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Review: Brainless Wankers |
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Album:
| | IF EVERYTHING ELSE FAILS, 2006, rockhit records |
Stil:
Wertung:
| |  2,5 von 7 Punkten | | M.W., 15.09.2007 |
Review:
| | Brainless Wankers aus Berlin legen mit IF EVERYTHING ELSE FAILS ihr mittlerweile drittes Studioalbum vor. Ihr Stil ist Punk Rock mit Einflüssen aus dem Jazz-Bereich. In ihrer bisherigen Karriere können sie bereits Auftritte mit Größen wie den Donots, Misfits, Less Than Jake oder Bad Religion verzeichnen. Das allein setzt die Erwartungen an das Album sehr hoch. Können diese auch erfüllt werden?
Wir starten durch mit "Outsource the CEOs". Die Band macht sich ebenso wie das Farin Urlaub Racing Team Trompeten zunutze, um einen hohen Wiedererkennungswert erzielen zu können. Typischer Punk Rock, der sich aus einfachem Schlagzeug und wenig hörbarem Bass sowie simplen Riffs zusammensetzt. Der Gesang ist erwartungsgemäß zügig, aber in keiner Weise überraschend.
Weiter geht's mit "Long live the Random Generators" hier ist das Schlagzeug noch einen Tick aggressiver als zuvor und legt von vornherein ein schnelles Tempo vor. Die Gitarre wirkt unruhig und die Gesangslinien sind zwar wieder einfach gestrickt, aber zeigen durchaus Wirkung. Schöner Break in der Mitte. Gefällt mir auf jeden Fall besser als der Opener.
Dann gibt's auch schon "It's okay not to feel not okay" auf die Ohren. Insgesamt zeigt dieser Song nicht so kämpferische Instrumente, sondern eher einen fröhlich angehauchten Touch. Die Trompeten erinnern stark an das spanische Lebensgefühl. Hier präsentiert der Song verständnisvoll für die, die nicht immer "Hurra" schreien.
Ohne Verzögerung schließt sich "You might as well like it" an. Auch hier stehen die Trompeten wieder oft im Vordergrund und ich komme mir vor, wie bei einer Fiesta am Strand von Mallorca. Der Song ist erneut sehr sehr schnell und überfordert schon fast, denn das Zuhören fällt echt teilweise schwer. Etwas zu hektisch und überdreht - auch wenn es sich um Punk handelt. Auch der ruhige Zwischenpart kann nicht wirklich eine Gliederung schaffen.
"The good Guys" ist im Wesentlichen auch nicht sehr viel langsamer aufgebaut, wirkt aber wesentlich durchstrukturierter. Hier sind die Trompeten mal nicht großartig mit von der Partie, was ein wenig Abwechslung hereinbringt. Außerdem wirkt Song #5 poppiger als seine Vorgänger.
Mit "Common Sense" kommen die sieben Berliner ein wenig zur Ruhe. Der Gesang ist zuerst ein wenig verzerrt und erinnert im weiten Sinne ab und an an Marilyn Manson. Dem Zuhörer wird endlich eine fast schon zu späte Verschnaufpause gegönnt. Dadurch, dass der Song abgehakter gespielt wird, hebt er sich stark von den anderen ab. Im Refrain geben die Jungs noch mal alles. Ich find's gut gelungen.
Mit "Victory of the Moment" haben wir die Hälfte der Platte bereits hinter uns gelassen. Die Riffs sind punk-typisch erarbeiten und auch dem Schlagzeug fehlt leider ab und an die Variabilität. Vor allem die Gesangslinien können sich neben der Gitarre positiv hervorheben. Leider sind die Trompeten die ganze Zeit über schon stark vertreten und auch wenn sie das Markenzeichen der Band sind, und es hier nur kurze Einflüsse gibt, nerven sie langsam.
Zu "The Shape of Things to come" gibt es eigentlich nicht wesentlich viel zu sagen. Das Drumming ist mal empfehlenswert, da es hier die eben noch kritisierte Eintönigkeit ablegt, aber die Trompeten machen meiner Meinung nach ab und an das Lied kaputt.
Naja, "Struggle to fight" kommt gesangstechnisch wieder aggressiver daher. Dieser Song ist bestimmt ein guter Radiohit, da er durchaus Ambitionen für Ohrwurmcharakter verinnerlicht. Glücklicherweise gibt es auch noch Songs, in denen die Trompeter mal Luft holen müssen. Bester Song bisher!
In "Use your Disillusion" haben die Bläser dann aber wieder genug Luft. Schade eigentlich. Ich denke, der Song würde ohne die teils eigenwillig eingebrachten Trompetensoli besser wirken. Insgesamt aber eine gute Leistung, was die Instrumentalisten angeht. Der Sänger verliert ein wenig die Wandlungsfähigkeit. Sollte sich die Qualität des Albums zum Ende hin doch noch steigern können?
Kommen wir nun zu "Blame Information overload". Dieser Track gefällt mir schon in den ersten Sekunden. Der raue Gesang harmoniert gut mit dem unruhigen Schlagzeug. Auch die Background-Shouts sind gut eingebracht. Gute Arbeit, Jungs und danke, dass die Bläser mal Pause haben!
Mit "Brutality Workshop" verabschieden sich die fünf "Ossis". Selbstverständlich kommen wir hier wieder in den Genuss der Trompeter. Die Band nimmt zum Ende hin das Tempo aus der Platte und zelebriert recht simple Strophen kombiniert mit gut gefüllten Refrains - zumindest was den instrumentalen Part angeht. Hier fehlt mir ein wenig Backgroundsupport für den Gesang.
Fazit: Leider trifft die Platte auf Grund ihrer Eigenwilligkeit nicht ganz meinen Geschmack. Sie ist stark gewöhnungsbedürftig, was zum einen an der Kombination der Blasinstrumente mit den Bläsern als auch an entweder total überfüllten Songs oder nervigen Melodien liegt. Zum Ende hin kann sich der Longplayer zwar steigern, die eher schlechten Songs vom Anfang allerdings nicht mehr komplett rausreißen. Als Bonusmaterial gibt es noch den Videotrack "The Idols are dead" live vom With Full Force 2007 anzuschauen. Dabei kann man jedoch wegen mangelnden Lichts außer die Umrisse der Bandmitglieder oft nicht viel sehen. |
Tipp:
| | Common Sense, Struggle to fight, Blame Information overload |
Titel-Liste:
| | - Outsource the CEOs
- Long live the Random Generators
- It's okay not to feel not okay
- You might as well like it
- The good Guys
- Common Sense
- Victory of the Moment
- The Shape of Things to come
- Struggle to fight
- Use your Disillusion
- Blame Information overload
- Brutality Workshop
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.brainlesswankers.de  |
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