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Review: Bonfire
 
BRANDED

Album:
 BRANDED, 2011, Sony

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 V.R., 31.01.2011

Review:
 Nach der hochnotpeinlichen Schmalzrock-Version der deutschen Nationalhymne, die es erschreckender Weise auch noch in die deutschen Single-Charts geschafft hatte, wollte manche Fans der Gruppe ihre Helden sicherlich schon abschreiben. Nach dem genialen THE RAUBER-Album war das wirklich ein schwerer Schlag ins Gesicht aller Fans, die sehnsüchtig auf die neue Platte warteten, das ursprünglich für 2010 angekündigt war. Doch statt eines Albums erschien nur diese suspekte Single, an der Bonfire möglicherweise ganz gut verdient haben, mit der sie aber auch ihren guten Ruf ein wenig in Gefahr brachten. War das wirklich noch die Hard Rock-Band, die in den 80ern mit fetzigen Alben wie DON’T TOUCH THE LIGHT oder FIREWORKS deutsche Rockgeschichte geschrieben haben und die vor einigen Jahren ein fulminantes Comeback hatten? Wohl eher nicht. So stellte sich vor allem eine Frage: Würden sich Bonfire nach der Hitsingle nun endgültig an die Popmusikkultur anbiedern und ab sofort nur noch reine Balladenalben auf die Fans loslassen oder demnächst GLAUB DRAN Teil 2 aufnehmen? Mitnichten! 2011 erscheint das neue Bonfire-Album und es ist so, wie sich das wohl alle Liebhaber der Gruppe gewünscht hätten. Zumindest fast.
Gleich der Opener "Deadly Contradiction" beweist, dass Bonfire nach wie vor rocken können, wenn auch in diesem Fall mit angezogener Handbremse. Im Gegensatz zu den letzten Alben eröffnen Bonfire die Platte nämlich nicht mit einem Speed-Kracher, sondern einem langsamen Stampfrocker. Dieser hat es allerdings in sich und strotzt nur so vor eingängigen Melodien und knackigen Riffs.
Beim zweiten Song "Just follow the Rainbow" schalten Bonfire dann glücklicherweise einen Gang nach oben und präsentieren uns einen fetzigen Hard Rock-Kracher im gehobenen Midtempo. Auch dieser Song ist auf der Positiv-Seite zu vermerken, besitzt er doch sämtliche typische Zutaten, die man von Bonfire erwarten darf, inklusive eines formidablen Ohrwurm-Refrains. In dieser Form hätte der Song auch locker auf einem der Alben aus den 80ern stehen können und das ist absolut positiv gemeint.
Auf diesem hohen Niveau setzt sich das Album fort, denn auch "Save me" ist ein hochmelodischer Rocksong der oberen Güteklasse. Klar, Bonfire waren auch schon mal härter, aber qualitativ ist auf der neuen Scheibe wirklich alles im grünen Bereich. Dieses Mal setzen Bonfire eben etwas mehr auf Melodie als auf Härte und wenn Songs wie dieser dabei herauskommen, dann wird ihnen das kaum jemand verübeln.
Das vierte Lied namens "Let it grow" ist dann eine Ballade und leider auch eine ihrer schwächeren. An Großtaten wie "You make me feel" scheinen die werten Herren balladentechnisch anno 2011 leider nicht mehr heranzukommen. Der Kitschfaktor hält sich aber glücklicherweise noch in überschaubaren Grenzen. Wirklich schlecht ist der Song nicht, sondern gehobenes Mittelmass, aber gerade in Sachen Balladen ist man von der Band einfach besseres gewohnt.
Genug der Erholung, jetzt bitte wieder einen Rocksong. Doch Bonfire sehen das etwas anders und lassen auf die Quotenballade einen weiteren ruhigen Song folgen. "Better Days" ist vielleicht nicht unbedingt eine klassische Ballade, denn das eine oder andere härtere Riff wurde ebenfalls in dem Lied untergebracht, doch der Titel ist schlicht und ergreifend extrem lahm und mit über sieben Minuten auch viel zu lang. Damit muss an dieser Stelle leider der erste Totalausfall verzeichnet werden.
"Do or die" ist dann glücklicherweise das genaue Gegenteil vom letzten Song. Auf jedem guten Bonfire-Album befindet sich auch ein Heavy Metal-Kracher, welcher zumeist die Opener-Rolle übernimmt, aber in diesem Fall findet man einen solchen Song eben an Positition sechs. Hier lotet die Band mal wieder ihre persönliche Härtegrenze aus und drückt das Gaspedal voll durch. Schön, dass sich Bonfire auch diese Seite bewahrt haben.
Doch genug davon, denn eigentlich sind Bonfire ja eine Hard Rock-Band und einen weiteren Song dieser Richtung bieten sie uns mit "Close to Edge". Das Tempo wird hier wieder in den gesunden Midtempo-Bereich runtergeschraubt und auch härtemäßig werden einige Gänge zurückgeschaltet, doch qualitativ ist diese Nummer auf gleichem Level wie der letzte Song. Erinnert der Titel zu Beginn noch dezent an den The Sweet-Klassiker "Ballroom Blitz", so relativiert sich dieser Eindruck schon nach kurzer Zeit und das Lied bekommt seinen ganz eigenen Charme.
Im Anschluss folgt ein weiterer Rocker namens "Crazy", welcher allerdings eher enttäuscht. Der Song bietet nämlich weder den nötigen Druck noch eingängige Melodien, sondern plätschert ziemlich vor sich hin. Das sind dann doch eher Bonfire zum Abgewöhnen.
Doch keine Angst, schon "Loser’s Lane" ist wieder viel besser und gehört sogar zu den Höhepunkten das Albums. Hier gelingt der Gruppe wieder die Mischung aus eingängigen Melodien und gesunder Härte. Der Refrain ist dann derart auf Ohrwurm getrimmt, dass man ihn erst mal nicht mehr so schnell aus den Gehörgängen herausbekommen wird.
Damit wären wir schon beim letzten regulären Titel angekommen und natürlich bieten uns Bonfire zum Ende hin eine weitere Ballade, welche den Namen "Hold me now" trägt. Diese ist auch ein ganzes Stück besser geworden als die erste Slow-Nummer, erreicht das hohe Niveau der bandeigenen Balladen-Klassiker aber ebenfalls nicht ganz. Dennoch wäre dieser Titel eigentlich ein sehr schöner Abschluss eines sehr guten Albums geworden.
Doch leider hielten Bonfire es für nötig, die Platte mit zwei Neuaufnahmen älterer Songs als Bonustracks zu beenden. Und unglücklicherweise handelt es sich dabei auch noch um zwei Balladen, nämlich "I need you" und "Rivers of Glory", beide in der Private Version 2011. Zu allem Unglück sind beide Neuaufnahmen auch noch unter der Rubrik ‚völlig überflüssig’ zu verbuchen und triefen vor Kitsch. Somit endet dieses eigentlich wirklich tolle Album mit einem Balladen-Overkill, der den positiven Gesamteindruck dann doch noch ein Stückchen nach unten drückt.

