Archiv
  
 Newsflash 
 Archiv Apr. 06 - Jun. 15
 
 Zugänge (Alben) 
 2015 | 2014 | ältere
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate, Sprüche, Cover 
 

Redaktion
  
 Suchen & Finden 
 Startseite | Übersicht
History | Suchen
 
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Reports | SongLAB
Alben nach Genres
 
 Tipp des Monats 
 2014 | 2013 | ältere
 
 Ausgrabung d. Woche 
  Aktuelle | Übersicht
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzerte | Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt...  
 

Kontakt
  
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
  
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
  
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
  
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Bonfire
 
THE RÄUBER

Album:
 THE RÄUBER, 2008, LZ Records

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 S.M., 04.04.2008

Review:
 Wie kommt es, dass die alten Rock-Hasen von Bonfire eine Musical-Version von Schillers Sturm-und-Drang-Werk "Die Räuber" komponieren?
Die Erklärung ist recht einfach: Bekanntermaßen kommt die Band ja aus Ingolstadt und ebenso der Theater-Regisseur P. W. Pollitz. Dieser fragte bei Bonfire an, ob sie Interesse an diesem Projekt hätten. Die musikalische Umsetzung überließ er dabei vollständig der Band. Das Ergebnis kam im Ingolstädter Theater sehr gut an, und die CD-Version THE RÄUBER liegt uns nun zur Rezension vor.

Mit Glockenspiel und verhaltener Untermalung beginnt die gesprochene Einleitung "The Räuber" deren Text vermutlich aus Schillers Original übernommen wurde. "Bells of Freedom " ist dann der krasse Gegensatz hierzu und vielleicht das härteste Stück, das ich bisher von Bonfire gehört habe - es tangiert den Power Metal und kann mit einem Hammer-Refrain aufwarten.
"Refugee of Fate" ist dagegen schon deutlich langsamer und balladesker. Doch auch hier ist der Aufbau sehr gelungen und zeugt vom guten Songwriting. Der gesangliche Höhepunkt ist gefühlvoll und geht gut ins Ohr.
Lediglich als Interlude fungiert "The Oath", dass übergangslos in eines der bemerkenswertesten Stücke übergeht: "Blut und Tod" mutet wie eine Mischung aus Neuer Deutscher Härte und Mittelalter-Metal an. Der Rhythmus ist sehr tough und auch das Gitarrenspiel strotzt vor Dynamik. Der Refrain ist sehr eingängig und wird die Gehörgänge nicht so schnell wieder verlassen.
Nun ja, vielleicht doch um Platz zu machen für diesen Song: "Love donīt lie" ist eine der besten Balladen, die ich in letzter Zeit gehört habe und wird sowohl gesanglich wie instrumental perfekt performed.
Und Bonfire verschießen ihr Pulver damit noch längst nicht, denn mit "Black Night" folgt ein genialer Melodic Hard Rock-Track, dessen Refrain das Zeug zum Dauer-Mitgröhler hat. Auch das Solo rockt gut.
"Hip hip hurray" fällt in die Kategorie gewöhnungsbedürftiger Stücke, denn es ist irgendwie eine Mischung aus Party-Rock und Nu Metal. Doch je öfter man es hört, desto mehr Laune macht es, wenn es wohl auch niemals zu meinen Album-Favoriten gehören wird.
Schon am Titelnamen "Do you still love me" erkennt man, dass der nächste Song auf der Balladenschiene fährt. Für meinen Geschmack ist es fast ein bisschen zu schnulzig, hat aber massives Chart-Potential. An "Love donīt lie" reicht es allerdings nicht heran. Das melodische Lead-Solo gehört dafür zum Feinsten, ist nur etwas kurz.
Auch "Let me be your Water" ist eine Ballade, aber wieder ganz anders arrangiert mit einem leichten amerikanischen Südstaaten-Touch.
Deutsche Lyrics gibt es beim Hardrocker "Lass die Toten schlafen". Auch hier kann besonders der Refrain punkten.
Bei "The Good die young" wird nochmal nach Amiland geschielt, denn Einflüsse von Bon Jovi und sogar auch Kiss sind nicht ganz zu leugnen. Nichtsdestotrotz ist der Song gut verfasst und geht gefällig ins Ohr.
Irgendwo zwischen Ballade und Melodic Rock rangiert "Time", ein weiteres Stück, dass temporär die Gehörgänge besetzt. Im Grunde begegnen mir auf THE RÄUBER zu viele Balladen, aber sie sind allesamt sehr stark komponiert und performed. Claus Lessmanns ausdrucksstarker und zugleich gefühlvoller Gesang trägt hierzu nicht unerheblich bei.
Auch "Fatherīs Return", das offiziell letzte Stück der Theater-Umsetzung, präsentiert nochmal differenzierte und variantenreiche Rockmusik. Trotz des englischen Titels wird deutsch gesungen.
Es folgen noch akustische Versionen von "Love donīt lie" und "Do you still love me" sowie eine deutsche Variante von "Hip hip hurray".

Fazit: THE RÄUBER funktioniert auch tadellos, ohne dass man Schillers Werk oder das entsprechende Theaterstück kennt. Das Album strotzt vor musikalischer Vielfalt und präsentiert einige echte Highlights. Alleine schon, dass sich Bonfire an dieses Projekt herangewagt haben und in welcher Weise sie es komponiert und produziert haben, ist einfach Phänomenal. Ermüdungserscheinungen der Band, die immerhin schon seit Mitte der 80er aktiv ist, sind nicht zu erkennen. Die Mucke ist richtig frisch und zeitgemäß.
Von mir bekommt der Ingolstädter Fünfer dafür ein klares Daumen hoch und 6,5 von 7 möglichen Punkten.

Anspieltipps:
 Das Album hat einen solch hohen Standard, dass es richtig schwer ist, Anspieltipps zu nennen. "Bells of Freedom", "Blut und Tod", "Love donīt lie" und "Black Night" ragen vielleicht trotzdem noch ein wenig heraus.

Tipp:
 Ein absoluter Pflichtkauf für Bonfire-Fans und Freunde variantenreichen Hard Rocks.

Titel-Liste:
 
  1. The Räuber
  2. Bells of Freedom
  3. Refugee of Fate
  4. The Oath
  5. Blut und Tod
  6. Love don't lie
  7. Black Night
  8. Hip hip hurray
  9. Do you still love me
  10. Let me be your Water
  11. Lass die Toten schlafen
  12. The Good die young
  13. Time
  14. Fatherīs Return
  15. Love donīt lie (Akustik-Mix)
  16. Do you still love me (Akustik-Mix)
  17. Hip hip hurray (deutsche Version)

Laufzeit:
 71:08 Min.

Probehören und Kaufen:
Bonfire: THE RÄUBER

Empfehlen: 
 
 
    Seitenanfang   
Bandinfos
  Bandbiographie
¬ Bonfire
Reviews
¬ BRANDED
¬ THE RÄUBER
¬ DOUBLE X VISION
¬ DOUBLE-X
 
 

Neue Reviews
 
JC Crash - ELECTRIFIED
Toxic Evolution - UNDER TOXIC CONTROL
Sideburn - EVIL OR DIVINE
Dead Memory - CINDERELLA
E-Force - DEMONIKHOL
Die Wahrheit über Heavy Metal
Shinedown - THREAT TO SURVIVAL
Deep Purple - FROM THE SETTING SUN IN WACKEN
 
 

Enjoy it!
   
Werbung 
   
 





© 2002-2016 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update: 15.11.2013