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Review: Bullet |
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Album:
| | BITE THE BULLET, 2008, Black Lodge |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 19.08.2008 |
Review:
| | Zwei Jahre mussten seit dem letzten Album HEADING FOR THE TOP ins Land ziehen, bevor die Schweden Bullet zum nächsten Schlag ausholen. Seit damals musste auch eine kleine Korrektur am Line-Up vorgenommen werden, nachdem der Bassist Lenny Blade sein Leben fortan in Thailand verbringen möchte und der Band den Rücken kehrte. Da zahlte es sich aus, mit Adam Hector einen geeigneten Roadie im Team zu haben, der nicht nur ein Freund, sondern auch der Gründer des Bullet-Fan-Clubs ist und sich nun auch noch den Langsaiter umgehängt hat.
Musikalisch blieb alles beim Alten. Fronter Hell Hofer schwelgt immer noch in Udo Dirkschneiders Oktaven und eifert fleissig dem Vermächtnis von Brian Johnson nach. Was beim Vorgänger jedoch noch zu sehr nach AC/DC-Klon geklungen hatte, wurde nun erfreulicherweise mit einigen eigenständigen Trademarks angereichert.
Nein, es handelt sich nicht um die neue (schon vor Urzeiten angekündigte) Scheibe von AC/DC. "Pay the Price" ist der Opener des brandneuen Bullet-Albums, also 'Made in Sweden' anstatt Down Under. Konsequent setzt der Opener den Weg von HEADING FOR THE TOP fort, was man sicherlich auch irgendwie erwartet oder gar erhofft hatte.
Dass sich Bullet nicht nur für Promotion-Aktionen bei Photo-Shootings gerne auf Feuerstühlen ablichten lassen, sondern auch ein großes Biker-Herz haben, beweist "Roadking" eindrucksvoll. Hier wird gehörig der Gasgriff aufgedreht und bis zum Tachoanschlag abgerockt. Dass dabei ein paar passende Bike-Samples nicht fehlen dürfen, versteht sich von selbst.
"Bite the Bullet" ist nicht nur der Titelsong, sondern irgendwie ein Stellvertreter für das gesamte Album. Up-Tempo-Hard Rock mit leichtem Blues-Einschlag, knackigen Riffs, die sofort ins Ohr gehen mitreißenden Gitarren-Riffs und einem Frontmann, dem man es durchaus zutraut, dass er gelegentlich ins Mikro beißt. Genau so wünscht man sich partytaugliche Rockmusik.
"Dusk til Dawn" könnte glatt die Cover-Version eines Songs von Alben wie HIGH VOLTAGE oder HIGHWAY TO HELL sein, ist es aber nicht. Ein simples Gitarren-Riff und dominanter Gesang starten den Song, der spätestens beim Bass-Einsatz so richtig in Fahrt kommt. Hier ist Abrocken angesagt, das die kleinen Live-Fill-Ins zusätzlich unterstützen und nebenbei für gehörig Druck im Kessel sorgen.
Wer schon jetzt nach einer kleinen Verschnaufpause lechzt und mit Entsetzen bereits den Boden des Bierglases sieht, der muss sich noch etwas gedulden. Für "Nailed to the Ground" haben die Schweden noch ein paar Brickets ins Feuer geworfen und düsen im vollen Up-Tempo quer durch die Massen der Zuhörer.
Da kommt es dann ganz gelegen, dass man mit "City of Sins" ein kurzes Instrumental als Verschnaufpause eingebaut hat, bevor, mit "Waste my Time" wieder richtig Fahrt aufgenommen wird und in bester Bullet-meets-AC/DC-Manier der Rock-Nachbrenner gezündet wird. Große Überraschungen, abgesehen vom kurzen Gitarren-Solo bleiben jedoch aus.
Wieder etwas härter zur Sache geht es bei "Rock'n'Roll Remedy" und man schafft es auch ein Stück weit Distanz zum Down Under-Vorbild zu schaffen. Hell Hofer geht dabei einmal mehr an seine Grenzen und schreit, was das Zeug hält. Klar, dass ihm die Gitarrenfront in nichts nachstehen will und ebenfalls kräftig in die Saiten haut. Der Background-Chor, bisher etwas vernachlässigt, sorgt zusätzlich für etwas Abwechslung.
"Rock us Tonight", einer meiner persönlichen Favoriten, setzt sich deutlich vom bisher gehörten ab. In druckvollem Up-Tempo wird hier musikalisch schon fast im Judas Priest-Revier der 80er gewildert, was Bullet jedoch recht gut zu Gesicht steht.
Nach dem kurzen Ausflug in etwas andere musikalische Gefilde, schließen Bullet mit "Wheels keep on turning" und dem abschließenden "The Rebels return" den Kreis und kehren ins bestens bekannte Ausie-Fahrwasser zurück, bei letzterem jedoch mit leichtem Accept-Einschlag. Ein bisschen schade, denn sie könnten auch anders.
Fazit: Auch dieses Album ist wie der Vorgänger HEADING FOR THE TOP mehr zum Abfeiern ausgelegt, als dass es den Anspruch erheben möchte ausschließlich eigenständige Kost zu bieten. Wer also damit leben kann, dass AD/DC zu den unzweifelhaften Vorbildern von Bullet zählen, der wird bestens bedient. Es gibt jede Menge Highspeed-Arschtreter mit Gute-Laune-Garantie, lediglich für den Bölkstoff muss man selbst sorgen. Vielleicht gelingt es Bullet beim nächsten Werk einen weiteren Schritt aus dem Schatten der übermächtigen Australier hervorzutreten. Rhino Bucket & Co. haben es schließlich auch erfolgreich geschafft. Die Tendenz ist spürbar und gibt Hoffnung für die Zukunft, dass Bullet die bisher solide Leistung noch toppen kann. |
Anspieltipps:
| | "Roadking", "Bite the Bullet", "Rock us Tonight" und das abschließende "The Rebels return". |
Tipp:
| | Für Bullet-Fans ein weiterer Leckerbissen und alle, die von AC/DC, Rhino Bucket, Airbourne und wie sie alle heißen mögen, nicht genug bekommen, die werden sich hier sofort wohl fühlen. |
Titel-Liste:
| | - Pay the Price
- Roadking
- Bite the Bullet
- Dusk til Dawn
- Nailed to the Ground
- City of Sins
- Waste my Time
- Rock'n'Roll Remedy
- Rock us Tonight
- Wheels keep on turning
- The Rebels return
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.bullet.nu  |
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