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Review: Caliban |
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Album:
| | I AM NEMESIS, 2012, Century Media |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | D.R. 30.01.2012 |
Review:
| | Die fünf Herren aus dem Pott haben wieder eine neue Scheibe am Start. Und wer Caliban kennt, weiß genau was da auf einen zukommt. Bei dem neuen Studioalbum werden wieder einmal die Schattenseiten der menschlichen Existenz an den Pranger gestellt: Verluste und Ängste, Gier und Habsucht, Lügen und Betrug, Wahnsinn und Kontrollverlust. Dörner - seines Zeichens Sänger der Band - erklärt selbst, dass I AM NEMESIS eine Weiterführung von dem Vorgängeralbum SAY HELLO TO TRAGEDY ist.
Und das Album beginnt bereits so brachial wie der Vorgänger. Bei "We are the many" kann man eigentlich nicht anderes als abzugehen. Der Sound ist einfach hart und schnell. Aber das Sahne-Stückchen ist, dass hier mit Marcus Bischoff (Heaven Shall Burn) und Mitch Lucker (Suicide Silence) zwei hochkarätige Sänger mit ins Boot geholt werden konnten.
Weiter geht es sodann mit "The Bogeyman". Während die Textpassagen genau wie der Opener voller Kraft strotzen, wird im Refrain das Tempo gedrosselt. Jedoch nicht zu viel. Außerdem hebt sich der Song durch ein kleine Spielerei hervor, welche so eingebaut wurde, dass es nicht als "Fehl am Platze" wirkt.
Danach geht es mit der ersten Auskopplung vom Album weiter. In "Memorial" wird auch in de Textpassagen ordentlich Gas gegeben. Im Refrain jedoch kommen dann erstmal die so bekannten ruhigen und cleanen Parts zum Einsatz. Das steht des Song sehr gut.
Der nächste Song "No Tomorrow" beginnt etwas ruhiger, entwickelt sich jedoch zur ruhigen Bombe wenn der Gesang einsetzt. In der Bridge wiederum wird wieder die Aggressivität heruntergeschraubt. Doch keine Sorge: diese kehrt wieder; vor allem gegen Ende.
Danach kommt mit "Edge of Black" ein schon ruhig zu nennender Song. Aber mit einer wichtigen Botschaft. Inhaltlich setzen sich Caliban mit dem Thema Ausbeutung der Erde am Beispiel Erdöl auseinander. Der Chorus ist weist wieder die cleanen Vocals aus, während die Strophen ausgespien werden. Wie eigentlich die meisten Songs der Jungs.
Mit "Davy Jones" geht es sodann weiter. Im Wesentlichen bleiben sich Caliban treu bei Ihrer Gestaltung. Die Chorus könnte jedoch auch von einer reinen Metal-Band kommen. Im Übergang von Chorus zur Strophe werden aber Akzente gesetzte, sodass sich niemand über die Ähnlichkeit beschweren kann. Kurz vor End wird dann noch mal alles raus gelassen. Also rein hören.
"Deadly Dream" greift sodann diese Wut sofort auf. Vor allem in der Bridge werden sodann die Stimmbänder auf eine gehörige Probe gestellt. Der Chorus sodann wirkt eher schwerfällig und melancholisch.
Der nächste Song "Open Letter" sodann beginnt mit einem schönen Riff. Dieser wird sodann teilweise in der Strophe weitergeführt. Im Refrain wird dann wieder der clean Gesang ausgepackt, ohne jedoch dass die Gitarren etwas von ihrer Kraft einbüßen.
Danach kommt eine Sensation: es wird teilweise auf Deutsch gesungen. Bei "Dein R3ich" wird sich inhaltlich mit dem Thema Faschismus auseinandergesetzt. Außerdem klingt der Song recht unterschiedlich zum dem Rest des Albums. Es wird hier das Keyboard mal rein genommen und die Melodien unterscheiden sich auch teilweise von dem Rest.
Weiter geht es mit "Broadcats to Damnation". Hierbei dreht es sich um die Verdummung durch die Medien. Auch hier kann man in den Strophen Keyboard-Sounds heraushören. Der Refrain ist sodann geteilt zwischen cleanen Vocals und den Shouts.
Sodann kommt der wirklich ruhig zu nennende Titel "This Oath". Die Strophen werden spartanisch begleitet. Im Chorus setzt jedoch dann das Gewitter ein. Aber das steht dem Song sehr gut und gibt ihm eine gewissen Note.
Und damit wären wir bereits beim letzten Song: "Modern Warfare". Her werden natürlich das Tempo und die Gemütslage hochgedreht. Kurz vor ende kann man dann noch mal reinen cleanen Gesang hören. Der Chorus ist wieder zweigeteilt. Auch hier steht eine wichtigste Botschaft im Hintergrund: das Internet als soziale Kriegsplattform.
Fazit: Also Caliban liefern mit ihrem neuen Longplayer genau das ab, was von ihnen erwartet wurde. Auch wenn ich finde, dass es diesmal ausgereifter und besser als auf dem Vorgängeralbum klingt. Für mich das erste Highlight 2012! |
Anspieltipps:
| | Wo soll man das anfangen? Mit gefallen so gut wie alle Songs sehr gut, aber besonders herausgestochen haben "We are the Many" und "Dein R3ich". |
Titel-Liste:
| | - We are the Many
- The Bogeyman
- Memorial
- No Tomorrow
- Edge of Black
- Davy Jones
- Deadly Dream
- Open Letter
- Dein R3ich
- Broadcast to Damnation
- This Oath
- Modern Warfare
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Laufzeit:
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