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Review: Brother Firetribe
 
HEART FULL OF FIRE

Album:
 HEART FULL OF FIRE, 2008, Spinefarm

Stil:
 AOR, Melodic Rock

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 M.H., 26.05.2008

Review:
 Brother Firetribe aus Finnland haben vor 2 Jahren mit ihrem Debüt FALSE METAL einen wahren Ohrenschmaus für die Fans des klassischen AORs veröffentlicht und so war die Vorfreude auf den Nachfolger namens HEART FULL OF FIRE, der am 30. 05.2008 auch in Deutschland veröffentlicht wird, bei mir jedenfalls sehr groß. Man sollte dazu sagen, dass die Bandmitglieder keine unbeschriebene Blätter mehr sind. So hat Sänger Pekka Heino mit der Band Leverage zwei amtliche Melodic Metal-Scheiben eingespielt und Gitarrist Emppu Vuorinen zupft hauptberuflich die Saiten bei Nightwish. Wenn man das so liest, könnte man meinen, man höre hier erneut sehr melodischen Metal, doch wie oben schon geschrieben - das Projekt Brother Firetribe wird genutzt um die Liebe der beiden Musiker zum klassischen AOR zu zelebrieren. Allein schon das Bandlogo erinnert an Acts wie Loverboy oder Journey - und die Musik erst.

Das beginnt mit "Who will you run to?", das zwar mit einem Intro beginnt, dass etwas schleppend arrangiert ist, doch sobald der Gitarrenriff mit dem Keyboadlauf eine perfekt Einheit bildet und der hymnenhafte Gesang von Pekka Heino kann man sich sicher sein, dass man hier eine amtliche AOR-Nummer der Güteklasse 1 A hört.
Das nachfolgende "Wildest Dreams" setzt dann weniger auf die rockigen Elemente und beginnt sofort mit feinen Melodien das Ohr umzuschmeicheln, während der Refrain sofort in das selbige geht und sich da festsetzt und einfach nicht mehr raus will. Absolutes Highlight!
Ich frage mich ernsthaft, ob das so gut weitergehen kann und kaum beginnen die ersten Töne der Single "Runaways" bin ich gezwungen die Frage mit einem klaren "JA!" zu beantworten, denn hier hört man eine Mid-Tempo-Nummer, die einfach nur gut gemacht ist - und natürlich auch sehr radiotauglich. Wer von dieser Nummer nicht umgehauen wird, der hört wohl auch keine Rockmusik.
Bei "Game they called Love" wird es dann mal etwas rauher, wobei aber trotzdem viel Wert auf eingängige Melodien gesetzt, trotzdem - der Ton ist einfach etwas härter, vor allem deswegen, weil die Gitarren im Vordergrund stehen und das Keyboard sich angenehm zurück hält. Erneut bleibt festzuhalten, dass auch dieser Song sofort ins Ohr geht und voll überzeugen kann.
Danach hört man mit "Play it from the Heart" die erste Ballade, die mit einem wunderschönen Akustikriff beginnt, sich aber mit der Zeit zu einer Powerballade entwickelt, die zwar nicht ganz so emotional rüberkommt, wie man sich das wünscht, aber trotzdem nicht schlecht abschneidet.
Der Titeltrack "Heart full of Fire" beginnt mit einem kurzen Intro, dass sehr modern klingt und geht sofort über in einen treibenden Keyboardlauf. Wer sich unweigerlich an Nightwish erinnert fühlt liegt hier gar nicht mal so falsch, denn die Frontfrau Anette Olzon darf hier mitsingen und das gibt dem Song einen sehr epischen Touch.
Die ersten Töne von "Heard it on my Radio" machen gleich klar, was man in den nächsten 3:23 Minuten hören wird - eine klassische AOR-Hymne, die auch vom Text her als Hommage an diese Musikrichtung gedacht ist. Sehr gut gemacht, Brother Firetribe!
Ich komme aus dem Loben und Schwärmen gar nicht mehr raus und daran können die letzten Songs der CD auch nichts mehr ändern, da ist das treibende "Going out with a Bang!", da ist das rockige und verdammt coole wirkende "Out of my Head" und das groovende "I am Rock", die allesamt überzeugen können. Doch am besten finde das Cover des Mike Reno (Loverboy)-Klassikers "Chasing the Angels", das verdammt nahe am Original ist, aber halt aufgrund der Produktion um einiges druckvoller klingt.

Fazit: Ich sitze hier und habe wirklich Freudentränen in den Augen, denn ich habe schon lange nicht mehr so ein gute CD gehört, die dem großartigen und hymnenhaften AOR der 80er Jahrer gewidmet ist. Wenn ich es nicht genau wüsste, würde ich sogar sagen, das ist ein Werk aus diesem Zeitalter, aber nein, es ist aktuell und man muss den Finnen wirklich dankbar sein für so ein Meisterwerk!

Anspieltipps:
 "Wildest Dreams", "Runaways", "Heart full of Fire", "Chasing the Angels"

Tipp:
 Fans von Journey, Survivor, Loverboy aber auch von Giant müssen hier zugreifen, denn für mich ist diese CD ein ganz klarer Kandidat für den Wettbewerb "Album des Jahres"!

Titel-Liste:
 
  1. Who will you run to?
  2. Wildest Dreams
  3. Runaways
  4. Game they called Love
  5. Play it from the Heart
  6. Heart full of Fire
  7. Heard it on my Radio
  8. Going out with a Bang!
  9. Out of my Head
  10. Chasing the Angels
  11. I am Rock

Laufzeit:
 44:16 Min.

Band-Infos:
 
  • www.brotherfiretribe.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Brother Firetribe: HEART FULL OF FIRE

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