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Album:
| | OVER THE TOP, 2007, Shotgun |
Stil:
| | Blues Rock, Classic Rock, Stoner Rock |
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | J.G., 26.02.2009 |
Review:
| | "Back to the Roots of Rock", das dachten sich auch die drei mit Flinten, Baseball-Cap und Cowboy-Hut bewaffneten Jack F. Knight, Mike Henry Leak und Z. Rivers bei ihrem mittlerweile zweiten Album OVER THE TOP. Um eines gleich klar zu stellen, auch wenn das Debüt FIRST BLOOD und der Zweitling OVER THE TOP heißen, so handelt es sich nicht um Lokalpatrioten, die ihrem Vorbild Silvester Stallone huldigen. Auch die Namen der Musiker sind samt und sonders Künstlernamen, die eine US-Herkunft nur vorgaukeln sollen, denn eigentlich kommen die Jungs aus Finnland, genauer aus der Hauptstadt Helsinki.
Auch wenn nun die Herkunft geklärt ist, ändert dies jedoch nichts an der Liebe zum Classic Rock, Stoner, Grunge und Blues Rock des Trios. Bemerkenswert an dieser Stelle ist sicherlich die knochentrockene Umsetzung ihrer Songs, die im Gegensatz zu ihren skandinavischen Kollegen beginnend in Norwegen mit The Carburetors, Gluecifer und Turbonegro über Dänemark mit Powerhog oder Volbeat bis hin zu Schweden mit Babylon Bombs, Backyard Babies, Bullet, The Bones, The Hellacopters und wie sie alle heißen mögen deutlich authentischer und weniger glatt geschliffen daher kommt. Man braucht nicht zu erwähnen, dass dies natürlich der Musik selbst mehr als zugute kommt.
Dazu tragen natürlich auch die Musiker selbst bei, denn angeblich ist einer der Regeln, nicht zu proben, sondern einfach zu spielen. Neben einer gesunden Lautstärke bedient sich das Trio dabei auch einer gewaltigen Menge an Bier. Mit diesen Zutaten kann dann eigentlich auch nicht viel schief gehen.
Die Spielarten der Band reichen dabei von mitreißenden Up-Tempo-Rockern, wie "Love Danger", der zunächst mit ein paar verzerrten Gitarren Zeit zum Starten braucht über staubtrockene nach vorne galoppierende Mitnicker wie der Opener "Over the Top".
Ebenso können flotte klassische Rocksongs, wie "Pink Sneakers" oder "Boner" sofort punkten, wenn auch letzterer soundmäßig etwas schwächelt.
Tonnenschwere klassische Mid-Tempo-Groove-Monster, wie "Suecide" gehören aber ebenso zum überzeugend klingenden Repertoire, wie "Roadkill", ein Song, der dezent und mit gebremsten Tempo arrangiert wurde.
Auch wenn sich ein paar schwächere Nummer eingeschlichen haben, so bleibt ein recht solider Gesamteindruck übrig. Für feuchtfröhliche Partyanlässe ist die Finnen-Mucke in jedem Fall bestens geeignet.
Fazit: Originell oder innovativ sollte man bei dieser Truppe nicht gerade in den Mund nehmen, aber dafür sind durchaus einige hörenswerte Songs an Bord, die einfach ehrlich, laut und wunderbar dreckig klingen. Da vergesse ich an dieser Stelle gerne den allzu oft strapazierten Anspruch, denn Musik soll in erster Linie Spaß machen. Und genau das tut es bei The Bluesation. Sicherlich macht diese Art Musik erst richtig Spaß, so wie es auch die Band liebt, live, laut und mit jeder Menge Bier. Rock-Fans, wollen wir mehr? |
Anspieltipps:
| | "Over the Top", "Pink Sneakers", "Love Danger" und "Boner". |
Tipp:
| | Für Freunde von Hermano, Nashville Pussy und ähnlichen Bands mit blueslastigem, erdig trockenem klassischen Rock ist OVER THE TOP sicherlich eine willkommene Abwechslung. |
Titel-Liste:
| | - Over the Top
- Bigger than Jesus
- Pink Sneakers
- All right now
- Love Danger
- Roadkill
- Pour Hommes
- Suecide
- Way back home
- Boner
- Shotgun
- Allman & Western
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Laufzeit:
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