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Review: The Bullet Monks |
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Album:
| | WEAPONS OF MASS DESTRUCTION, 2009, Napalm |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 19.06.2009 |
Review:
| | Mehrmals in der Woche treffen bei uns Debüt ein und viele davon erringen nach der ersten Hörprobe nicht mehr als einen Achtungserfolg. Es passiert aber glücklicherweise auch immer wieder, dass sich nach dem ersten überraschten Augenbrauen-nach-oben-Ziehen ein Wohlgefühl einstellt und man am liebsten gleich mit dem Schreiben beginnen möchte. So geschehen im Fall der fränkischen Jungs von The Bullet Monks mit ihrem Werk WEAPONS OF MASS DESTRUCTION, die sich neben ihrem musikalischen Talent glücklich schätzen können, mit Tyler Voxx einen Frontmann gefunden zu haben, der ihrer schmutzigen Mischung aus rockigen und moshenden Songs den gewissen Stempel aufdrücken kann. Bei aller Liebe zu Vergleichen mit ähnlichen Bands wie den legendären Led Leppelin, den ehemaligen Schwedenrockern The Hellacopters oder den genremixenden Energiebündeln Volbeat aus Dänemark, haben es Bullet Monks auf Anhieb geschafft, mit einem gesunden Maß an Eigenständigkeit zu überzeugen. Klar, wer kann heutzutage den Rock schon neu erfinden, es sei denn, man heißt vielleicht Volbeat. Der Innovationspreis kann also kaum das Ziel der Franken Tyler Voxx, Dangerous Dam, Spreace Jackson und M.Dogg gewesen sein.
Es muss rocken, es muss moshen, Partylaune bis zum Wadenkrampf und hoffentlich ist genügend isotonischer Entkrampfer zur Stelle, na ja, Bier tut's auch...
Zumindest beim Opener "No Gain just Pain" lassen die Vier nichts anbrennen und legen schon Mal mit Volldampf los. dabei kann ich dem Songtitel so gar nicht zustimmen, denn für mich ist es ein echter "Gewinn" und mit Nichten "Schmerz"... Wer jetzt aber denkt, schnelles Abrocken sei alles, der sollte das bluesige Break abwarten und genießen, wenn die Jungs für den Endspurt Luft holen.
"My World's Show" hat einen deutliche Blues-Einschlag bekommen, kommt aber nach kurzer Zeit mächtig in Fahrt und kehrt immer wieder den rockigen Bastard heraus, der mit Powerdrumming den passenden Basisdruck bekommt. Auch hier lauert ein interessantes Break, das ebenso wie das Gitarrensolo für erfrischende Abwechslung sorgt.
Harmlos blusiger Basseinstieg und modert rockige Klänge starten "Lifestyle Junkie", der jedoch nach kurzer Zeit mit hart rockenden Zwischenspurts für Aufmerksamkeit sorgt und die Köpfe mächtig kreisen lässt.
Zum ersten Mal zweigt mit "Under the black Sun" der Weg ab vom geradlinigen (Blues) Rocker und progressive Elemente halten Einzug. Die Hooklines werden dadurch einerseits abwechslungsreicher, andererseits bleibt die Partytauglichkeit auf der Strecke.
Der Trend setzt sich leider fort, denn mit etwas schrägen Klängen und erneut progressivem Einschlag wird auch der ansonsten harmonische Rocker "I am" angereichert und will so gar nicht haften bleiben. Dazu ist die Vielfalt eingesetzter Elemente zu reichhaltig so dass mir nur die Flucht in die Lyrik bleibt.
Nach diesem Intermezzo finden die Bullet Monks glücklicherweise wieder auf den alten Weg zurück und wandeln ganz auf den Spuren der Kölner Gun Barrel, denn bei "Canned Insanity" wird der Heavy Rock ausgepackt. Aber nicht nur musikalisch, sondern auch stimmlich ähnelt Tyler Voxx hier Guido Feldhausen.
Nach so viel "heavy" ist mit "Downtown is dead" der groovende Blues angesagt, welchen die Jungs ebenfalls auf den Punkt bringen und beweisen, dass sie auch mit weniger Tempo, aber dafür gehörig Drehmoment überzeugen können. Verstärkt wird die Sache mit zwingender Blues Guitar und fetten Chören. Das Gitarrensolo liefert dann noch das i-Tüpfelchen, bevor ein witziges Outro für den letzten Schliff sorgt.
Vollgas, Hundegebell und ab durch die Mitte, heißt es für "Never be a wannabe", denn eigentlich fühlen sich die Franken besonders im Up-Tempo recht wohl. Diesmal hat man Tyler gleich zu Beginn mit kräftigen Chören versorgt und damit die Partystimmung und Mitgröhllaune auf die Spitze getrieben.
Weiter geht's mit dem Abfeiern. "Hang on Lord" bietet Rock mit einem gesunden Schuss an Blues, kann aber nicht die Gefälligkeit bieten, die man zum Mitgröhlen braucht. Was bleibt, ist Körperertüchtigung, von Headbangen bis Abtanzen.
Weniger Blues und Harmonie, aber dafür tougher Rock bis in den Up-Tempo-Bereich zeichnen die beiden Songs "We're all fucked" und "Tentacles" aus, welche damit den Trend der Prog-Songs aus dem Mittelfeld wieder aufnehmen. Moshen, was das Zeug hält, hat dem Partyschunkeln auf der Bierbank Platz gemacht.
Wie es begonnen hat, endet das Album tatsächlich mit dem Opener "No Gain just Pain" als Bonus, aber diesmal als Acoustic Version. Trotz Akustik-Gitarren hätte ich mir jedoch etwas mehr Druck gewünscht und Spielereien mit Toneffekten nach 4 Miunten Stille reißen die Leute auch nicht mehr wirklich vom Hocker.
Fazit: Nach starkem Start, leichtem Abrutschen in progressivem Einerlei, rappelt sich die Truppe gegen Ende wieder etwas auf, kann aber nicht mehr an die anfängliche Harmonie anknüpfen. Dies ist für den gebotenen Power Rock nicht zwingend nötig, bedarf aber einer gewissen Umgewöhnung. Alles in allem kann das Debüt durchaus überzeugen und wird so manche Rocksammlung bereichern. Glücklicherweise hat man versucht, die bereits bestens bekannten Wege des Hard und Heavy Rocks zu verlassen um der Sache einen eigenen Touch zu verpassen. Leider hat man sich beim Würzen der schmackhaften musikalischen Speisen manchmal im Gewürz vergriffen, aber immerhin zählt auch der Wille. |
Tipp:
| | Wer Rockmusik für die nächste Gartenparty sucht, der sollte hier zugreifen und auch gleich die extra großen Boxen aus dem Keller holen und ein Fass Bier mehr kühl stellen. Zugegeben ist nicht jeder Song ein "Partyhit" im klassischen Sinne, denn zum Moshen sollte man lieber nicht am Biertisch sitzen. |
Titel-Liste:
| | - No Gain just Pain
- My World's Show
- Lifestyle Junkie
- Under the black Sun
- I am
- Canned Insanity
- Downtown is dead
- Never be a wannabe
- Hang on Lord
- We're all fucked
- Tentacles
- - - Bonus Track - - - - No Gain just Pain (Acoustic)
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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