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Review: Burning Black |
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Album:
| | MECHANIC HELL, 2009, Limb |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | S.M., 26.01.2010 |
Review:
| | Burning Black sind eine Metal-Band, die wahrscheinlich noch nicht allen bekannt ist. Die 2003 in Treviso gegründete Truppe hat bislang zwei Demos sowie das Album PRISONERS OF STEEL veröffentlicht. Mit dem neuen Release MECHANIC HELL (möglicherweise ist auch die Schreibweise MECHANICHELL richtig, sieht aber irgendwie doof aus) sind die Italiener nun beim renommierten Label Limb Music untergekommen.
Aus einem nicht wirklich erfindlichen Grund haben sich die Jungs für das neue Album englische Pseudonyme zugelegt. Keine Ahnung, was das soll. Klingt Dan Anley vielleicht heavier als Massimo de Nardi? Oder AJ Simons irgendwie griffiger als Alessandro Jacobi? Naja, sie werden schon wissen, was sie da tun. Wenden wir uns lieber mal dem Inhalt der CD zu.
Italienische Metal-Bands haben ja mit einem leicht verhöhnten Ruf zu kämpfen. Zum Teil sind diese Vorurteile ja auch gerechtfertigt, eifern so viele Italo-Truppen doch den Genre-Vorreitern Rhapsody und ihrem drachenvernichtenden Fanatasy-Metal-Sound nach.. Burning Black kann man aber nicht in diese Sparte stecken. Der Power Metal schaut zwar auch in ihren Kompositionen mal durch, doch wesentlich mehr Einflüsse wurden vom traditionellen Heavy Metal übernommen.
Gleich nach dem Intro klingt der eigentliche Opener "Our Sentence" wie eine kleine Mixtur aus frühen Judas Priest und 90er-Jahre-Running Wild. Besonders das Gitarrenspiel ist vielseitig und inspiriert. Der Groove ist kraftvoll und treibt den Rhythmus voran. Lediglich die Gesangsleistung kann mich nicht so überzeugen. Massimo...Pardon!..ich meine natürlich Dan klingt ziemlich gepresst und scheint wenig Ausdruckskraft in der Stimme zu haben.
Beim Titeltrack "MechanicHell" macht er es dann besser, während er wie eine passable Kopie von Rob Halford screamt. Auch sonst mutet der Song wie ein akzeptables Judas-Priest-Stück an.
Mehr auf eigene Trademarks (was sich in verstärkten Keyboard-Anteilen niederschlägt) besinnen sich Burning Black bei "Purgatory Child". Das Konstrukt ist geradlinig und der Höhepunkt gut erarbeitet.
Die Gitarrenarbeit der Italiener kann man durchweg loben. Auch "Secrets to hide" fährt super Riffs und Licks auf und mausert sich schnell zu meinem Album-Favoriten, da auch Aufbau, Melodie und Gesangsleistung in Ordnung sind.
"Reborn from my Sins" ist etwas eingefahrener, um nicht zu sagen: abgedroschener, kann aber mit einem eingängigen Refrain und dem Solo noch punkten.
Eine ordentliche Power-Granate fahren die Italos dann mit "Hero of the Century" auf. Hier steht ansatzweise doch mal der südländische Power Metal Pate, doch übertreiben Burning Black den Pathos nicht. Melodie, Groove und Gitarrenspiel sind wieder spitze und machen daraus letztendlich eine hörenswerte Nummer. Selbst die gewöhnungsbedürftigen, etwas kauzigen Vocals passen irgendwie zu der true-en Ausrichtung des Songs.
Mit "Dangerous Game" kehrt man zurück zu einer melodischeren Spielweise. Abgesehen vom Gitarrenspiel werden aber keine nennenswerte Akzente gesetzt, und der Gesang begibt sich wieder in leicht nervende Bereiche.
Mangelnde Abwechslung kann man den Jungs aus Venetien nicht vorwerfen: "Dust and Rain" ist ein fetter, oldschooliger Stampfer, der mich ein Stück weit an frühere U.D.O.-Stücke erinnert. Nur mit den krächzig-hohen Vocals werde ich nicht so recht warm.
Bei "Messengers of Hell" klingen wieder die Anleihen bei Judas Priest - oder fast richtiger: von Halfords Fight - durch. Der Song ist abwechselnd energetisch, dann in einer kurzen, melodischen Phase etwas episch, und ist insgesamt eines der Prunkstücke des Albums.
Zum Abschluss gibt es das emotionale "Victims and Torture", das zwar nicht unbedingt meine Kragenweite ist, aber technisch und kompositorisch keine Schwächen aufweist.
Fazit: Im Großen und Ganzen ist MECHANIC HELL ein solides Metal-Album, bei dem mir besonders das variantenreiche Gitarrenspiel sehr gut gefällt. Kompositorisch gibt es Licht und Schatten, insgesamt überragen aber die besseren Stücke. Der Gesang von Dan *hüstel* Anley kann mich nicht überzeugen. Bei manchen Songs klingt sein hohes, leicht kratziges Organ mit dem kauzig-oldschooligen Touch ganz gut, bei anderen Stücken nervt es schon etwas. Und an seiner Ausdruckskraft müsste der Gute auch noch arbeiten.
Burning Black liefern italienischen Metal der traditionellen Sorte ab, was sie durchaus von anderen Italo-Bands abhebt. Freunde dieser Richtung können ruhig reinhören, und wer sich am ziemlich "speziellen" Gesang nicht stört, wird an MECHANIC HELL sogar richtig viel Spaß haben. |
Anspieltipps:
| | "Purgatory Child", "Secrets to hide", "Hero of the Century" und "Dust and Rain". |
Titel-Liste:
| | - Reckoning Day
- Our Sentence
- MechanicHell
- Purgatory Child
- Secrets to hide
- Reborn from my Sins
- Hero of the Century
- Dangerous Game
- Dust and Rain
- Messengers of Hell
- Victims and Tortures
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.burningblack.it  |
Probehören und Kaufen:
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