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Review: Joe Bonamassa |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | M.A., 08.05.2011 |
Review:
| | Eigentlich hat der Tag ja nur 24 Stunden. Im Fall von Joe Bonamassa muß man sich jedoch fragen, ob diese Zeitrechnung wirklich für jeden von uns verbindlich ist. Kaum ein Jahr nach seinem letzten Studiowerk BLACK ROCK und ein knappes 3/4 –Jahr nach dem Debüt von Black Country Communion legt der Blues-Youngster bereits ein weiteres Soloalbum nach. Und das nächste Euvre von BCC ist ebenfalls bereits im Kasten und wird Anfang Juni das Licht der Plattenläden erblicken (hierzu an dieser Stelle demnächst mehr). Mangelnde Kreativität scheint im Hause Bonamassa also kein Thema zu sein. Wenn man dann noch die Qualität von DUST BOWL beäugt, kann man nur voller Ehrfurcht den Hut ziehen.
Produziert hat das neueste Werk wieder einmal der umtriebige und zur Zeit wohl angesagteste Produzent Kevin Shirley (u.a. Iron Maiden, Black Country Communion). Und das hört man. Bereits mit dem schleppenden und schweren Bluesrocker "Slow Train" wird einem eine Sound-Breitseite allererster Güte serviert. Mit dem groovigen "Dust Bowl" (tolle Basslinie) setzt Bonamassa ein weiteres Highlight, gleich am Anfang des Albums.
Weiter geht es sodann mit der countryesken Bluesnummer "Tennesse Plates" unter Beteiligung von John Hiatt. Dann folgt ein weiteres Highlight mit der ersten Power-Ballade "The Meaning of the Blues", die mit erstklassigen Vocals und Gitarrenlicks punkten kann.
Und die Höhepunkte lassen einfach nicht nach. "Black Lung Heartache" beginnt zunächst folkig und mit grandiosen Slideeinlagen, bevor nach der zweiten Strophe die donnernden Drums und die schneidende Gitarre einsetzt und Bonamassa wieder einmal ein Solo raushaut, das den Bluesrock-Fan mit der Zunge schnalzen lässt.
Runtergekühlt wird die Stimmung dann mit der klassischen Delta-Blues-Nummer "You better watch yourself", inklusive Honky-Tonk-Piano. Nett, wenn auch nicht überragend.
Dann folgt mit "The Last Matador of Bayonne" eine weitere langsame Nummer, die vor allem vom gefühlvollen Gesang und Spiel Bonamassas geprägt ist. Der geschmackvolle Einsatz der Bläser macht auch diesen Song zu etwas besonderem.
Mit "Heartbreaker" nimmt sich der Künstler daraufhin gekonnt einen Free-Klassiker zur Brust, wobei er sich hier stark an die Originalversion anlehnt. Der Duett-Gesang mit BCC-Kollege Glenn Hughes trägt die Nummer sicher nach Hause und ist für einige Gänsehaut-Momente gut.
Diese Momente lassen auch bei der nächsten Ballade "No Love on the Street" nicht nach, die wieder einmal von Bonamassas Gitarrenspiel getragen wird.
Im Anschluss daran kommt uns der Wunderknabe dann mit "The Whale that swallowed Jonah" mal wieder mit einer straighten Country-Rock-Nummer mittleren Tempos, bevor mit dem klassischen Blues (im Duett mit Vince Gill) von "Sweet Rowena" die meiner Meinung nach schwächste Nummer des Albums folgt.
Der aber wohl stärkste Song von DUST BOWL steht ganz am Ende. Mit der Power-Ballade "Prisoner" setzt Bonamassa ein weiteres dickes Ausrufezeichen und unterstreicht einmal mehr sein spielerisches und gesangliches Ausnahmetalent. Den Refrain bekommt man einfach nicht mehr aus dem Kopf. Garantiert!!!
Blues-Puristen werden sicherlich auch an diesem Werk wieder einiges zu bemängeln haben. Ich als langjähriger Blues- als auch Bluesrock-Fan kann jedoch nur sagen, dass es Künstlern wie z.B. Walter Trout, Henrik Freischlader und eben Joe Bonamassa zu verdanken ist, dass der Bluesrock auch heutzutage einen hohen Stellenwert innehat und diesen auch in Zukunft nicht verlieren wird. Ein rundherum gelungenes Album, dessen Finesse sich nach mehrmaligen Durchgängen erst so richtig offenbart.
Fazit: Wenn man die Frequenz der Veröffentlichungen aus dem Hause Bonamassa (Alben im Jahrestakt) betrachtet, müsste man eigentlich davon ausgehen, dass die Qualität zwangsläufig auf der Strecke bleibt. Aber Fehlanzeige. Im Gegenteil, der Mann wird immer besser. Mit DUST BOWL legte der zur Zeit angesagteste Blues-Gitarrist ein weiteres Hammer-Album vor. Grandioser Power-Bluesrock, der mal klassisch, mal rockig, mal balladesk um die Ecke kommt. Jedoch immer gefühlvoll, virtuos und klanglich perfekt inszeniert. Über die musikalische Klasse Bonamassas sowie seiner Mitstreiter - hier ist besonders Produzent Kevin Shirley zu erwähnen - ist bereits genug geschrieben worden. „Never change a winning Team“. Goldrichtig! |
Anspieltipps:
| | "Slow Train", "Dust Bowl", "Black Lung Heartache", "The last Matador of Bayonne", "Heartbreaker", "Prisoner". |
Tipp:
| | Das Album ist neben der normalen Ausgabe in einer Limited Edition Deluxe Version erschienen, die ein 60-seitiges (!) Booklet enthält, welches den musikalischen Werdegang des Protagonisten bis zum heutigen Tage zusammenfasst. Informativ und ansprechend gestaltet. Empfehlenswert! |
Titel-Liste:
| | - Slow Train
- Dust Bowl
- Tennesse Plates (feat.John Hiatt)
- The Meaning of the Blues
- Black Lung Heartache
- You better watch yourself
- The Last Matador of Bayonne
- Heartbreaker (feat. Glenn Hughes)
- No Love on the Street
- The Whale that Swallowed Jonah
- Sweet Rowena (feat. Vince Gill)
- Prisoner
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.jbonamassa.com  |
Probehören und Kaufen:
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