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Review: Bloodwork |
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Album:
| | ULTIMA RATIO, 2011, DA-Music |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | W.W., 21.07.2011 |
Review:
| | Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Debüt-Albums THE FINAL END PRINCIPLE legen die jungen Paderborner Bloodwork mit ihrem neuen Werk ULTIMA RATIO einen wahren Gourmethappen für alle Fans melodischen Death Metals vor.
Melodic Death Metal – das ist für so manchen schon fast ein Schimpfwort geworden. Und in der Tat sind durch den durchschlagenden Erfolg vor allem der Schweden In Flames die Epigonen zahlreicher als Unkraut aus dem schwermetallischen Boden geschossen. Nicht immer trafen dabei die Veröffentlichungen auch nur annähernd ins Schwarze. Deswegen sind neue Alben aus diesem Genre in aller Regel zunächst mit einer gesunden Portion Skepsis zu betrachten. Als Eselsbrücke mag hierfür gelten: kann man eine neue CD aus dieser Ecke nach mehr als fünf Durchläufen immer noch hören ohne dabei vor Langeweile zu verenden, dann muss sie nicht ganz ohne sein...
Im Falle der fünf Jungs aus Nordrhein-Westfalen kann der geneigte Hörer indes ganz beruhigt sein. Hier wird Abwechslung großgeschrieben, die 14 Songs bieten alles, was man von einem Melo-Death-Album erwartet: die überaus eingängigen Melodien "All Things Unsaid", der viehische Groove "...Never Stills My Hunger", die pfeilschnellen Leadgitarren "Cold" und die fiesen Brüllattacken, die mit emotionalem Klargesang ein harmonisches Ganzes ergeben "A Thousand Suns" – also genau jene Zutaten, die man für einen auch nachhaltig schmackhaften In-Soil-Tranquility-Flames-Eintopf braucht. Hinzu kommt noch ein ganz latenter Hardcore-Einfluss, der sich aber hauptsächlich in den seltenen Breakdowns bemerkbar macht und nicht weiter negativ auffällt. Stellenweise ist man durch den wirklich gutklassigen Klargesang auch an die Kollegen von Gardenian erinnert, die das schon 1999 auf ihrem SOULBURNER-Album bereits schulmeisterlich vorgeführt haben.
Hört man sich das Album an, fällt sofort der knallharte und druckvolle Sound der Produktion auf, der allerhand Feinheiten im Songwriting offenbart. Erstaunlich ist das, da kein professioneller Knöpfchendreher engagiert wurde, sondern man im heimischen Studio unter der Ägide von Hauptsongwriter/Gitarrist Nikko aufgenommen hat. Respekt für den grundsoliden Klang!
Eingeleitet werden die 50 Minuten von ULTIMA RATIO durch das gleichnamige atmosphärische Intro, das mit Synthieklängen und einem Filmsample den Einsatz „des letzten Mittels“ (= ULTIMA RATIO) stimmungsvoll vorbereitet. In den nun folgenden 13 Songs hauen die Ostwestfalen dem Hörer dann ein wirklich abwechslungsreiches Potpourri aus harten und gleichzeitig melodischen Klängen derartig entfesselt um die Ohren dass das Zuhören eine wahre Freude ist.
Fazit: ULTIMA RATIO macht von vorne bis hinten Spaß und besteht sicherlich auch den Langzeittest, da sich viele Feinheiten erst bei mehrfachem Anhören präsentieren. Ich bin schon auf das „verflixte dritte Album“ gespannt! |
Anspieltipps:
| | Wer einen optimalen Einstieg in ULTIMA RATIO bekommen will, der leihe sein Ohr am besten dem grandiosen „All Things Unsaid“, dem heimlichen Hit des Albums, der die gesamte stilistische Bandbreite von Bloodwork in knapp vier Minuten aufzeigt. |
Tipp:
| | Allen, denen In Flames mittlerweile zu poppig sind, die eine Alternative zu Soilwork und Dark Tranquility suchen oder grundsätzlich von melodischem Death Metal mit latenten Hardcore-Einschüben und tollem Klargesang nicht genug kriegen können, nein MÜSSEN hier zugreifen! |
Titel-Liste:
| | - Ultima Ratio
- A Thousand Suns
- Creed
- All Things Unsaid
- Cold
- ... Never Stills my Hunger
- Destination: Nowhere
- Nothing in Return
- Ignorance is Bliss
- Honest Words
- Apophis
- In Vein
- Storm of Souls
- The Eternity Syndrome
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.bloodwork-entertainment.com  |
Probehören und Kaufen:
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