben enthalten sein.
Was wären Blind Guardian ohne ihre mittelalterlich anmutenden Balladen? Auch auf AT THE EDGE OF TIME muss darauf nicht verzichtet werden. "Curse my Name" ist ein folkloristisches Kleinod, das ein ums andere Mal an den Klassiker "A Past and Future Secret" erinnert. Gegen Ende gewinnt der Titel ordentlich an Kraft, so dass man hier wohl eher von einer Halbballade sprechen kann. Es fällt schwer sich vorstellen, wie gut dieser Song erst live auf der Bühne wirken wird.
Sehr atmosphärisch mit Regen- und Donnerklängen geht es bei "Valkyries" weiter. Die musikalische Umsetzung der nordischen Mythologie ist als überaus gelungen zu bezeichnen. Der Song gehört wieder zu den ruhigeren symphonischen Stücken und könnte bei Die Hard-Power Metal-Fans für Achselzucken sorgen. Qualitativ gesehen ist aber alles im grünen Bereich.
Wer wollte nicht schon immer mal Gott spielen? Bei "Control the Divine" besingen Blind Guardian gar die Kontrolle über das Göttliche. Musikalisch tendiert auch dieser Song in die Richtung der neuen Blind Guardian-Lieder und würde auf A NIGHT AT THE OPERA definitiv zu den besseren Songs gehören.
Weiter geht es mit einer klassischen Ballade. "War of the Thrones" wird den meisten schon von der Single A VOICE IN THE DARK bekannt sein. Die Umsetzung ist hier allerdings eine ganz andere. Während bei der Single-Version Akustik-Gitarren den Ton angaben, ist diese Fassung von einem Piano unterlegt. Dadurch bedingt erinnert die Album-Variante bei weitem nicht so stark an das göttliche "The Bard's Song (In the Forest)" wie es noch die Fassung auf der Single tat. Welche Version die bessere ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Direkt im Anschluss folgt der wohl härteste Song der Platte. "A Voice in the Dark", das ebenfalls auf der Single enthalten war, geht weit zurück in der Band-Historie und könnte in dieser Form ohne Probleme auf TALES FROM THE TWILIGHT WORLD stehen. Schön, dass Blind Guardian auch diese Spielart immer noch perfekt beherrschen.
Zum Abschluss wird es noch mal extrem symphonisch. Fast schon orientalisch mutet die Eröffnungssequenz von "Wheel of Time" an, ehe sich der Song in einen typischen Blind Guardian-Kracher neuerer Zeitrechnung verwandelt. Dem Orchester wird die ganze Spieldauer über, immerhin fast neun Minuten, unglaublich viel Freiraum gelassen, so dass der Titel neben dem Opener der verspielteste Song des Albums ist. Wenn die Band auf diesem hohen Niveau agiert, werden selbst die alten Fans kaum etwas gegen metal-untypische Elemente zu sagen haben.

Fazit: Auf eine Rückbesinnung der bandeigenen Stärken haben wohl alle Blind Guardian-Fans gewartet. Dass AT THE EDGE OF TIME derart stark werden würde, damit hat wahrscheinlich kaum Jemand gerechnet. Tatsächlich hat es die Band geschafft, die besten Momente der alten Alben mit den symphonischen Spielereien der neuen Werke zu verknüpfen. Heraus kommt eine der besten Platten der Bandgeschichte, die mindestens auf dem Niveau des Klassikers NIGHTFALL IN MIDDLE EARTH einzuordnen ist und die letzten zwei etwas schwächeren Alben kilometerweit überflügelt. Der verspielten Seite Blind Guardians wird auf dem neuen Album zwar wieder ein sehr großer Freiraum zugestanden, doch trotzdem kommen auch die Fans der speedmetallischen Klänge von früher nicht zu kurz. Die Scheibe ist einfach unglaublich abwechslungsreich ausgefallen und bietet von der ruhigen Pianoballade bis zum Speedkracher alles, was man von den Blinden Gardinen erwarten kann und darf. AT THE EDGE OF TIME ist das Album, das die Gruppe wieder zu alter Größe führen wird. So und nicht anders muss eine erstklassige Power Metal-Band anno 2010 klingen. Dafür kann es nur die Höchstpunktzahl geben!

Anspieltipps:
 "Sacred Worlds", "Tanelorn (into the Void)", "Curse my Name", "A Voice in the Dark", "Wheel of Time"

Titel-Liste:
 
  1. Sacred Worlds
  2. Tanelorn (into the Void)
  3. Road of no Release
  4. Ride into Obsession
  5. Curse my Name
  6. Valkyries
  7. Control the Divine
  8. War of the Thrones
  9. A Voice in the Dark
  10. Wheel of Time

Laufzeit:
 63:54 Min.

Probehören und Kaufen:
Blind Guardian: AT THE EDGE OF TIME (Digi + Bonus CD)

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