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Review: Bloodattack
 
ROTTEN LEADERS

Album:
 ROTTEN LEADERS, 2010, Bastardized

Stil:
 Thrash Metal, Death Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.U., 03.09.2010

Review:
 2003, Koblenz/Neuwied, Deutschland. Die Band Bloodattack erblickt das Licht der Welt. Die Bandmitglieder, deren fünf an der Zahl, spielten zuvor schon in Bands wie Gomorrha, Six Reasons To Kill und Creutzfeldt. Musiaklisch frönt man den Stilrichtungen dem Hardcore und Thrash Metal. Schon früh stellt sich heraus, dass Bloodattack eine perfekte Live-Band sind. Schon kurz darauf finden die ersten Auftritte im Raum Koblenz statt und etwas später auch in ganz Deutschland. Dabei spielen sind mit Bands wie beispielsweise Tankard, Fall of Serenity, Heaven Shall Burn, Caliban oder Nearea. 2005 erscheint die EP BORN OUT OF ASHES. Zwei Jahre später wird das Album BEAST ENOUGH TO CARE THIS HATE in Euskirchen eingespielt. Schließlich kommt man beim Label Bastardized unter. Unter deren Regie erscheint dann auch 2010 das Zeit Album ROTTEN LEADERS, welches im September 2010 in den Regalen stehen wird.

Steigen wir mit "Beverley Hills Chihuahua" ein. Nach einem etwas unkoordinierten Geschrei, was an einen Mullah erinnert, bricht auch schon der Wahnsinn aus. So was von brutal, schnell und gnadenlos hart mit einer Beschleunigung von Null auf Hundert in weniger als einer Sekunde. Da platzt fast die Membran vom Lautsprecher.
Ein bisschen futuristisch beginnt "The eternal Shockwave". Fast schon zum Titel passend. Der Song ist eine Mischung aus langsameren Passagen gemischt mit den wiederkehrenden brutal harten Einlagen. So wie der erste Song, erinnert auch dieser an Heaven Shall Burn. Nur wesentlich aggressiver mit Anleihen an THE OMEN.
Von "Shed my Soul" denkt man zuerst, oh je, Ballade. Aber weit gefehlt. Da geht es genauso heftig ab, wie man es bisher gewohnt ist. Der Song hat eine sehr schönen Rhythmus, der einen sofort mitgehen lässt. Da stimmt die Mischung einfach.
An dieser Stelle wird einem ein wenig mehr klar, dass die Band aus Deutschland kommt. Denn der folgende Song "Mein Zorn stirbt zuletzt" hat wenigstens einen deutschen Titel. Der Text ist jedoch in englisch. Aber was für ein Song. Die treibende Spielweise nimmt einen sofort gefangen und wird einen auch bis zum Ende nicht mehr loslassen. Das ist bisher definitiv der Beste.
Bei dem nächsten Song könnte man sogar ein paar punkige Elemente erkennen. Diese mit einer guten Portion Death und Thrash Metal gemixt und heraus kommt "Awaking the Butcher". Da kann man nur hoffen, dass der Schlächter einem nicht das Gehirn zerlegt. Allerdings wird es schwer, sich bei diesem dagegen zu wehren.
Was ist ein "Probotector"? Auf jeden Fall taucht der in dem Songtitel "The Probotector" auf. Hat das was mit dem Sprechgesang und den Harfen auf sich? Auf die Auflösung werden wir wohl warten müssen. Wenigstens weiß man musikalisch, aus welcher Wellenlänge man sich befindet. Nämlich auf der bisherigen: Harter, brutaler und aggressiver Sound mit einer ebenso aggressiven Stimme, auch wenn man versucht, ein paar melodische Schnipsel einzubauen. Das gelingt auch und macht die ganz harte Linie ein wenig weicher und angenehmer.
Also dieser Song "Unclean from Birth" ist total auf der Wellenlänge von Heaven Shall Burn. Wüsste man nicht, dass es sich hier um Bloodattack handelt, man würde sofort auf die andere Band tippen. Dennoch kein Abkupfern von Stilen, sondern man achtet schon darauf, eigene Ideen einzubringen. Wieder ein Fall für die Anspieltipps.
Mal wieder ein deutscher Titel: "All mein Herz". Bis es los geht, muss man etwas Geduld haben. Und dann klingt der Song eher nach einer Western Melodie wie "Spiel mir das Lied vom Tod". Doch das gepaart mit mit knallharten Thrash Metal und einem funkig klingenden Bass ist eine echte Herausforderung. Zum Glück besinnt man sich auf seine Wurzeln ist legt sich ins Zeug, das einem Angst und Bang wird. So was von gnadenlos brutal ist selten. Beeindruckend ist der Gitarrist. Mit seiner Spielweise hat er den Zuhörer fest im Griff. Das klingt schon fast hypnotisch (gut).
Zum Schluss kommt der Song "Light the Ocean". Hat aber nichts mit "Light My Fire" von den Doors zu tun. Wäre wohl auch zu verwegen. Zünden wir einfach mal den Ozean an. Bei dem explosiven Sound wird das auch nicht schwerfallen. Harter, leicht groovender Sound mit der mittlerweile bestens bekannten Stimme sind markante Eckpunkte und bedeuten Öl ins Feuer gießen. Eigentlich könnte man hier sagen, "Schade, das es nach gut 40 Minuten vorbei ist".

Fazit: Das erste was man sieht, ist ein schaurig schönes CD-Cover. Blutbespritzte Wesen, die eher an Zombies erinnern, bevölkern das Cover. Gut "Blut" und "Blood" (attack) passen ja auch echt gut zusammen. Das Cover hat wohl auch irgendetwas mit dem Bandnamen zu tun. Allerdings entbehren die Darstellungen jeglicher realer Darstellung, sondern tendieren eher in Richtung überspitzt gezeichneter Grafik. Musikalisch und stilistisch sind viele Ähnlichkeiten mit der Band Heaven Shall Burn erkennbar. Sowohl von der Spielweise als auch vom Gesang her, wobei dieser etwas tiefer angesetzt ist. Die Symbiose aus Death und Thrash Metal ist den Jungs fast bis zur Perfektion gelungen. Auf jeden Fall haben sie drauf, den Zuhörer in ihren Bann zu ziehen und die Songs sind wirklich beeindruckend. Weiter empfehlen? Definitiv!

Anspieltipps:
 "Beverley Hills Chihuahua", "The Eternal Shockwave", "Shed My Soul", "Unclean From Birth" und "Light The Ocean".

Titel-Liste:
 
  1. Beverley Hills Chihuahua
  2. The eternal Shockwave
  3. Shed my Soul
  4. Mein Zorn stirbt zuletzt
  5. Awaking the Butcher
  6. The Probotector
  7. Unclean from Birth
  8. All mein Herz
  9. Light the Ocean

Laufzeit:
 40:43 Min.

Band-Infos:
 
  • www.bloodattack.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Bloodattack: ROTTEN LEADERS

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