 |
Enjoy it! |
 |
|
 |
Review: Joe Bonamassa |
 |
| |
Album:
| | DRIVING TOWARDS THE DAYLIGHT, 2012, Mascot |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | M.A., 16.05.2011 |
Review:
| | Wie schnell so ein Jahr vergeht erkennt man immer daran, dass ein neues Bonamassa-Album in den Läden steht. Der derzeit wohl erfolgreichste Blues-Rocker bleibt seiner Veröffentlichungspolitik treu. Neues Jahr, neues Solo-Album. Und auch auf DRIVING TOWARDS THE DAYLIGHT sind kreative Engpässe oder gar erste Anzeichen eines „Burn-Outs“ beim besten Willen nicht erkennbar.
Im Vergleich zum Vorgängeralbum DUST BOWL hat man die Rockanteile auf dem neuesten Werk zugunsten von warmen und traditionsbehafteten Blues-Vibes etwas zurückgeschraubt. Aber ich kann die notorischen Nörgler - denen die Musik Bonamassas noch nie authentisch genug war - insofern beruhigen, als dass auch auf DRIVING TOWARDS THE DAYLIGHT moderner Blues Rock mit Massen-Appeal das Zepter fest in der Hand hält. Ihr könnt also wieder getrost die Messer wetzen!
Und auch auf diesem Album sind Gaststars mit von der Partie. Zum einen wäre dies Aerosmith-Klampfer Brad Withford, der auf dem Großteil der Songs an der Rhythmus-Gitarre agiert. Zum anderen hat Cold Chisel-Sänger Jimmy Barnes mit "Too much ain’t enough Love" einen seiner großen Hits (in Australien!) zur Verfügung gestellt, sich es aber nicht nehmen lassen diesen auch selbst zu singen. Die Kombination aus Barnes unverkennbarer Röhre und Bonamassas virtuosem Spiel ist eine echte Offenbarung und macht diese atmosphärische und warme Blues Rock-Nummer zu einem der Höhepunkte des Albums. Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle der Bluesrockstampfer "Lonely Town lonely Street" mit seinen furiosen Hammond-Akzenten und den Killer-Licks Bonamassas. Ganz großes Kino!
Ebenfalls überzeugen können die Neuinterpretationen relativ unbekannter Nummern altbekannter Blues-Größen. An dieser Stelle sei stellvertretend für die übrigen Blues-Cover (u.a. Willie Dixon und Robert Johnson) auf die herrlich kompakte und groovende Howlin’ Wolf-Nummer "Who’s been talking?" hingewiesen, zu deren Beginn der Urheber himself zu Wort kommt und eine kurze Anleitung dazu an die Hand gibt, wie der Song gespielt werden muss. Und so wird es dann auch von Bonamassa & Co. umgesetzt. Wie käme man auch dazu, dem Altmeister zu widersprechen?
Vor allem aber zeichnet sich DRIVING TOWARDS THE DAYLIGHT durch die durchweg grandiosen Eigenkompositionen aus. Sei es das durch den gelungenen Dobro- und Mandolinen-Einsatz abgerundete und countryesk vor sich hin groovende "Dislocated Boy", die obligatorische Power-Ballade in Gestalt von "Driving towards the Daylight" inklusive Bonamassa-typischen Gänsehautvocals und einfühlsamen Gitarrentönen oder aber das straight nach vorn gehende und mit unwiderstehlichem Ohrwurm-Refrain versehene "Heavenly Soul".
Ja, der kleine Joe hat sich im Laufe der Jahre zu einem großen, versierten Songwriter entwickelt, dessen eigene Nummern sich nahtlos in den Gesamtkontext einfügen und neben den geschmackvollen Cover-Songs bestehen können. Ein Album wie aus einem Guss!
Fazit: Das 10. Studioalbum von Joe Bonamassa kann einmal mehr mit frischen Neuinterpretationen vergleichsweise unbekannter Songs altbekannter Blues-Größen wie Willie Dixon, Howlin’ Wolf und Robert Johnson punkten. Aber auch die Eigenkompositionen, vier an der Zahl, können mehr als überzeugen und stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass Bonamassa sich über die Jahre zu einem hervorragenden Songwriter entwickelt hat. Die Songs sind eingängiger und weniger experimentell ausgefallen, als auf den letzten Veröffentlichungen, der Sound ist intimer und nicht mehr so großräumig wie auf DUST BOWL. Weniger Rock, mehr Blues lautete die aktuelle Devise. Operation gelungen, würde ich sagen! |
Anspieltipps:
| | "Dislocated Boy", "Driving towards the Daylight", "Who's been talking?", "Too much ain't enough Love". |
Tipp:
| | Die Special Limited Edition kommt als wertiges Digibook daher, welches zudem ein 72 Seiten umfassendes Booklet enthält, in dem Bonamassa die Geschichten zu seinen Lieblingsklampfen zum besten gibt (mit entsprechenden Abbildungen der Äxte). Sicherlich vorwiegend für Gitarren-Fetischisten interessant, trotzdem schön aufgemacht. |
Titel-Liste:
| | - Dislocated Boy
- Stones in my Passway
- Driving towards the Daylight
- Who's been talking?
- I got all you need
- A Place in my Heart
- Lonely Town lonely Street
- Heavenly Soul
- New Coat of Paint
- Somewhere Trouble don't go
- Too much ain't enough Love (with Jimmy Barnes)
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.jbonamassa.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Bandinfos |
 |
 |
Neue Reviews |
 |
 |
Enjoy it! |
 |
|