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Review: Breed77 |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | M.U., 09.05.2010 |
Review:
| | "Unsere" spanischen Engländer oder englische Spanier aus Gibraltar sind wieder da. Nach drei Jahren stellen sie ihr viertes Album INSECTS vor. Viertels Album, wir kennen doch nur drei? Richtig, es ist das Vierte. Denn 2007 erschien UN ENCUENTRO, welches zuerst nur als DigiPack über iTunes zum Download erhältlich war. Jedoch schob man etwas später dann doch noch einen Silberling nach. Musikalisch bot dieses Album nur ein Zusammenstellung bekannter Songs. Mit INSECTS kombinieren sie wieder ihre spanischen Wurzeln mit arabischen Klängen und modernen Rock und Metal zu einem einzigartigen Werk. Für diese Zusammenstellung gebührt Breed77 absoluten Respekt.
Los geht es mit "Wake up". Sozusagen zum Aufwachen. Schon der Wecker am Anfang passt zum Thema. Doch es dauert nicht all zu lange, bis es mit heißen spanischen Rhythmen und einer ebenso heißen Gitarre zu Sache geht. Die Stimme des Sängers ist unverkennbar Breed77. Der stampfende Sound bringt einen so richtig in Albumslaune.
"The Battle of Hatin" beginnt sehr arabisch orientiert. Mit Schellen und akustischer Gitarre und dem entsprechenden Gesang dazu. Doch dreht man relativ schnell auf und der Song nimmt ein gewisse Härte auf. Man bleibt jedoch auf einer Mischung aus Heavy Metal und Akustik hängen. Alles im gut gelungenen Wechsel. Und mit einem sehr schönen Gitarrensolo garniert.
Dagegen kennt "Revolution on my Mind" kein Erbarmen. Knallhart und brutal. Irgendwie anders, als man es bisher gewohnt ist. Aber auch hier dürfen spanische und arabische Einflüsse nicht fehlen. Jedoch sind sie diesmal eher im Hintergrund zu finden.
Grillengezirpe leitet den Song "Insects" perfekt ein. Schließlich handelt es sich hier um den Titelsong. Er wartet mit einer gelungenen Mischung aus spanischen Flamenco-Rhythmen und Heavy Metal auf. Die Stimme des Sängers Paul Isola ist Breed77 wie man es kennt. Unverkennbar!
Leicht jazzig beginnt "Who I am". Wer bin ich? Rockige Gitarrenriffs, Flamenco ähnliche Passagen. Der Song unterscheidet sich schon von den anderen. Zumal er auch eine leicht melancholische Ader besitzt.
Breed77 kann wirklich zu einer Krankheit werden im positiven Sinne werden. Mit "New Disease" wollen die fünf dies unterstreichen. Funkiger Bass kombiniert mit einer Mischung aus Metal-, Flamenco- und arabischen Elementen können wirklich süchtig machen. Ein bisschen schwerfällig aber ein dennoch treibender Sound.
So richtig spanisch wird es mit "One more Time". Typischer spanischer Flamenco; zu Beginn singt man dazu auch auf spanisch. Im weiteren Verlauf kommt dann wieder die metallische Komponente hinzu mit dem für Breed77 typischen Gesang. Der Song hat etwas an sich, was einen dazu verleitet, ihn gleich mehrmals im Player drehen zu lassen. Der geht so schnell nicht mehr aus dem Kopf.
Mit dem Monstertitel "In the Temple of Ram: Rise of the Bugs" geht es weiter. Der mit einer hübschen akustischen Gitarre den Song einleitet. Später vermischen dann wie gewohnt die verschiedenen Einflüsse zu einem gut gelungenen Gesamtwerk, das hin und wieder mit tollen Gitarrensoli aufwarten kann. Allerdings bleibt dieser Song im Vergleich zu den anderen ein bisschen ruhiger. Aber warm nicht eine Verschnaufpause einlegen?
"Forever" ist dagegen aus einem ganz anderen Holz geschnitzt.. Rockig, fetzig, kraftvoll. Eine Mischung aus spanischen und englischen Textstellen. Der Song hat einfach richtig rein. Da bleibt man nicht mehr ruhig auf dem Sofa sitzen. Der reißt einen einfach mit. Ob man will oder nicht.
Mit "Guerra Del Sol" erreichen wir das nahende Ende des Albums. "Krieg der Sonne"? Gegen die Sonne, mit der Sonne? Spanischer Titel, spanische Elemente. Wie soll es auch anders sein! Ein treibender Gesang gepaart mit einer ebensolchen Gitarre sind das Ergebnis. Eine Mischung aus ruhigen und metallisch harten Passagen machen diesen Song so hörenswert. Und mit über sechs Minuten bekommt man auch etwas für das Ohr geboten.
"Zombie" beendet schließlich dieses sehr gut gelungene Album. Der Song ist eine eigeninterpretierte Version von "Zombie" der irischen Band The Cranberries. Klingt für mich besser als das Original, zumal man hier die bekannten spanischen und arabischen Elemente einfließen lässt.
Fazit: Das Album ist beileibe nicht schlecht gelungen. Allerdings fehlt ihm der letzte Kick, das letzte Quäntchen Aggressivität. Irgendwie plätschert es manchmal so vor sich hin. Jedoch ist der Wiedererkennungswert extrem hoch. Linientreue vom ersten bis zum letzten Song. Sicherlich darf man das Album nicht mit dem von allen geliebten Album IN MY BLOOD (EN MI ANGRE) vergleichen. Das war nach einhelliger Meinung das beste Album. Dennoch ist auch das neueste Werk absolut hörenswert. Auf jeden Fall hat dieses Album Einzug in meinen iPod gehalten, wo auch die beiden anderen Alben ein ruheloses Leben bestreiten. |
Anspieltipps:
| | Der Titelsong "Insects", "Wake up", "Revolution On my Mind", "None more Time" , "Forever" und "Guerra Del Sol". |
Titel-Liste:
| | - Wake up
- The Battle of Hatin
- Revolution on my Mind
- Insects
- Who I am
- New Disease
- On more Time
- In the Temple of Ram: Rise of the Bugs
- Forever
- Guerra Del Sol
- Zombie
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