Fazit: Wer hätte das gedacht, dass uns Bonfire nach dem 2010er Nationalhymnen-Totalreinfall mit einem solch gelungenen Album überraschen würde? Klar, gegenüber den letzten, ebenfalls sehr guten Platten hat die Band härtemäßig zumindest einen halben Gang runtergeschaltet, doch qualitativ ist im Hause Bonfire auch anno 2011 noch alles im grünen Bereich. Fast hätte ich sogar behauptet, dass das Niveau von DOUBLE X und THE RÄUBER noch übertroffen wird, doch im weiteren Verlauf kam dann leider doch der eine oder andere schwächere Song und ganz zum Schluss dann auch noch der Balladen-Dreierpack. Dieser ist auch der größte Knackpunkt an BRANDED, denn drei Balladen am Stück ist schon eine ziemliche Zumutung, zumal die beiden Bonustracks lediglich Neuaufnahmen älterer Titel sind, die im Original schon nicht sonderlich berauschend waren und in dieser Version vor Schmalz und Kitsch triefen. Doch genug der Kritik, denn davon mal abgesehen ist BRANDED genau das Album, das man sich als Fan von Bonfire wünschen konnte. Es rockt, es strotzt nur so vor guten Melodien und es ist 100 % Bonfire! Operation gelungen – Patient quicklebendig! In dieser Form darf es gerne noch viele weitere Bonfire-Alben geben.

Anspieltipps:
 Just follow the Rainbow, Save me, Do or die, Close to Edge, Loser’s Lane.

Titel-Liste:
 
  1. Deadly Contradiction
  2. Just follow the Rainbow
  3. Save me
  4. Let it grow
  5. Better Days
  6. Do or die
  7. Close to Edge
  8. Crazy
  9. Loser's Lane
  10. Hold me now
    - - - Bonus Tracks - - -
  11. I need you (Private Version 2011)
  12. Rivers of Glory (Private Version 2011)

Laufzeit:
 67:45 Min.

Probehören und Kaufen:
Bonfire: BRANDED

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