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Review: Calibre Zero |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | M.U., 04.09.2010 |
Review:
| | Calibre Zero werden 2005 in Madrid, Spanien gegründet. Die vierköpfige Band verschreibt sich der Stilrichtung Traditional Heavy Metal gepaart mit Hard Rock. Stilistisch kann sie in die Kategorie Motorhead, den alten BlackSabbath oder Metallica einordnen und das Ganze gemixt mit klassischer spanischer Rockmusik. Vor INMUNE bringen sie ihr Debüt-Album JUGANDO CON FUEGO auf den Markt. Wie steht so schön auf dem Promo-Zettel: "Rock hasta morir" (Rock until we die). Bei den spärlichen Informationen möchte ich auch "sterben". Ist nur ein Scherz. Wenden wir uns doch lieber dem neuen Album zu.
Mit dem ersten Song "Yo Digo Bien" bekommt schon einen Eindruck, in welche Richtung das Album tendiert. Es wird wohl sehr guter Hard Rock werden, der natürlich in spanisch gesungen wird. Hard Rock von guten alten Sorte. Wobei auch ein bisschen alternativer Bass Richtung Limp Bizkit zu hören ist.
Die gleiche Masche gibt es auch beim nächsten Song "Mentiras", wobei der Bass noch etwas stärker in den Vordergrund rückt. Von der anfänglich langsamen Spielweise geht man relativ plötzlich in den harten, rockigen Teil über, gespickt mit ein paar Gitarrensoli.
Und auch "Nadie Me Dira" möchte in dieser Liga mitspielen. Und sie lassen den Kleinen auch mitspielen. Schließlich ist der Song nicht mal zwei Minuten alt.
Stilistisch wechselt man nun mit "Habla La Guerra" in Richtung Hard Rock á la Black Sabbath, Uriah Heep und Motörhead. Motörhead aus spanisch, irgendwie eine lustige Vorstellung. Der Sound ist tief und treibend; dazu trägt auch der Gesang bei, der durch seine langsame Art diesen Eindruck verstärkt.
Von Stille kann bei "Silencio" definitiv nicht die Rede sein. Ganz im Gegenteil. Da wird gerockt, gegroovt und man erkennt die Spielfreude, mit der hier ans Werk gegangen wird.
Jetzt wird es schrill. Ein ohrenbetäubender Sound in sehr hohen Tönen leiten den Song "Hasta Quedar Sin Voz" ein. Doch nach dem anfänglichen Schrecken gibt wieder eine richtig gute Portion Hard Rock auf die Ohren, und das im Stil der 80er Jahre. Es werden sehnsüchtige wieder Erinnerungen an diese Bands wach.
Entspannung gefällig? Der Song "Fuiste Tu" fängt wenigstens sehr ruhig an und bleibt es auch durchgehend. Auch wenn man mal einen Gang runter schaltet, tut das dem Song keinen Abbruch und dem Album ebenfalls nicht. Gitarre und Bass treiben mit der gelassenen Spielweise den Song immer wieder an.
Und weil es wieder mit "El Mundo Estremecio" härter zu Sache geht, hatte der vorherige Song auch am Ende sich auf dieses Niveau hochgespielt. Bisher hat vom Traditional Heavy Metal noch nicht viel gehört, aber das, was man bisher vernommen hat, bedarf diesem auch nicht. Da reicht ein sehr gut gespielter Hard Rock allemal.
Wi wollen doch nicht zu spät kommen. Denn "Ya Es Tarde" ist wieder ein echter Hinhörer. Hard Rock vom Feinsten mit einer beeindruckenden Gitarrenleistung. Da sieht man richtig den Gitarristen vor seinem geistigen Auge, wie er da voller Inbrunst sein Instrument spielt.
Oh. Hier haben wir doch noch eine Vertreter des Traditional Heavy Metals. Denn "l Hombre Al Que Odiar" tendiert eindeutig in diese Richtung. Der Song ist hörbar härter als seine Vorgänger. Aber man bemüht sich, das Niveau nicht allzu weit zu verlassen.
"Marcas Y Heridas" ist total schrill. Klingt vollkommen durchgeknallt. Die Gitarre singt in den höchsten und schnellsten Tönen. Musikalisch hat man hier Anleihen unter anderen bei Deep Purple und Black Sabbath genommen. Die Stilelemente sind unverkennbar.
Mit "Todo Te Da Igual" gibt es noch einmal einen richtigen fetzigen Song, der bestätigt, was man die ganze Zeit gehört hat. Klassische spanische Rockmusik mit diversen Anleihen, wobei die Gitarrenriffs teilweise schon leicht ins punkige á la Dead Kennedys ausschweifen.
Und zu guter Letzt noch der Song, der dem Album seinen Namen gegeben hat: "Inmune" (heißt übersetzt soviel wie "immun"). Gegen was soll man bei so einem Album immun sein? Da möchte man sich lieber infizieren. Dieser Song klingt sehr getragen und schwerfällig. Doch mit seiner treibenden und groovenden Art passt er vollkommen ins Konzept.
Fazit: Spanische Bands hatten wir ja schon einige. Aber was Calibre Zero hier mit ihrem zweiten Album abliefern, ist fast wie von einem anderen Stern. Musikalisch hat man den Spagat zwischen Heavy Metal und klassischen Hard Rock gefunden, wobei man unverhohlen auch auf Stilelemente aus den 80er Jahren zurückgreift und dem Hörer keineswegs verschweigt, sich bei diversen Bands wie Deep Purple, Black Sabbath, Uriah Heep oder Motörhead Inspirationen zu holen. Daneben hat man auch keine Hemmungen, alle Song in der Landessprache zu singen und nicht wie üblich, auf das Englische auszuweichen. Dafür ein dickes Lob. Gut, mit spanisch kann nicht jeder etwas anfangen, aber wer versteht zugegebenermaßen die englische Texte? Lediglich die Stimme des Sängers klingt ein bisschen gequält es fehlt der letzte Schliff. Dennoch ist das Album es jederzeit, sich ins CD-Regal zu stellen. Besonders dann, wenn man mal etwas Außergewöhnliches haben will. |
Anspieltipps:
| | "Mentiras", "Habla La Guerra", "Hasta Quedar Sin Voz", "Ya Es Tarde", "Todo Te Da Igual" und "Inmune". |
Titel-Liste:
| | - Yo Digo Bien
- Mentiras
- Nadie Me Dira
- Habla La Guerra
- Silencio
- Hasta Quedar Sin Voz
- Fuiste Tu
- El Mundo Estremecio
- Ya Es Tarde
- El Hombre Al Que Odiar
- Marcas Y Heridas
- Todo Te Da Igual
- Inmune
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.calibrezerorock.com  |
Probehören und Kaufen:
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